Sieben gängige Alkotester im ÖAMTC-Check (Teil 1, +Foto)

Herantrinken an 0,5 Promillegrenze ist der falsche Weg

Wien (OTS) - Der ÖAMTC hat sieben gängige Alkotester unter die Lupe genommen und auf ihre Tauglichkeit geprüft. "Bei einem ähnlichen Test vor einigen Jahren schnitten alle getesteten Geräte noch durchwegs schlecht ab", resümiert ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl. "Der aktuelle Test hat gezeigt, dass es durchaus auch einige alltagstaugliche Geräte gibt."

Bis auf das früher auch von der Polizei verwendete "berühmte" Röhrchen, waren alle - im Internet erhältlichen - getesteten Geräte batteriebetriebene elektronische Handgeräte, die nach einem kräftigen Pusten einen Wert anzeigen. Mit den teureren Geräten (70 bis 150 Euro) Alcoscan AL6000, Alcoscan AL9000 und Sanomed Alkoholtester wurden gute Resultate erzielt. "Der Alcoscan AL9000 lag mit seinen Messwerten immer in der Nähe des von der Polizei eingesetzten Alkomaten und war auch in der Bedienfreundlichkeit und im geringen Risiko der Fehlbedienung das beste Gerät im Test", bilanziert der ÖAMTC-Techniker. Die beiden anderen Geräte lieferten auch noch recht brauchbare Werte, waren jedoch in der Bedienung komplizierter und zeitaufwändiger. Das Röhrchen von Dräger ist zwar im Bereich um die 0,5 Promille recht genau, eignet sich jedoch nur bei guter Beleuchtung zur verlässlichen Verwendung.

Die preisgünstigen Geräte (sieben bis 20 Euro) lieferten ein gänzlich anderes Bild. "Bei den Geräten Drive Safety Digital Alcoholtester, Maniquick digitaler Alkoholtester und Digital Breath Alcohol Tester war der gemessene Wert weit niedriger als der reale Atemalkohol", berichtet der ÖAMTC-Experte. Offensichtlich ist die ungenaue Sensorik Grund für dieses höchst gefährliche Resultat.

"Der ÖAMTC rät dringend davon ab, Alkoholtester zu verwenden, um sich an die 0,5 Promille-Grenze heranzutrinken", warnt Kerbl. "Denn schon ab 0,2 Promille Blutalkohol-Gehalt steigt die Gefahr, dass der Autolenker Situationen falsch einschätzt." Auch Faktoren wie Körpergewicht, Stress, Tagesverfassung und individuelle Alkoholverträglichkeit wirken sich maßgeblich auf die Fahrtüchtigkeit nach Alkoholkonsum aus.

Ein mögliches Einsatzgebiet für hochwertige Alkotester wären beispielsweise Veranstaltungen, zu denen Menschen mit dem eigenen Auto anreisen und in weiterer Folge Alkohol konsumieren. "Mit Hilfe von geeigneten Alkotestern kann der Veranstalter Verantwortung übernehmen und seine Gäste bei einer sicheren Heimreise unterstützen", sagt der ÖAMTC-Experte. Aber auch beim meist unterschätzten Problem des Restalkohols können solche Geräte nützliche Dienste erweisen. "Nach einer langen Nacht mit viel Alkohol kann immer noch die 0,5 Promillegrenze überschritten sein", hält Kerbl fest. "Ein Alkotestgerät kann den Betroffenen davor warnen, mit dem Auto zur Arbeit zu fahren."

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