- 25.08.2011, 15:32:20
- /
- OTS0205 OTW0205
Karlheinz Töchterle: Gemeinsame Konzentration auf ein Mehr an Kooperation
Wissenschafts- und Forschungsminister bei Eröffnung der Alpbacher Technologiegespräche - bekräftigt Appell "Viribus unitis"
Alpbach (OTS) - "Das Bemühen, öffentliche Mittel möglichst
effizient einzusetzen und für die Zukunft unseres Landes das
Bestmögliche zu tun" sieht Wissenschafts- und Forschungsminister Dr.
Karlheinz Töchterle als einen der vielfältigen Anknüpfungspunkte zum
heurigen Alpbacher Generalthema Gerechtigkeit. Bei der Eröffnung der
Alpbacher Technologiegespräche sprach sich der Minister für "die
gemeinsame Konzentration auf ein Mehr an Kooperation aus" und nannte
als Beispiel den österreichischen Hochschulplan, der derzeit
erarbeitet und aktuell auf Basis des am Dienstag präsentierten
Expertenberichts diskutiert wird. "Wir müssen beispielsweise die
kostenintensive Forschungsinfrastruktur möglichst effizient und
abgestimmt einsetzen", so der Minister.
Zentrales Anliegen ist dem Minister die Verbesserung der
Studierendensituation. "Wir müssen die Verbindlichkeit des Studierens
erhöhen", betonte Töchterle. Die Expertengruppe zum Hochschulplan
zeigt auf, dass an den heimischen Universitäten 98.000 Studierende
weniger als acht ECTS-Punkte pro Semester absolvieren, sprich maximal
einen Tag in der Woche dem Studium widmen. "Wenn wir die
Verbindlichkeit erhöhen, wird es uns auch gelingen, die Zahl der
Absolventinnen und Absolventen zu erhöhen", ist Töchterle überzeugt.
Zur Erhöhung der Verbindlichkeit brauche es den Ausbau der
Studienberatung und die Einführung von Zugangsregelungen und
Studienbeiträgen.
Zum Thema Studienbeiträge hielt der Minister fest: "Ich bin selbst
ein Arbeiterkind und gewiss der Letzte, der einen jungen Menschen am
Studium hindern will." Es brauche ein sozial verträgliches Modell, an
dem wird im Ministerium gerade gearbeitet. Studienbeiträge würden
auch die Möglichkeit bieten, dass ausländische Studierende einen
Beitrag zur Finanzierung der österreichischen Universitäten leisten.
"Oder ist es gerecht, dass eine Supermarktkassierin mit ihrem
Steuergeld das Studium einer Mailänder Millionärstochter
mitfinanziert?"
"Die Unis brauchen mehr Mittel, ebenso aber eine Erhöhung der
Effizienz", fasste der Minister abschließend zusammen. Er lade alle
ein, seine Argumente zu prüfen - "und zu unterstützen, wenn sie
schlüssig sind". Töchterle erneuerte seinen Appell: "Viribus unitis -
mit vereinten Kräften. Dann kann es und gelingen, den heimischen
Standort zu stärken."
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung Minoritenplatz 5, 1014 Wien
Presse: Mag. Elisabeth Grabenweger
Tel.: +43 1 531 20-9014
mailto:elisabeth.grabenweger@bmwf.gv.at
www.bmwf.gv.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | MWF