• 23.08.2011, 09:19:56
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ÖAMTC: Wer billig fliegt, fliegt oft teuer - versteckte Gebühren bei Fluglinien (+ Grafik)

Club-Touristik präsentiert Übersicht der Zusatzgebühren von zehn europäischen Airlines

Wien (OTS) - Nicht immer ist der Flug am günstigsten, bei dem auf
den ersten Blick das billigste Ticket angeboten wird. Der Preis kann
sich - je nach Anspruch - schnell verdoppeln. "Mittlerweile hat sich
ein regelrechter Zusatzgebühren-Dschungel entwickelt. Um den
Passagieren einen Überblick zu geben, hat die ÖAMTC-Touristik die
Zusatzkosten von zehn europäischen Airlines ermittelt und miteinander
verglichen", erklärt ÖAMTC-Reiseexpertin Cornelia Schwarz. Es wurde
jeweils der günstigste Flugtarif von airberlin/Niki, Air France,
Alitalia, Austrian Airlines, easyJet, British Airways, Germanwings,
InterSky, Lufthansa und Ryanair ausgewählt. Tarife mit
Zusatzleistungen, Spezialkonditionen, Bonusprogramme und
Sonderangebote wurden nicht berücksichtigt.

Die Zusatzgebühren sind nicht bei jeder Airline auf den ersten
Blick zu finden. Häufig verstecken sich die Hinweise in seitenlangen
Allgemeinen Geschäftsbedingungen, Tarifbestimmungen oder den häufig
gestellten Fragen (FAQ). "Den besten Überblick hat man bei Ryanair,
InterSky und Germanwings. Diese Linien bieten auf ihren Websites
eigene Übersichtstabellen an", hält die ÖAMTC-Touristikerin fest.

* Gepäckgebühren: Extrakosten für jedes Gepäckstück sind derzeit bei
easyJet, Germanwings und Ryanair zu bezahlen. "Wer seinen Koffer
bereits bei der Buchung voranmeldet, zahlt halb so viel wie bei der
Anmeldung beim Check-In am Flughafen. Die Kosten variieren je nach
Fluggesellschaft bei Voranmeldung zwischen zehn und 20 Euro, bei
späterer Anmeldung zwischen 20 und 35 Euro pro Gepäckstück", erklärt
die ÖAMTC-Reisexpertin. Zusätzlich erhöht Ryanair in der Hochsaison
zwischen Juni und Ende September sowie zwischen Weihnachten und
Silvester die Koffergebühr um bis zu zehn Euro. Auch über die
Höchstgewichte sollte man sich schlau machen, die je nach Fluglinie
zwischen 15 und 23 kg variieren, ebenso über die Anzahl an Koffern,
die man mitnehmen darf. Bei Austrian Airlines ist beispielsweise seit
Sommer nur noch ein Koffer mit maximal 23 kg erlaubt - früher waren
es zwei Stück mit zusammen maximal 20 kg.

* Buchung: Die meisten der vom ÖAMTC verglichenen Fluglinien
verrechnen bei der Buchung die so genannte "service charge", eine
Gebühr deren Höhe sich nach der Buchungsart richtet. "Bei
Internetbuchung können je nach Gesellschaft zwischen sechs und 15
Euro anfallen. Wenn man sein Ticket hingegen telefonisch oder am
Flughafenschalter bucht, sind bis zu 45 Euro zu bezahlen", schildert
die ÖAMTC-Expertin. Ryanair geht sogar soweit, für den
Online-Check-In eine Gebühr von sechs Euro zu verlangen, die bei der
Buchung zwischen den Steuern und Gebühren gelistet ist und daher kaum
wahrgenommen wird. "Bei den meisten Fluggesellschaften haben sich
auch Gebühren für die Kreditkartenzahlung eingebürgert, die sich
zwischen fünf und acht Euro bewegen. Dem kann man kaum entkommen,
weil es oft keine andere Zahlungsvariante gibt", kritisiert die
ÖAMTC-Reiseexpertin.

* Sitzplatz: Bei einigen Airlines ist es möglich, schon bei der
Flugbuchung den Lieblingsplatz zu reservieren. Kostenlos ist dieser
Service allerdings nicht. "Bei Ryanair und easyJet gibt es hingegen
keine vorgegebenen Sitzplätze. Als Ausgleich bieten beide
Gesellschaft gegen ein Entgelt von fünf bis mindestens zehn Euro pro
Strecke 'bevorzugtes Einsteigen' an", erklärt die
ÖAMTC-Touristikerin. Wer dafür nicht zahlen will, sollte sich bei
diesen Linien rechtzeitig zum Boarding begeben. "Wer zuletzt
einsteigt muss sich nämlich mit den Restplätzen begnügen und sitzt
unter Umständen weit vom Reisepartner entfernt."

* Storno: Gerade bei günstigen Flugtickets erfolgt der Kauf oft lange
Zeit vor der Reise. Dadurch steigt die Chance, dass etwas
Unvorhergesehenes passiert und die Buchung storniert werden muss.
"Die reinen Flugkosten werden bei günstigen Flugtarifen in der Regel
nicht rückerstattet. Steuern, Gebühren und die Flugabgabe fallen
hingegen nur an, wenn der Passagier tatsächlich mitfliegt und können
daher zurückgefordert werden", erklärt die ÖAMTC-Reiseexpertin.
Allerdings passiert es immer öfter, dass die dafür anfallende
Bearbeitungsgebühr so hoch ist, dass praktisch nichts mehr von den
bezahlten Taxen übrig bleibt. Am tiefsten muss man dafür bei InterSky
in die Tasche greifen, wo pro Person und Strecke 75 Euro zuzüglich
Bankgebühren und Spesen anfallen. Kostenlos gibt es die
Rückerstattung hingegen bei easyJet, Germanwings und Alitalia.
"Besonders ärgerlich ist, dass die Infos zur Rückerstattung meist
sehr schwer in den Geschäfts- und Beförderungsbedingungen zu finden
sind", kritisiert Schwarz. "Man sollte sich auf jeden Fall noch vor
der Buchung eingehend bei der Fluglinie über die Storno- und
Umbuchungsmodalitäten informieren." Um die Rückerstattung der Steuern
und Gebühren bei Flugstorno zu erleichtern, gibt es auf der Homepage
des ÖAMTC ein Musterschreiben. Gemeinsam mit weiteren Infos zum Thema
Flugreisen steht das Formular unter www.oeamtc.at/reiseratgeber zum
Download bereit.

Aviso an die Redaktionen:
Eine Grafik zu dieser Aussendung sind unter www.oeamtc.at/presse
abrufbar.

Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Stefan Tschernutter
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at

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