- 31.08.2011, 15:26:44
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VSStÖ: Gläserne Decke muss zerschlagen werden
Der Verband sozialistischer Student_innen unterstreicht Kritik des Rechnungshofes
Wien (OTS) - Der Verband sozialistischer Student_innen (VSStÖ)
bestätigt die Kritik des Rechnungshofes, dass die Universitäten bei
Frauenförderungen noch großen Aufholbedarf haben.
"Frauen werden auf den Universitäten nach wie vor stark strukturell
diskriminiert. Das beginnt bereits am Studienanfang durch
Aufnahmeprüfungen und Zugangsbeschränkungen, wie es beispielsweise
der EMS-Test zeigt. Seit der Einführung der Aufnahmeprüfungen ist
der Anteil an Frauen im Medizinstudium stark gesunken." kritisiert
VSStÖ-Bundesvorsitzende Mirijam Müller.
"Wenn es auf der Universitätskarriereleiter weiter nach oben geht,
wird die Luft für Frauen immer dünner, die gläserne Decke dafür immer
dicker." so Müller weiter. "Das zeigt auch deutlich der Anteil an
weiblichen Professorinnen, der mit 17% verschwindend gering ist."
"Wir fordern echte Frauenförderung. Das bedeutet, dass die Quote
nicht nur ein Lippenbekenntnis sein sollte, sondern endlich gezielt
eingesetzt werden muss. Auch die Implementierung von Gender Studies
als Pflichtfach in allen Studienrichtungen ist unumgänglich,
Feminismus muss Querschnittsmaterie in allen wissenschaftlichen
Fächern sein. Die universitären Strukturen müssen grundlegend
verändert werden, damit die Gleichberechtigung von Frauen endlich
erreicht wird.
Dazu gehört auch die Abschaffung der Habilitation. Diese Hürde zu
einer wissenschaftlichen Karriere hindert vor allem Frauen daran
diesen Weg einzuschlagen." fordert Mirijam Müller.
"Die Wissenschaft ist männlich dominiert, sowohl in der Forschung
als auch in der Lehre. Nur mit gezielten Förderprogrammen und
Maßnahmen für Frauen kann das geändert werden. Die strukturelle
Diskriminierung von Frauen in der Wissenschaft muss endlich beendet
werden", so Mirijam Müller abschließend.
Rückfragehinweis:
Susannika Glötzl
Pressesprecherin
Tel.: +43 676 385 8813
www.vsstoe.at, [email protected]
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