"profil": Telekom-Aktienaffäre: Rudolf Fischer wusste von Kursmanipulation

Justiz ließ Ex-Vorstand vergangene Woche zur Einvernahme vorführen

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, hat nun auch der frühere Telekom-Austria-Vorstand Rudolf Fischer zugegeben, von Kursmanipulationen in Zusammenhang mit dem Aktienoptionsplan des Unternehmens 2004 gewusst zu haben. Fischer wurde Dienstag vergangener Woche von Beamten des Bundesamtes zur Korruptionsbekämpfung und Korruptionsprävention (BAK) auf Grundlage einer Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien zur "sofortigen Vernehmung" vorgeführt. Nach Informationen aus Justizkreisen hat Fischer bei seiner Einvernahme beteuert, mit der Beauftragung des Brokerhauses Euro Invest selbst "nichts zu tun" gehabt zu haben. Sehr wohl jedoch habe er "im Nachhinein" davon erfahren.

Nach "profil" vorliegenden Informationen sollen nun auch die früheren Konzernvorstände Heinz Sundt, Boris Nemsic und Stefano Colombo wegen des Verdachts der Untreue einvernommen werden.

Wie ausführlich berichtet, hat Euro-Invest-Gründer Johann Wanovits jüngst gegenüber der Justiz ausgesagt, der frühere Telekom-Manager Gernot Schieszler habe ihn 2004 beauftragt, den Kurs der Telekom-Aktie zu beeinflussen, um so ein 8,7 Millionen Euro schweres Prämienprogramm für rund 100 Telekom-Führungskräfte zu sichern.

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