"profil": Mensdorff-Pouilly könnte bei Tetron-Deal bis zu 3,7 Millionen Euro kassiert haben

Panamesischer Briefkasten Valurex bekam 2,6 Millionen Euro schweren Provisionsvertrag von Konsortialpartner Motorola

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, könnte Lobbyist Alfons Mensdorff-Pouilly für seine Dienste rund um die Auftragsvergabe des Blaulichtfunknetzes Tetron 2004 bis zu 3,7 Millionen Euro kassiert haben. Neben jenen 1,1 Millionen, welche die Telekom Austria überwies, könnte Mensdorff noch bis zu 2,6 Millionen Euro vom damaligen Tetron-Konsortialpartner Motorola erhalten haben. "profil" liegt ein im Jahr 2005 zwischen einer deutschen Tochter des US-Konzerns und der panamesischen Briefkastengesellschaft Valurex International SA geschlossener Provisionsvertrag vor. Valurex wird Mensdorffs verstorbenen "Wahlonkel" Timothy Landon zugeschrieben. Laut Vertrag sollte der Panama-Briefkasten unter anderem Motorola-Endgeräte bei Österreichs Feuerwehren, Rettungsdiensten und Sicherheitsbehörden "aktiv promoten", die "Kundenzufriedenheit" bei den Abnehmern erheben und Motorola obendrein auch noch in "ökologischen", "rechtlichen" und "administrativen Fragen" beraten. Und nicht nur das: Auch die "Kommunikation" zwischen Innenministerium und Motorola sollte über Valurex laufen. Im Gegenzug gestand Motorola Valurex eine Provision von bis zu fünf Prozent pro tatsächlich verkauften Endgerät zu beteiligen, wobei die Gesamtprovision den Betrag von 2,6 Millionen Euro exklusive Umsatzsteuer nicht überschreiten durfte.

Wie "profil" weiter berichtet wurde vonseiten der ÖVP vergangene Woche massiver Druck auf Telekom-Manager und das Magazin selbst ausgeübt. Und zwar in Zusammenhang mit der von "profil online" berichteten Intervention des Kabinettschefs im Innenministerium Michael Kloibmüller wegen der "zu offensiven" Informationspolitik der Telekom in der Causa Mensdorff. Trotz Dementis bleibt "profil" bei seiner Darstellung.

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