• 22.08.2011, 12:57:33
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VP-Marek: Stadt Wien spielt Fremdwährungskreditrisiko fahrlässig herunter

ÖVP Wien bringt schriftliche Anfrage zu Schweizer Franken Krediten ein

Wien (OTS) - Als "fahrlässig" bezeichnete heute ÖVP Wien
Landesparteiobfrau Christine Marek die Tatsache, dass die Stadt Wien
das Fremdwährungskreditrisiko in Schweizer Franken bewusst herunter
spiele. "Die Vergangenheit hat klar gezeigt, dass das
Fremdwährungsrisiko nicht nur virtuell, sondern auch in der Realität
existiert", so Marek. Schließlich weise der Rechnungsabschluss für
2010 diesbezüglich Kursverluste von über 200 Millionen Euro aus. "Wir
kritisieren deshalb auch einmal mehr die mangelnde Lernfähigkeit der
Stadtregierung, die wieder einmal erst im allerletzten Moment auf die
Entwicklungen rund um die Causa 'Frankenkredite' reagiert." Bereits
2010 warnten Experten die Gemeinden vor einem diesbezüglichen
weiteren Engagement. Trotzdem nahm die Stadtregierung auch 2010
weitere Fremdwährungskredite auf.

Kritik übt Marek auch an der "bodenlose Heuchelei" der Wiener SPÖ.
"In Sonntagsreden und von der Tribüne des Maiaufmarsches aus
polemisieren die Wiener Genossen Jahr für Jahr gegen die
Finanzwirtschaft, Spekulanten und undurchschaubare Finanzgeschäfte
und dann nützt gerade die Stadtregierung des roten Wien selbst solche
mehr oder weniger spekulativen Finanzmarktinstrumente. Es ist eine
bodenlose Heuchelei, dass Wiener SPÖ-Politiker immer wieder genau das
praktizieren, was sie im politischen Tagesgeschäft vehement
kritisieren."

Die ÖVP Wien werde jedenfalls in dieser Angelegenheit eine
schriftliche Anfrage einbringen, in der Details zu den
Fremdwährungsgeschäften in Erfahrung gebracht werden sollen. Unter
anderem wird gefragt: "Warum wurden Fremdwährungskredite(-anleihen)
(in Schweizer Franken) auch im Jahr 2010 aufgenommen, insbesondere
vor dem Hintergrund der Tatsache, dass Experten und Fachinstitutionen
zu diesem Zeitpunkt vor der Aufnahme weiterer "Frankenkredite"
gewarnt hatten und sich insbesondere im Jahr 2010 die schon zuvor
beobachtbare ungünstige Wechselkursentwicklung durch die Stärkung des
Schweizer Franken weiter rapide zu Lasten des Kreditnehmers Gemeinde
Wien massiv verschlechterte?" Weiters werde gefragt, ob die Stadt
Wien einen "Fall Linz" ausschließen könne, wo durch missglückte
Zinssicherungsgeschäfte einen riesiger Millionenschaden entstanden
ist.

Rückfragehinweis:
ÖVP Wien - Pressestelle
Tel.: (01) 515 43 - 940, Fax:(01) 515 43 - 929
mailto:presse@oevp-wien.at
http://www.oevp-wien.at

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