• 22.08.2011, 16:06:31
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"KURIER"-Kommentar von Philipp Hacker: "Planlose Uni-Politik"

Die Ideen sprießen täglich - doch die Regierung lässt Reform-Debatten nicht zu.

Wien (OTS) - Es wird eine Pausen-Show bleiben im Sommertheater um
die Unis: Günther Platter kann sich einen Numerus clausus nach
deutschem Vorbild vorstellen, Karlheinz Töchterle nicht - Ende der
Debatte, noch bevor diese sachlich werden kann. Und die Regierung
erklären muss, was am jetzigen Uni-Chaos so viel besser sein soll als
am geregelten Zugang mit dem (zugegeben subobtimalen)
Aufnahmekriterium Maturazeugnis.
Unabhängig vom Inhalt: Platters Vorstoß verdeutlicht nicht nur
das Durcheinander der ÖVP in Bildungsfragen. Er zeigt auch, dass
mittlerweile viele Mittel recht scheinen, um den koalitionären
Stillstand zu beenden.
So sprießen täglich die Ideen - siehe Platter, die Forderung des
Rektors Bast nach billigen Krediten für die Unis oder den oft
ventilierten "Abtausch" Gesamtschule gegen Zugangshürden. Die
Vorschläge mögen halbgar sein, hätten sich aber zumindest eine
Diskussion verdient. Zur Abwechslung ohne Ideologie-Keule.
Heute bekommt die Regierung den nächsten Input von außen:
Internationale Experten präsentieren (in Töchterles Auftrag) ihre
Ideen für einen heimischen Hochschul-Plan der Zukunft. Daraus sollte
doch auch die planloseste Politik etwas machen können.

Rückfragehinweis:
KURIER, Innenpolitik
Tel.: (01) 52 100/2649
mailto:[email protected]
www.kurier.at

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