Politiker plädieren bei Fastenbrechen und Bayram-Empfang für friedliches Miteinander

Bei zahlreichen Bayram-Empfängen von Politikern und Funktionären plädierte man gemeinsam für ein besseres Miteinander.

Wien (OTS) - Erst hatte Vizekanzler Michael Spindelegger beim Fastenbrechen in die Politische Akademie eingeladen und wichtige Kundgebungen gemacht: Man müsse gemeinsam Lehren ziehen aus dem, was kürzlich in Norwegen passiert ist. Und dies könne nur sein, dem Extremismus, der verbalen Ausgrenzung "eine ganz klare gemeinsame Absage" zu erteilen.

Im Anschluss an Spindeleggers Einladung wurden die Muslime zum traditionellen Fastenbrechen in das Wiener Rathaus eingeladen. Der Hausherr, Bürgermeister Dr. Michael Häupl, hielt vor rund 250 muslimischen Gästen eine wichtige Rede rund um das friedliche Zusammenleben. Häupl: "Ich hoffe, dass auch meine Nachfolger dieser Tradition des Iftar-Mahls im Rathaus folgen. Ich werde nie eifersüchtig auf Konkurrenten, die auch Iftaressen für die muslimische Community in Österreich organisieren."

Bundeskanzler Werner Fayman beim Bayram-Empfang im Bundeskanzleramt:

"Mit Vertretern von verschiedenen Religionsgemeinschaften in regelmäßigen Abständen zusammenzukommen und Gemeinsamkeiten wichtiger zu nehmen und stärker zu betonen, ist keine Selbstverständlichkeit in Europa und eine österreichische Tradition."

"Österreich ist ein Land, das jeden Menschen als gleich wertvoll ansieht"

"Es wird nächstes Jahr mit dem 100. Jubiläum der Anerkennung des Islam in Österreich als offizielle Religion in Österreich ein wichtiges Jubiläum zu begehen sein. Eine Anzahl von 400-500.000 Muslimen in Österreich ist ein Beweis dafür, dass die Integration auf allen Ebenen funktioniert und dass Österreich ein Land ist, das jeden Menschen als gleich wertvoll ansieht und das nicht die Hetze vorantreibt, sondern die Gemeinsamkeiten in den Vordergrund stellt."

"Müssen Herz der Demokratie vor Gehässigkeit schützen"

Ferner gelte es als vorrangige Aufgabe, die Demokratie in Österreich zu respektieren und gleichzeitig die Intoleranz zu bekämpfen. Faymann dazu: "Es hat auch sehr viel damit zu tun, die Demokratie zu respektieren. Wir behalten uns aber auch das Recht vor, die Intoleranz nicht zu tolerieren. Die klare Mehrheit unserer Gesellschaft steht auf, wenn es gilt, die Toleranz zu verteidigen und die Intoleranz zu verdrängen. Die Ereignisse und Morde in Norwegen waren fürchterlich und sind nicht zu beschönigen. Sie haben gezeigt, dass wir das Herz unserer Demokratie schützen vor Gehässigkeit und Intoleranz."

Ein Abend des Dialogs: Iftar im Friede Institut

Das Friede Institut für Dialog hat seine Tradition, im Monat Ramadan an Dialog Interessierte zum Iftar einzuladen, auch heuer wieder fortgesetzt. Anwesend waren zahlreiche am interreligiösen und interkulturellen Dialog interessierte Menschen. Darunter Dr. Ednan Aslan, Professor für islamische Religionspädagogik an der Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaften, und Bildungs- und Migrationsforscherin Mag.a Barbara. Herzog-Punzenberger, Leiterin des Forschungsprogramms Mehrsprachigkeit, Interkulturalität und Mobilität am Bundesinstitut bifie. Gemeinsame Botschaft aller Gäste: Sie wollen sich im nächsten Ramadan wieder zu einem Iftar im Friede Institut treffen.

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