- 31.08.2011, 12:22:59
- /
- OTS0154 OTW0154
Wirtschaftsgespräche Alpbach: Telekom-Regulierung - vom Erfolgs- zum Auslaufmodell
Alpbach (OTS) -
- Regulierungs-Erfolgsmodell der 90er Jahre nicht mehr zeitgemäß
- Österreich verliert Spitzenposition, Investitionen auf Niveau von
1980
- Konkrete Forderungen, um Investitionen wieder anzukurbeln
Österreich nimmt europaweit eine Spitzenposition in Sachen
Mobilkommunikation ein, was den Wettbewerb zwischen den Betreibern,
die Anzahl der Marken und der Netzinfrastruktur betrifft. Die Preise
für Telefonie zählen zu den niedrigsten, die Versorgung der
Bevölkerung mit Telekommunikationsinfrastruktur ist gut, die
Verbreitung von mobilen Breitbandverbindungen ist die drittbeste in
Europa. Das alle spricht dafür, dass die Regulierung zu Beginn der
Liberalisierung die richtigen Impulse für Wettbewerb gegeben hat.
"Das Regulierungsmodell der 90er-Jahre war gut für die Marktsituation
für die ersten zehn Jahre nach der Liberalisierung. Aber es ist nicht
mehr zeitgemäß. Heute ist es erforderlich, Investitionen in
Österreich wieder attraktiv zu machen und Anreize für Innovationen zu
setzen. Andernfalls wird Österreich seine Spitzenposition in Europa
binnen weniger Jahre einbüßen", warnt Robert Chvátal, Vorsitzender
der Geschäftsführung T-Mobile Austria.
Österreich verliert an Investitionsattraktivität
Schon jetzt kommen die Schwächen des Regulierungssystems zu Tage.
Österreich hat beim Networked Readiness Index (NRI), der in
regelmäßigen Abständen vom Weltwirtschaftsforum durch die Messung von
Indikatoren für IKT-Fortschritte erhoben wird, 2010 bereits vier
Plätze eingebüsst (von Platz 16 auf 20). Eine wesentliche Ursache für
diesen Rückfall ist die Investitionsbremse der
Telekommunikationsbranche. Laut einer Studie des Austrian Economics
Center sind seit 2000 die Investitionen in Telekommunikation stetig
zurückgegangen, im Moment sind sie auf dem Niveau von 1980! Der
Wirtschaftsstandort Österreich verliert für
Telekommunikationsunternehmen zunehmend an Attraktivität. Wenn keine
Gegenmaßnahmen eingeleitet werden, wird diese Zurückhaltung bei
Investitionen Auswirkungen auf den Ausbau moderner
Telekominfrastruktur haben.
Drei Forderungen an die Regierung
Im Rahmen der Wirtschaftsgespräche in Alpbach forderte Robert
Chvátal einen Paradigmenwechsel in Sachen Regulierung. "In Österreich
war man bisher sehr auf die Förderung des Infrastrukturwettbewerbs
ausgerichtet, um eigenständige Netzinfrastrukturen zu fördern. Heute
hat sich der Markt aber vom Infrastrukturwettbewerb zum
Dienstewettbewerb verschoben. Um den Wirtschaftsstandort Österreich
für Investitionen wieder attraktiv zu machen, fordert T-Mobile CEO
Robert Chvátal:
"Bonus-Malus-Modell" für Frequenzversteigerung
1. Seitens des Staates sollte bei der Frequenzvergabe nicht die
Maximierung der Erlöse, sondern der volkswirtschaftliche Nutzen der
Spektrumsnutzung im Vordergrund stehen. Eine Möglichkeit wäre
beispielsweise, den Preis für die zur Versteigerung anstehenden
Frequenzbänder (Digitale Dividende, Neuverteilung freiwerdender
Frequenzen in 900 und 1800 MHz) im Sinne eines "Bonus-Malus-Modells"
an die tatsächlichen Investitionen eines Unternehmens zu binden. Je
mehr ein Unternehmen - etwa über einen Zeitraum von 3 bis 5 Jahren -
in die Netzinfrastruktur des Landes investiert, desto weniger kosten
die Frequenzen. Damit wären hohe Infrastrukturinvestitionen über die
nächsten Jahre gesichert. Umgekehrt: je weniger ein Unternehmen
gewillt ist, in Österreich langfristig zu investieren, umso teurer
werden die Frequenzen.
