- 31.08.2011, 09:25:22
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IF macht mobil: Das Konzept der Intensivierten Frührehabilitation
Wien (OTS) - 6 Tage nach einer Implantation von Knie- und
Hüftendoprothese selbstsicher, selbstständig und schmerzfrei wieder
nach Hause gehen? Das effiziente Behandlungskonzept der
Intensivierten Frührehabilitation (IF) macht es möglich. Das
Herz-Jesu Krankenhaus Wien-Landstraße leistet dabei Pionierarbeit auf
nationaler Ebene.
Mit rund 39.200 Operationen jährlich zählen die heute bereits
routinemäßig durchgeführten Implantationen von Knie- und
Hüftendoprothesen zu den häufigsten orthopädischen Operationen
Österreichs. Das Herz-Jesu Krankenhaus hat im Jahr 2010 rund 800
solcher Operationen (rund 350 Hüft- und 450 Knieoperationen)
erfolgreich durchgeführt. 218 dieser Patienten nahmen von März bis
Dezember 2010 am Programm der Intensivierten Frührehabilitation teil.
Raus aus dem Bett.
Ziel von IF ist das rasche Verlassen des Bettes nach der Operation,
die schnelle Wiedererlangung der Mobilität und die selbstständige
Bewältigung des Alltags.
"Da kann man sich jahrelang nicht mehr ohne Beschwerden bewegen und
dann soll man gleich nach der Operation aufstehen?" Das konnte sich
eine der ersten Teilnehmerinnen des IF-Projekts nicht vorstellen.
Doch bereits am Tag nach der OP heißt es: raus aus dem Bett, das
künstliche Gelenk zum ersten Mal belasten und den ersten Schritt
setzen, den ersten Schritt zu einer raschen Genesung.
Die Reha beginnt schon vor der Operation.
Rund um den Patienten arbeitet ein erfahrenes Team aus Orthopäden,
Anästhesisten, dem Facharzt für Physikalische Medizin und
Rehabilitation sowie Physio- und Ergotherapeuten.
Bereits zwei Wochen vor der OP nimmt der Patient an einer Schulung im
Umgang mit den Krücken teil. "Dabei verliert der Patient die
Unsicherheit. Er weiß bereits, wie man Gehilfen richtig einsetzt und
hat so weit mehr Vertrauen in seine ersten postoperativen Schritte.",
weiß Karin Felsberger, Leiterin des Therapeutenteams und
Case-Managerin des IF-Projekts, zu berichten.
Gemeinsam mit dem Patienten klärt das Team schon vorab seinen
persönlichen Bedarf nach der Entlassung. Von der Höhe des Bettes bis
zu eventuell benötigten Hilfsdiensten und Behelfen wird alles bedacht
und genau besprochen.
Gemeinsam statt einsam.
Der postoperative Rehabilitationsplan ist auf jeden Patienten
individuell abgestimmt. Das Behandlungskonzept sieht jedoch die
Mobilisation in der Gruppe vor. Dafür hat das
Herz-Jesu Krankenhaus einen speziellen Therapieraum geschaffen. Hier
haben auch gemeinsame Aktivitäten außerhalb der Therapie, wie zum
Beispiel Karten spielen und die gemeinsame Jause, Platz.
Die Gruppe erzeugt gegenseitige Motivation - ein heilsamer und
erfolgreicher gruppendynamischer Prozess. Das täglich bewusste,
gemeinsame Erleben der Möglichkeiten und des Fortschritts - auch der
anderen Teilnehmer - steigert Selbstvertrauen, Zuversicht und
Leistungsfähigkeit jedes Einzelnen.
Pionierarbeit und Weiterentwicklung im Herz-Jesu Krankenhaus.
Nur wenige Gesundheitseinrichtungen bieten dieses effiziente
Behandlungskonzept an. Nach dem Muster von internationalen
Kooperationspartnern hat das Herz-Jesu Krankenhaus diese Methode
speziell für den Einsatz in Österreich adaptiert. Die Abläufe und
Prozesse wurden dafür weiterentwickelt und verbessert. Mit der
Qualität und Tiefe des gesamten Betreuungskonzeptes sowie durch die
einzigartige Zusammenarbeit im interdisziplinären Team nimmt das
Krankenhaus eine Vorreiterrolle ein. Die Ablauforganisation übernimmt
die Case-Managerin. Sie ist Schnittstelle des fach- und
berufsübergreifenden Teams und Ansprechpartnerin für die Teilnehmer.
Klare Vorteile für den Patienten liegen im kürzeren
Krankenhausaufenthalt, in der besseren Gehfähigkeit, in der Reduktion
der Schmerzbelastung und in der raschen Wiedererlangung seiner
Selbstständigkeit mit Wiedereingliederung in das gewohnte häusliche
Umfeld.
Vorraussetzungen zur Teilnahme am Projekt.
Jeder Patient wird vor der Operation umfassend von Anästhesisten,
Orthopäden und Physiotherapeuten untersucht. Nach Ausschluss
schwerwiegender Erkrankungen kann praktisch jeder durchschnittlich
aktive Mensch teilnehmen. Die Teilnahme am IF-Programm legt den
Grundstein für eine optimale Rehabilitation, die nach dem
Krankenhausaufenthalt selbstverständlich weitergeführt werden muss.
Informationen und fachärztliche Beratung.
Orthopädische Ambulanz: Tel. Terminvereinbarung unter 01 / 712 26 84
- 5347.
Bildmaterial abrufbar unter www.vinzenzgruppe.at/presse
Bildquellen: Herz-Jesu Krankenhaus GmbH, Wien
Rückfragehinweis:
Mag. Daniela Eberle Herz-Jesu Krankenhaus Marketing & Kommunikation Tel 712 26 84-8604 Mobil 0664/81 90 997 [email protected] www.kh-herzjesu.at
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