- 09.08.2011, 11:47:29
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Positives 1. Halbjahr 2011 für Boehringer Ingelheim - neues Wachstum durch innovative Medikamente / Pradaxa(R) in der EU zugelassen
Wien (OTS) - Das Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim ist im
ersten Halbjahr 2011 in lokaler Währung wieder gegenüber dem Vorjahr
gewachsen (+ 4 Prozent). Konsolidiert auf Euro-Basis ergab sich
aufgrund von Währungskurseffekten ein Wachstum von 2,6 Prozent mit
Gesamterlösen von 6,4 Milliarden Euro gegenüber 6,2 Milliarden Euro
im ersten Halbjahr des Vorjahres.
"Wir freuen uns, dass sich Boehringer Ingelheim, insbesondere auch
durch die Marktreife innovativer Präparate, entsprechend unserer
Erwartungen positiv weiterentwickelt", betonte Prof. Dr. Andreas
Barner, Sprecher der Unternehmensleitung. "Unsere Vision - Werte
schaffen durch Innovation - bewährt sich dabei nachhaltig als Basis
für unser Unternehmen".
Insgesamt betrugen die Erlöse mit verschreibungspflichtigen
Medikamenten im ersten Halbjahr 4,9 Milliarden Euro und bewegen sich
damit auf Vorjahresniveau. Währungsbereinigt und unter
Berücksichtigung struktureller Geschäftsbedingungen (z. B. Auslauf
der Exklusivität von Präparaten in den USA und Deutschland) zeigt das
Geschäft einen Zuwachs von zehn Prozent, insbesondere in den USA,
Japan und Kanada. Rund 60 Prozent der Erlössteigerung gegenüber dem
Vorjahr tragen die Neueinführungen von Pradaxa(R)
(Gerinnungshemmer), Twynsta(R) (Blutdrucksenker) und Tradjenta(R)
(Diabetes-Präparat) bei. Aber auch bewährte verschreibungspflichtige
Präparate wie Spiriva(R) und Micardis(R) verzeichneten mit einem
Wachstum von zehn bzw. elf Prozent eine deutliche Steigerung.
"Die erste Hälfte des Geschäftsjahres 2011 ist für Boehringer
Ingelheim umsatzseitig geprägt durch erfolgreiche Neueinführungen.
Eine insgesamt gute Ertragslage hat es uns ermöglicht, wiederum
höhere Investitionen in Forschung und Entwicklung zu tätigen, auch
wenn sich belastende Eingriffe der Gesetzgeber in die Preisgestaltung
verschreibungspflichtiger Medikamente negativ ausgewirkt haben",
erläuterte Hubertus von Baumbach, verantwortliches Mitglied der
Unternehmensleitung für Finanzen. Das Betriebsergebnis habe sich im
ersten Halbjahr erwartungsgemäß über dem Vergleichszeitraum des
Vorjahres entwickelt.
Die Umsätze im Selbstmedikationsgeschäft betrugen 667 Millionen
Euro. In lokalen Währungen war dies ein Wachstum von elf Prozent
gegenüber den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Der erfreulichen
Erlössteigerung der Erkältungspräparate in Europa stand ein
gebremstes Wachstum des Selbstmedikationsgeschäftes in Japan (- 6
Prozent in lokalen Währungen) gegenüber. Der seit längerem
stagnierende Selbstmedikationsmarkt wurde außerdem von den Folgen des
Erdbebens und des Tsunami negativ beeinflusst.
In den Schwellenländern konnte Boehringer Ingelheim seine Erlöse
im Humanpharmageschäft insgesamt um etwa zwölf Prozent auf 890
Millionen Euro steigern. Hierbei waren China, Russland, Venezuela und
Mexiko die am stärksten wachsenden Gesellschaften.
Im Industriekundengeschäft wurden im ersten Halbjahr 2011 Erlöse
von 332 Millionen Euro und somit 13 Prozent mehr als im
Vorjahreszeitraum erzielt. Diese Entwicklung ist vor allem auf
Umsatzzuwächse in der Entwicklung und Herstellung von
Biopharmazeutika für Drittkunden zurückzuführen, während das übrige
Drittkundengeschäft um neun Prozent zurückging.
Das Tiergesundheitsgeschäft erzielte im ersten Halbjahr 2011
Gesamterlöse von 468 Millionen Euro und ist damit um drei Prozent in
lokaler Währung gegenüber dem Vorjahreshalbjahr gewachsen. Der
wesentliche Wachstumstreiber war erneut der innovative
Schweineimpfstoff Ingelvac(R) CircoFLEX mit einem Erlöszuwachs von
zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Weitere Fortschritte machten die neuen Substanzen aus der eigenen
Forschung und Entwicklung, betonte Prof. Andreas Barner. Eine Reihe
neuer biologischer und chemischer Wirkstoffe wurde von der Präklinik
in die klinische Entwicklung überführt. Aber auch Substanzen in den
späten Entwicklungsphasen würden wie geplant vorangetrieben.
Dabei hat der neuartige orale direkte Gerinnungshemmer Pradaxa(R)
(Dabigatranetexilat) einen weiteren wichtigen Meilenstein erreicht:
Er wurde EU-weit zur Vorbeugung von Schlaganfällen und systemischen
Embolien bei Patienten mit Vorhofflimmern zugelassen. Millionen
Patienten mit Vorhofflimmern in Europa könnten jetzt von diesem neuen
Medikament profitieren, dessen EU-Zulassung zur
Schlaganfallvorbeugung als der größte Fortschritt in der
gerinnungshemmenden Therapie seit über 50 Jahren gilt. Außerhalb der
EU wurde Dabigatranetexilat bereits zur Vorbeugung von Schlaganfällen
bei Vorhofflimmern in den USA, Kanada, Japan und anderen Ländern auf
vier Kontinenten zugelassen.
Des Weiteren wurde Linagliptin, ein
Dipeptidylpeptidase-4-Inhibitor (DPP-4-Inhibitor), bereits von den
Behörden in den USA (als Tradjenta(R)) und Japan (als Trazenta(R))
zugelassen. Es ist die erste Substanz aus der Diabetes-Allianz von
Boehringer Ingelheim und Lilly und wurde als eine einmal täglich
einzunehmende Tablette zur Behandlung von Erwachsenen mit
Typ-2-Diabetes entwickelt. Der wissenschaftliche Ausschuss der
Europäischen Arzneimittel-Agentur (Committee for Medicinal Products
for Human Use, CHMP) hat im Juni 2011 die Zulassung von Linagliptin
(geplanter Markenname Trajenta(R)) empfohlen.
Die Personalkapazität des internationalen Unternehmensverbandes
lag zum 30.06.2011 bei 42.486 und erhöhte sich somit um 4,8 Prozent
(+ 1.957 Personalkapazitäten) im Vergleich zum ersten Halbjahr des
Vorjahres.
Rückfragehinweis:
Boehringer Ingelheim RCV GmbH & Co KG Dr.-Boehringer-Gasse 5 - 11, A-1120 Wien Mag. Inge Homolka Kommunikation Tel.: 01 80105-2230 mailto:ingeborg.homolka@boehringer-ingelheim.com Mag. Matthias Sturm Leiter Kommunikation Tel.: 01 80105-2742 mailto:matthias.sturm@boehringer-ingelheim.com
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