Augenmaß bei Versorgungsauflagen
2. Ein "gewisses Augenmaß" hinsichtlich volkswirtschaftlichem
Nutzen und betriebswirtschaftlicher Sinnhaftigkeit bei
Versorgungsauflagen für mobiles Breitband im ländlichen Raum. Die
Vergangenheit hat gezeigt, dass die Vorschreibung der Versorgung
bestimmter Gemeinden nicht den gewünschten Effekt gebracht hat. Es
sollte zudem vermieden werden, die Betreiber von der parallelen
Versorgung von Ballungsräumen auszuschließen.
Mögliche gemeinsame Nutzung der Infrastruktur
3. Die Aufhebung von Beschränkungen bei der gemeinsamen
Infrastrukturnutzung. Die gemeinsame Nutzung von
Mobilfunkinfrastruktur ermöglicht Kostensenkungspotenziale. Die
Kostensenkungen kommen den Endkunden in Form hochqualitativer
Produkte und einer höheren Investitionsbereitschaft (schnelleres,
billigeres Internet) zugute.
Zuviel Regulierung führt zu enormen Kosten
4. Die Wahrung der Interessen der Konsumenten wird von T-Mobile
unterstützt und begrüßt. Die getroffenen Maßnahmen müssen aber immer
in einem angemessenen Verhältnis zum wirtschaftlichen und technischen
Aufwand der Umsetzung stehen. Viele Initiativen zur Ausweitung des
Konsumentenschutzes für den Telekombereich, aktuell im Entwurf des
neuen Telekommunikationsgesetzes, sind in diesem Zusammenhang
kritisch zu hinterfragen. Die enormen Implementierungskosten müssen
an die Konsumenten weitergegeben werden, um zukünftige Investitionen
zu ermöglichen.
ÜBER T-MOBILE:
T-Mobile Austria ist mit 3,8 Millionen Kunden der zweitgrößte
Mobilfunkanbieter Österreichs und gilt als der Innovationstreiber der
Branche. Die beiden Marken "T-Mobile" und "tele.ring" sprechen
unterschiedliche Zielgruppen an: T-Mobile lebt den Slogan "Gemeinsam
mehr erleben" und bietet Innovationen rund um Smartphones, Services
und Applikationen. Die Marke tele.ring ist der erfolgreiche
Preisführer am österreichischen Mobilfunkmarkt. 2010 investierte
T-Mobile 116 Millionen Euro in den Netzausbau mit HSPA+ und den
Aufbau der vierten Mobilfunkgeneration LTE.
T-Mobile beschäftigt 1.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und
wurde 2010 von "Great Place to Work" als einer der besten Arbeitgeber
Österreichs ausgezeichnet. Das Unternehmen erreichte 2011 Platz 3 bei
der Wahl zum kundenorientiertesten Dienstleister Österreichs.
T-Mobile hat seinen Hauptsitz im T-Center am Rennweg nahe der
Südost-Tangente und neben den 48 T-Mobile Shops auch
Vertriebsniederlassungen in Salzburg, Innsbruck, Graz und Klagenfurt.
T-Mobile Austria ist eine Tochtergesellschaft der Deutschen
Telekom AG und gehört damit zu einem der führenden
Kommunikationsunternehmen weltweit. Dank der internationalen
Ausrichtung des Unternehmens profitieren T-Mobile Kunden auch im
Ausland von einer breiten Palette an Produkten und Services.
Rückfragehinweis:
T-Mobile Austria Christian Rothmüller Corporate Communications Tel.: 0676 8200 5200 E-Mail: [email protected] T-Mobile Austria
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NTM






