Ganz im Leben - Österreichische Plattform für seelische und körperliche Gesundheit

Wien (OTS) - Folge 1: Transplantationswesen in Österreich

Schwere Erkrankungen von Herz, Nieren, Leber oder Lunge, die zum Organversagen führen, können Menschen jeden Alters betreffen und bringen mitunter massive Einschränkungen der Lebensqualität mit sich. Nierenerkrankte müssen beispielsweise dreimal wöchentlich für mehrere Stunden zur Dialyse, Lungen- oder Herzkranke kämpfen mit Atemproblemen. Wenn alle medizinischen Therapien ausgeschöpft sind, hilft bei irreparablen Schäden nur mehr eine Organtransplantation. Dank enormer medizinischer Fortschritte in den letzten Jahren sind Organtransplantationen zwar inzwischen zu Routineeingriffen geworden, an die Betroffenen stellt der Behandlungsprozess dennoch sehr hohe physische und psychosoziale Anforderungen. In der ersten Ausgabe des Themenservice der Initiative "Ganz im Leben" steht das Transplantationswesen im Mittelpunkt.

Im Bereich Transplantationsmedizin zählt Österreich zu den "Spitzenländern" in Europa, sowohl was die Qualität der medizinischen Betreuung, als auch die Quantität betrifft. Organtransplantationen werden in Österreich an fünf Standorten durchgeführt. Dies sind die drei Universitätskliniken in Wien, Graz und Innsbruck sowie das AKH Linz und das Krankenhaus der Elisabethinen in Linz. Die drei Universitätskliniken transplantieren grundsätzlich alle in Frage kommenden Organe (Niere, Leber, Lunge, Pankreas und Herz). Auch Transplantationen von Darm und Inselzellen werden in Österreich durchgeführt. Vor kurzem wurde der Jahresbericht 2010 des Koordinationsbüros für das Transplantationswesen veröffentlicht. Demnach wurden im Jahr 2010 hierzulande Organtransplantationen in folgender Häufigkeit durchgeführt: Niere (350), Leber (138), Lungen (114), Herz (69), Bauchspeicheldrüse (31).1

Spendenaufkommen: Österreich zählt zur EU-Spitze

Österreich war, was das Spenderaufkommen betrifft, die letzten 15 Jahre abwechselnd mit Belgien an der zweiten Stelle (durchschnittlich 23 Spender pro Million Einwohner und Jahr) hinter Spanien (durchschnittlich 33 Spender pro Million Einwohner und Jahr). Inzwischen haben Portugal und Frankreich, aber auch Kroatien stark aufgeholt und sind in das Spitzenfeld vorgerückt. Im Hinblick auf die Zahl der Transplantationen pro Million Einwohner und Jahr über alle Organe hinweg ist Österreich nach wie vor Nummer eins, da hierzulande von den vorhandenen Spendern sehr viele Organe akzeptiert und auch erfolgreich transplantiert werden und zusätzlich auch Lungen aus dem benachbarten Ausland (Ungarn) zur Verfügung stehen, die die hohe Frequenz zusätzlich unterstützen. "Diese Zahlen belegen eindrucksvoll, dass die Organtransplantation als Standardtherapie von Organversagen im Endstadium akzeptiert ist. Was die Qualität betrifft, so befinden sich die Patienten- und Organtransplantat-Überlebensdaten immer im Spitzenfeld der jeweiligen Registerdaten. Man kann also mit Recht behaupten, dass Österreich eine gute Platzierung einnimmt, sowohl qualitativ als auch quantitativ", so Univ.-Prof. Dr. Ferdinand Mühlbacher, Vorstand der Wiener Universitätsklinik für Chirurgie und Leiter der Abteilung Transplantation der Medizinischen Universität Wien [...].

Das Themenservice der Initiative Ganz im Leben - Österreichische Plattform für seelische und körperliche Gesundheit finden Sie zum kostenfreien Download unter www.welldone.at bzw. können Sie unter pr@welldone.at bestellen.

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