APA-OTS Politikanalyse: Politische Diskussionen um Wehrpflicht und Telekom-Skandal

Innsbruck/Wien (OTS) - Das Innsbrucker MediaWatch Institut
erstellt im Auftrag von APA-OTS wöchentlich das Top-30 Ranking der meist genannten Politikerinnen und Politiker in den österreichischen Tageszeitungen. Im aktuellen Untersuchungszeitraum (26. August bis 1. September 2011) nimmt Bundeskanzler und SPÖ-Parteivorsitzender Werner Faymann die erste Position ein. Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) belegt den zweiten Platz, auf Rang drei folgt Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ).

Nach dem Ministerrat vergangenen Dienstag machen Bundeskanzler Werner Faymann (Rang eins, 649 Nennungen) und Vizekanzler Michael Spindelegger (Rang zwei, 361 Nennungen) deutlich, dass sie nicht immer einer Meinung sind. Vor allem bei den Reformplänen für das Bundesheer gehen die Meinungen zwischen den Koalitionspartnern auseinander. Die SPÖ spricht sich für ein Berufsheer aus, die ÖVP ist für die Beibehaltung der allgemeinen Wehrpflicht. Faymann steht einer Volksbefragung zum Thema Wehrpflicht offen gegenüber, während Spindelegger eine regierungsinterne Lösung präferiert. Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (Rang 14, 103 Nennungen) äußert, dass noch immer auf Vorschläge des Koalitionspartners gewartet wird und das Bundesheer "Kein Labor für Experimente" sei. SPÖ-Verteidigungsminister Norbert Darabos (Rang drei, 336 Nennungen) meint, noch keine Details zum Modell der ÖVP zu kennen und wird die Heeresreform in die Wege leiten. ÖVP-Klubchef Karlheinz Kopf (Rang 13, 107 Nennungen) kritisiert, dass sich die Partner nicht an Vereinbarungen halten und im Regierungsprogramm nichts von einem "Pilotprojekt" stehe. Wiens Bürgermeister Michael Häupl (Rang zehn, 118 Nennungen) kann sich nicht nur hinsichtlich des Bundesheeres eine Volksbefragung vorstellen, sondern auch zu den aktuellen Agenden Bildung und Vermögenssteuer, sollte die ÖVP weiter blockieren.

ÖVP-Politiker Wolfgang Schüssel (Rang vier, 264 Nennungen) steht aktuell mit den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in der Causa Telekom im Medienfokus. Die Grünen-Klubobfrau Eva Glawischnig (Rang 22, 76 Nennungen) ist der Meinung, dass die Korruption in der schwarz-blauen Regierung unter Schüssel "erschreckende" Ausmaße angenommen hat und fordert eine Nationalratssitzung und die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses. Auch Peter Pilz (Rang 18, 92 Nennungen) will die Ereignisse berichtigen und hat bereits eine Zeugenliste gefertigt.

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache (Rang fünf, 231 Nennungen) und ORF-Stiftungsrat Norbert Steger haben sich geeinigt, dass künftig "interessante" ORF-Belange mit dem FPÖ-Chef Strache besprochen und dem Klub berichtet werden, nachdem Steger bei der Wahl zum ORF-Stiftungsrat nicht im Sinne der Freiheitlichen agierte.

Neueinstiege in das aktuelle Top-30 Politikerranking: Karlheinz Kopf, ÖVP (Rang 13, 107 Nennungen); Erwin Pröll, ÖVP und Wilhelm Molterer, ÖVP (ex aequo Rang 16, 95 Nennungen); Peter Pilz, Grüne (Rang 18, 92 Nennungen); Franz Voves, SPÖ (Rang 19, 91 Nennungen); Günther Kräuter, SPÖ (Rang 21, 84 Nennungen); Hannes Gschwentner, SPÖ (Rang 28, 53 Nennungen) und Gerhard Kurzmann, FPÖ (Rang 29, 50 Nennungen).

Diese Woche finden sich im Top-30 Ranking elf Politikerinnen und Politiker der ÖVP und neun der SPÖ. Die Grünen stellen drei Akteure, die FPK und die FPÖ sind mit jeweils zwei Akteuren vertreten. Das BZÖ stellt einen Akteur. Außerdem im Ranking: Bundespräsident Heinz Fischer und Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle. Das Top 30-Ranking setzt sich aus fünf Politikerinnen und 25 Politikern zusammen.

MediaWatch analysiert im Auftrag von APA-OTS die Präsenz österreichischer Politiker in der Berichterstattung der heimischen Tageszeitungen. Das wöchentlich aktualisierte Ranking ist über den OTS-Politik-Channel http://www.ots.at/ranking/art/top/politik kostenlos abrufbar.

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