Causa Telekom - BZÖ-Bucher kündigt Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft an

Im BZÖ-Neu hat Korruption keinen Platz

Wien (OTS) - BZÖ-Bündnisobmann Josef Bucher kündigte heute im Rahmen einer Pressekonferenz eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft in Zusammenhang mit den Telekom-Korruptionsvorwürfen an. "Im BZÖ-Neu unter meiner Führung haben Korruption oder ähnliche Machenschaften keinen Platz. Ich habe als jetziger Chef des BZÖ nach dem Bekanntwerden der Vorwürfe sofort den Auftrag gegeben, alle Unterlagen aus dem genannten Zeitraum 2006 zu sichten. Wir sind bereit, gegenüber der Korruptionsstaatsanwaltschaft alle Unterlagen offenzulegen. Es ist in meinem größten Interesse, alle möglichen Vorgänge in der damaligen Zeit, in der ich für das BZÖ keine Verantwortung getragen habe, aufzuklären", betonte Bucher, der sich über die aktuellen Vorwürfe erschüttert zeigte.

Der BZÖ-Chef erklärte, dass es nach Durchsicht der Bücher keine Geschäftsbeziehung des BZÖ zur Telekom gegeben habe. Es habe eine Geschäftsbeziehung zwischen der Orange Werbeagentur und der Werbeagentur Schmied gegeben, aus der jedoch keine Summe von 600.000 Euro hervorgeht sondern die Hälfte. Ein konkreter diesbezüglicher Leistungsumfang sei aus den Unterlagen jedoch nicht ersichtlich. "Wir haben keine anderen Instrumente zur Verfügung, als sorgsam zu recherchieren. Denn die damals handelnden Personen, wie Generalsekretär Scheuch und Bundesgeschäftsführer Eccher, sind heute bei der FPÖ. Das ist System FPÖ und hat mit dem gegenwärtigen BZÖ-Neu unter meiner Führung nichts zu tun", betonte Bucher.

Bucher wies auch darauf hin, dass das BZÖ die Parteifinanzen aus den Jahren 2005, 2006 und 2007 von dem renommierten Institut Deloitte freiwillig prüfen habe lassen und keinerlei Unregelmäßigkeiten festgestellt werden konnten. "Ich kann nicht wissen, was drei Jahre vor meiner Amtszeit im BZÖ passiert ist. Ich sichere jedoch den ermittelnden Behörden vollste Kooperation und Transparenz zu. Wenn es zu Zahlungen an das BZÖ gekommen sein sollte, die dem BZÖ nicht zustehen, dann werden diese zurückgezahlt. Ich lasse mir das BZÖ-Neu durch mögliche frühere Malversationen anderer Verantwortlichen sicher nicht kaputt machen", bekräftigte der BZÖ-Chef.

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