- 29.08.2011, 13:17:57
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Perspektiven für Schweinehalter, Sicherheit für Konsumenten
Ländle-Markenprogramm für Qualitätsschweinefleisch wird angestrebt
Bregenz (OTS/VLK) - Die Behörden sind den Anzeigen wegen
Tierschutz-Verletzungen in der Schweinehaltung in Vorarlberg prompt
nachgegangen. Landesrat Erich Schwärzler,
Landwirtschaftskammerpräsident Josef Moosbrugger und
Veterinär-Vorstand Erik Schmid präsentierten heute, Montag, im
Landhaus die Ergebnisse der amtstierärztlichen Überprüfungen der
angezeigten Betriebe und kündigten ein Maßnahmenpaket für die Zukunft
an.
In einem Betrieb erfolgte eine sofortige Tierabnahme wegen grober
Mängel. Bei 13 Betrieben wurden an Auflagen und Fristsetzungen
geknüpfte Strafanträge bzw. Verbesserungsaufträge samt Nachkontrolle
ausgesprochen. Sechs Betriebe waren gemäß den gesetzlichen
Mindeststandards ohne Mängel.
LR Schwärzler kündigte an, dass die Einhaltung der Auflagen und
Verbesserungsaufträge konsequent überprüft werden. Noch im Herbst
sollen alle rund 380 Schweinehaltungsbetriebe in Vorarlberg
kontrolliert werden. Weiters soll durch Finanzierung des Landes im
Rahmen des Tiergesundheitsdienstes dafür gesorgt werden, dass die
Kastration männlicher Schweine künftig nur noch mit Betäubung
geschieht. Und durch ein Vorarlberger Zusatz-Investitionsprogramm
sollen tierfreundliche Stallungen mit erhöhten Förderungssätzen
bedacht werden.
Präsident Moosbrugger sagte, die Landwirtschaftskammer werde die
Beratung für Schweinebauern weiter intensivieren. Zudem werde bis
Ende 2011 ein offener Prozess für ein Ländle-Markenprogramm
"Vorarlberger Qualitätsschweinefleisch" initiiert. An den zuständigen
Bundesminister Alois Stöger ergeht die Forderung nach verpflichtender
Kennzeichnung des Schweinefleisches nach Herkunft und Art der
Tierhaltung gemäß dem Muster der Eierkennzeichnung.
Ziel muss es laut Landesrat Schwärzler sein, "die Produktion von
Lebensmitteln als Mittel zum Leben entsprechend den
Konsumentenwünschen auszurichten und die Wünsche des Marktes
leistungsgerecht für die bäuerlichen Produzenten zu entlohnen.
Handschlagqualität, Produktsicherheit, Konsumentenschutz und
Tierschutz haben dabei Vorrang."
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