- 03.08.2011, 11:13:22
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NEWS-exklusiv: "Fall Kührer": Die Staatsanwaltschaft will Michael K. in Haft nehmen
Plus: Neue Untersuchungsergebnisse zum Tod des Mädchens
Wien (OTS) - Acht DIN-A4-Seiten umfasst eine brisante Berufung,
die - wie NEWS in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe
berichtet - vor wenigen Tagen von der Staatsanwaltschaft Korneuburg
beim Oberlandesgericht Wien eingebracht wurde. Der Inhalt des bis
dato unter Verschluss gehaltenen Dokuments: Eine penible Auflistung
zahlreicher Gründe, warum Michael K. dringendst abermals inhaftiert
werden müsse. Michael K., jener Mann, auf dessen Grundstück in
Dietmannsdorf am 30. Juni 2011 die sterblichen Überreste von Julia
Kührer gefunden wurden.
Fest steht: Echte Beweise gibt es keine gegen den Mann. Jedoch
eine Unzahl an Indizien, die nun in dem Schreiben an die
"Höchstinstanz der Justiz" angeführt sind. Hauptargument für die
angebliche Schuld Michael K.s am Sterben der Schülerin: Ihre Leiche
hatte sich auf seinem Anwesen befunden, zu welchem er allein - laut
"Ankläger" - zum Zeitpunkt ihres Todes Zutritt gehabt hätte.
Belastend für den 50-Jährigen, zudem: Einige seiner Nachbarn gaben
mittlerweile bei der Polizei zu Protokoll, ihn am 27. Juni 2006 (am
Tag des Verschwindens der 16-Jährigen) in seinem Garten mit einer
jungen Frau, "die Julia sehr ähnlich sah", beobachtet zu haben.
Hinzu käme, so ist in dem Gerichtsbrief weiters vermerkt, dass sich
Michael K. in zahlreiche Widersprüche verwickelt hätte; betreffend
seiner Fahrzeuge; betreffend seiner Biographie; betreffend seines
Alibis. Innerhalb der kommenden zwei Monate soll über eine mögliche
neuerliche Festnahme des 50-Jährigen entschieden werden.
Und es gibt neue Ermittlungsergebnisse zum "Fall Kührer": Seit
Wochen sind mehrere Teams der gerichtsmedizinischen Institute in Wien
und Innsbruck dabei, die sterblichen Überreste des Mädchens zu
untersuchen. Ersten Analyseergebnissen zufolge steht jetzt fest:
Julia Kührer ist, wie Befunde ihres Kiefers belegen, "in
unmittelbarer zeitlicher Nähe zu ihrem Verschwinden verstorben."
Danach (das zeigen Labortests an Ziegeln aus dem Erdkeller) dürfte
das in eine Decke eingewickelte tote Mädchen unter Steinen begraben
und erst Monate später, frühestens Ende 2006, mit Benzin überschüttet
und angezündet worden sein.
Rückfragehinweis:
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