ÖAMTC: 79-Jährige überlebt 2 Nächte im Wald

11-stündige Suche in Göstlinger Alpen

Wien (OTS) - "Man muss sich vorstellen: Die Frau ist mit 79 Jahren noch solo in den Bergen unterwegs", freute sich ÖAMTC-Notarzthubschrauber-Pilot Roland Eslitzbichler nach einem Rettungsflug in den Göstlinger Alpen am Sonntagabend. Der Flug war der erfolgreiche Abschluss einer zweitägigen Suchaktion nach der rüstigen Pensionistin.

Die Bergwanderin hatte die Nacht von Donnerstag auf Freitag auf der Ybbstalerhütte am Dürrenstein verbracht. Am Freitag war die 79-Jährige von ihrem Weg abgekommen und hatte, da sie recht professionell ausgerüstet war, biwakiert. Obwohl sie die Nacht im Freien verbringen musste, setzte sie am Samstag ihre Wanderung fort. Dabei stürzte die Wienerin von einem alpinen Wanderweg in steiles Waldgelände ab. Nach ersten Aussagen war sie nach dem Sturz einige Zeit bewusstlos, blieb aber sonst unverletzt. In den wachen Phasen stellte sie fest, dass sie weder vor noch zurück konnte. Da das Handy keinen Empfang bekam, musste sie eine weitere Nacht im Freien verbringen. Sonntagfrüh kam ihr Notruf endlich durch, war aber nicht ganz zu verstehen und wurde immer wieder getrennt

In den Göstlinger Alpen wurde Gebietsalarm ausgerufen und eine großangelegte Suchaktion gestartet. Erschwert wurde die Suche durch die verwirrende Ortsangabe des abgehackten Notrufes. Erst als ein mit Wärmebildkamera ausgestatteter Hubschrauber, ein Flir-Hubschrauber, zu den beiden Polizeihubschraubern zugezogen wurde, konnte die Frau nach 11-stündiger Suche geortet werden. Der Fundort lag 15 Kilometer von der vermuteten Absturzstelle entfernt.

Der ÖAMTC-Notarzthubschrauber Christophorus 15 konnte die Bergsteigerin schließlich mit einem 30-Meter Tau aus dem abschüssigen Waldstück bergen. Sie litt zwar an Unterkühlung, war aber sonst körperlich unversehrt. "Die Zusammenarbeit zwischen Bergrettung, Alpinpolizei und den anderen Hubschraubern funktionierte perfekt", so Eslitzbilchler abschließend.

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Alfred Obermayr

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