Karlheinz Töchterle: Gemeinsame Konzentration auf ein Mehr an Kooperation

Wissenschafts- und Forschungsminister bei Eröffnung der Alpbacher Technologiegespräche - bekräftigt Appell "Viribus unitis"

Alpbach (OTS) - "Das Bemühen, öffentliche Mittel möglichst effizient einzusetzen und für die Zukunft unseres Landes das Bestmögliche zu tun" sieht Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle als einen der vielfältigen Anknüpfungspunkte zum heurigen Alpbacher Generalthema Gerechtigkeit. Bei der Eröffnung der Alpbacher Technologiegespräche sprach sich der Minister für "die gemeinsame Konzentration auf ein Mehr an Kooperation aus" und nannte als Beispiel den österreichischen Hochschulplan, der derzeit erarbeitet und aktuell auf Basis des am Dienstag präsentierten Expertenberichts diskutiert wird. "Wir müssen beispielsweise die kostenintensive Forschungsinfrastruktur möglichst effizient und abgestimmt einsetzen", so der Minister.

Zentrales Anliegen ist dem Minister die Verbesserung der Studierendensituation. "Wir müssen die Verbindlichkeit des Studierens erhöhen", betonte Töchterle. Die Expertengruppe zum Hochschulplan zeigt auf, dass an den heimischen Universitäten 98.000 Studierende weniger als acht ECTS-Punkte pro Semester absolvieren, sprich maximal einen Tag in der Woche dem Studium widmen. "Wenn wir die Verbindlichkeit erhöhen, wird es uns auch gelingen, die Zahl der Absolventinnen und Absolventen zu erhöhen", ist Töchterle überzeugt. Zur Erhöhung der Verbindlichkeit brauche es den Ausbau der Studienberatung und die Einführung von Zugangsregelungen und Studienbeiträgen.

Zum Thema Studienbeiträge hielt der Minister fest: "Ich bin selbst ein Arbeiterkind und gewiss der Letzte, der einen jungen Menschen am Studium hindern will." Es brauche ein sozial verträgliches Modell, an dem wird im Ministerium gerade gearbeitet. Studienbeiträge würden auch die Möglichkeit bieten, dass ausländische Studierende einen Beitrag zur Finanzierung der österreichischen Universitäten leisten. "Oder ist es gerecht, dass eine Supermarktkassierin mit ihrem Steuergeld das Studium einer Mailänder Millionärstochter mitfinanziert?"

"Die Unis brauchen mehr Mittel, ebenso aber eine Erhöhung der Effizienz", fasste der Minister abschließend zusammen. Er lade alle ein, seine Argumente zu prüfen - "und zu unterstützen, wenn sie schlüssig sind". Töchterle erneuerte seinen Appell: "Viribus unitis -mit vereinten Kräften. Dann kann es und gelingen, den heimischen Standort zu stärken."

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