• 07.08.2011, 08:00:31
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"profil": Telekom-Aktienaffäre: Rudolf Fischer wusste von Kursmanipulation

Justiz ließ Ex-Vorstand vergangene Woche zur Einvernahme vorführen

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, hat nun auch der frühere
Telekom-Austria-Vorstand Rudolf Fischer zugegeben, von
Kursmanipulationen in Zusammenhang mit dem Aktienoptionsplan des
Unternehmens 2004 gewusst zu haben. Fischer wurde Dienstag
vergangener Woche von Beamten des Bundesamtes zur
Korruptionsbekämpfung und Korruptionsprävention (BAK) auf Grundlage
einer Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien zur "sofortigen
Vernehmung" vorgeführt. Nach Informationen aus Justizkreisen hat
Fischer bei seiner Einvernahme beteuert, mit der Beauftragung des
Brokerhauses Euro Invest selbst "nichts zu tun" gehabt zu haben. Sehr
wohl jedoch habe er "im Nachhinein" davon erfahren.

Nach "profil" vorliegenden Informationen sollen nun auch die
früheren Konzernvorstände Heinz Sundt, Boris Nemsic und Stefano
Colombo wegen des Verdachts der Untreue einvernommen werden.

Wie ausführlich berichtet, hat Euro-Invest-Gründer Johann Wanovits
jüngst gegenüber der Justiz ausgesagt, der frühere Telekom-Manager
Gernot Schieszler habe ihn 2004 beauftragt, den Kurs der
Telekom-Aktie zu beeinflussen, um so ein 8,7 Millionen Euro schweres
Prämienprogramm für rund 100 Telekom-Führungskräfte zu sichern.

Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502

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