• 08.08.2011, 16:05:31
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"KURIER"-Kommentar von Karin Leitner: "Nicht blaumachen"

SPÖ und ÖVP sollten aus Straches Turbulenzen keine falschen Schlüsse ziehen.

Wien (OTS) - Dirty Campaigning gegen die FPÖ" beklagt
Heinz-Christian Strache wieder einmal - weil Medien über das
berichten, was sich in der FPÖ tut. Dirty ist etwas anderes: Dem
wegen Korruption (nicht rechtskräftig) verurteilten Uwe Scheuch wird
die Mauer gemacht. Und Martin Graf, Exponent der Ultrarechten in den
freiheitlichen Reihen, mokierte sich darüber, dass mit Werner
Königshofer einer der Ultrarechten aus der Partei ausgeschlossen
werden soll. Derlei Negativ-Schlagzeilen könnte Strache vermeiden,
indem er das zeigt, was ein Frontmann haben muss: Autorität. Mit
einer solchen hätte er Scheuch dazu bewegen müssen, zurückzutreten.
Mit einer solchen hätte er die Ewiggestrigen in der Partei längst
entmachtet. Solange er die gewähren lässt und als selbst ernannter
Guru der Anständigen Unanständige verteidigt, wird er nicht
erreichen, was er will: sich als potenzieller Regierungspartner
präsentieren.
Grund zur Freude haben die jetzigen Regierenden ob Straches
Turbulenzen aber nicht. Nach wie vor liegt die FPÖ in den Umfragen
gut, die nächste Wahl ist weit, die Schulden-Krise nicht überstanden.
Blaumachen dürfen Rot und Schwarz kurzfristig erst dann, wenn sie
Strache 2013 auf den dritten Platz verwiesen haben.

Rückfragehinweis:
KURIER, Innenpolitik
Tel.: (01) 52 100/2649
mailto:[email protected]
www.kurier.at

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