- 31.08.2011, 11:40:31
- /
- OTS0126 OTW0126
Rudolf Fischer exklusiv in NEWS: "Größter Fehler meines Lebens"
Ex-Telekom-Vorstand hat finanzielle Wiedergutmachung angeboten
Wien (OTS) - Zur Telekom-Affäre äußert sich erstmals öffentlich
der frühere Festnetz-Vorstand der Telekom, Rudolf Fischer, in einem
Exklusivinterview mit dem Nachrichtenmagazin NEWS und gibt
Fehlverhalten des damaligen Vorstandes zu. "Ich wusste, dass der
Banker, der den Kurs der Telekom-Aktie im Februar 2004 durch
Aktienkäufe zur Erreichung des Optionsprogramm-Zieles nach oben
getrieben hat, Monate später 500.000 Euro als Gegenleistung bekommen
hat. Das war der größte Fehler meines Lebens", sagt Fischer im
Interview mit NEWS, das in der aktuellen Ausgabe morgen erscheint.
Fischer erklärte im NEWS-Interview, seinen Fehler wieder gutmachen
zu wollen, "auch wenn man das nie ganz gutmachen kann. Aber
zumindest finanziell", so Fischer im NEWS-Gespräch. "Ich bin bereit,
der Telekom Austria jene 500.000 Euro, die meines Wissens nach an die
Euroinvest geflossen sind, zu ersetzen. Ich habe der Telekom schon
vor einigen Wochen dieses Angebot über deren Anwalt gemacht", erklärt
frühere Telekom-Vorstand. Auf die Frage, ob man sein Angebot
angenomme habe, sagte Fischer: "Ich habe um Übermittlung einer
Kontonummer gebeten, von der Telekom aber bis dato keine bekommen.
Erforderlichen Falls werde ich den Betrag zu gunsten der Telekom
gerichtlich hinterlegen lassen", sagte frühere Manager im gespräch
mit NEWS.
Zur mögliche Aktienmanipulation im im Jahr 2004 erklärte Fischer,
dass es "kein langfristiger Plan" gewesen sei. "Dies hätte auch
keinen Sinn gemacht, weil wir nicht wussten, ob der Kurs ohnehin
erreicht wird", so der frühere Festnetz-Vorstand im NEWS-Interview.
Vielmehr seien erst in letzten Februarwoche 2004, knapp vor dem
Stichtag zwei Mitarbeiter gekommen und hätten gesagt, "es gibt einen
befreundeten Investmentbanker, der den Kurs durch Aktienkäufe nach
oben treiben kann", so Fischer zu NEWS. Warum man auf das Angebot
eingestiegen sei, erklärt Fischer im NEWS-Interview mit der
Motivation der 100 Führungskräfte, die jahrelang auf dieses eine Ziel
hingearbeitet habe. Um persönliche Bereicherung sei es keinesfalls
gegangen. An Untreue habe er damals "nicht im Entferntesten gedacht",
so Fischer im NEWS-Gespräch und fügt hinzu: "Aus meiner Sicht hatten
wir im Februar 2004 nichts Widerrechtliches getan, der Banker hatte
die Aktien auf seine Kosten und sein Risiko gekauft."
Rückfragehinweis:
Sekretariat NEWS
Chefredaktion
Tel.: (01) 213 12 DW 1103
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NES






