• 23.08.2011, 13:49:36
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Hochschulplan - Karlheinz Töchterle: Gemeinsam an starkem österreichischen Hochschulstandort arbeiten

Experten präsentieren ihren Bericht "Zur Entwicklung und Dynamisierung der österreichischen Hochschullandschaft: eine Außensicht"

Andrea Schenker-Wiki und Eberhard Menzel überreichen Wissenschaftsminister Töchterle ihren Bericht

Wien (OTS) - "Zur Entwicklung und Dynamisierung der
österreichischen Hochschullandschaft: eine Außensicht" - unter diesem
Titel haben drei namhafte Hochschulexpert/innen seit Februar an einem
Bericht zum österreichischen Hochschulplan gearbeitet, der in die
laufenden Arbeiten einfließen wird. Andrea Schenker-Wicki
(Universität Zürich), Antonio Loprieno (Universität Basel, Präsident
der Schweizerischen Rektorenkonferenz) und Eberhard Menzel
(Hochschule Ruhr West) haben dabei das heimische Hochschul- und
Forschungssystem analysiert und entsprechende Empfehlungen
erarbeitet. "Der Bericht bietet wertvolle Impulse für die laufenden
Arbeiten am Hochschulplan. Wir müssen gemeinsam an einem starken und
international glänzenden Hochschulstandort arbeiten", so
Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle bei der
Präsentation des Berichts durch Andrea Schenker-Wicki und Eberhard
Menzel im Wissenschaftsministerium.

"Der Österreichische Hochschulraum zeichnet sich durch eine wertvolle
Vielfalt aus, die auch weiterhin erhalten bleiben muss. Wir brauchen
viele (forschungs)starke Universitäten und gut ausgebaute
Fachhochschulen", stellte der Minister außer Frage. "Aber als kleines
Land müssen wir diese Vielfalt bündeln, um Stärken zu stärken,
Ressourcen optimal einzusetzen und auch international mithalten zu
können. Dazu braucht es einen Gesamtüberblick, entsprechende
Rahmenbedingungen und ein Mehr an Kooperation. Genau das ist das Ziel
des Österreichischen Hochschulplans", so Töchterle.

"Der Expertenbericht bietet ein breites Spektrum an wertvollen
Impulsen - von A wie Autonomie bis Z wie Zusammenarbeit", so
Töchterle weiter. Welche Maßnahmen konkret umgesetzt werden, gelte es
mit sämtlichen Hochschulpartnern zu diskutieren und abzuwägen und
schließlich von der Politik zu entscheiden.

Folgende Empfehlungen der Experten sind dem Minister ein besonderes
Anliegen:
- Entwicklung einer Gesamt-Strategie für den Hochschulraum
- Gründung eines Koordinierungsgremiums
- Quantitativer Ausbau des Fachhochschulsektors
- Qualitative Stärkung des Universitätssektors
- Inaktive Studierende besser in die Studien integrieren, Senkung der
Drop-Out-Rate und Erhöhung der Absolvent/innenzahlen. Erhöhung der
Verbindlichkeit des Studierens durch Ausbau der Studienberatung,
Einführung von Studienbeiträgen und geregeltem Hochschulzugang.
- Studienplatzfinanzierung inkl. Grundfinanzierung der Forschung
(Universitäten)
- Stärkerer Fokus auf Strukturförderung in der Forschung
(Exzellenzcluster), Ausbau FWF-Finanzierung
- Standardisierung und Verschlankung von Reportingstrukturen

Zum weiteren Fahrplan hielt der Minister entsprechend seinem Motto
"Viribus unitis" fest: "Mir ist es wichtig, den Hochschulplan
gemeinsam mit den Hochschulen und sämtlichen Hochschulpartnern zu
entwickeln." Der Bericht, der sämtlichen Hochschulpartnern bereits
zur Verfügung gestellt wurde, wird daher in den kommenden Wochen
diskutieren werden und in die laufenden Arbeiten der vier
Teilprojektgruppen im Wissenschaftsministerium einfließen. Die
Arbeiten in den vier Teilprojektgruppen (Bauleitplan,
Forschungsinfrastruktur/Internationales, Koordinationsmaßnahmen und
Kapazitätsorientierte Universitätsfinanzierung/
Studienplatzfinanzierung) sind bereits weit fortgeschritten,
informierte Generalsekretär Mag. Friedrich Faulhammer, der die
Gesamtkoordination inne hat. Ziel ist es, dass bis Ende des Jahres
Eckpunkte des Hochschulplans stehen. "Fertig" werde dieser Bericht
nie sein können, "weil sich der Hochschulraum laufend
weiterentwickelt. Und genau diese Weiterentwicklung gilt es aktiv zu
gestalten auf Basis des Hochschulplans." Die Maßnahmen sollen dann
laufend umgesetzt werden und finden vor allem auch Eingang in die
kommenden Leistungsvereinbarungen (2013 - 2015).

Der Minister bedankte sich abschließend bei den Expert/innen für
deren fundierte Außensicht und Arbeiten, sowie bei allen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Wissenschaftsministerium, die
derzeit mit den Arbeiten am Hochschulplan beteiligt sind.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung Minoritenplatz 5, 1014 Wien
Presse: Mag. Elisabeth Grabenweger
Tel.: +43 1 531 20-9014
mailto:[email protected]
www.bmwf.gv.at

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