- 03.08.2011, 09:50:27
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AK Analyse Reisebeschwerden 2011: Getrübter Urlaub! 1
Wien (OTS) - Vielen ist der Urlaub, eigentlich die schönste Zeit
im Jahr, leider nicht in guter Er-innerung. Die AK hat die ersten
Reisebeschwerden von 202 Konsumenten analysiert. Die Ärgernisse 2011:
die Unterbringung, etwa abgewohnte oder überbuchte Hotels, verspätete
oder abgesagte Flüge, Probleme bei der Rechtsdurchsetzung,
insbesondere gegenüber Fluglinien und Reiseunternehmen, die mit
Gratis- oder Gewinn-Reisen werben. "Heuer haben wir in etwa gleich
viele Anfragen wie im Vor-jahr, da waren es 210", resümiert AK
Konsumentenschützerin Jutta Repl. "Das verstärkte Buchen übers
Internet und viele grenzüberschreitende Buchungen bringen mitunter
zusätzliche Probleme mit sich."
128 Anfragen betrafen Pauschalreisen, 53 reine Flugbuchungen, 13
Ferienunterkünfte und reine Hotelbuchungen, acht andere touristische
Leistungen. Bei den Anfragen ging es meist um die Urlaubsländer
Türkei, Italien, Deutschland, Spanien und Ägypten.
Gut jede zweite Anfrage oder Beschwerde betraf heuer Reisemängel
bei der Unterkunft und Beförderung: So ärgerte sich fast jeder dritte
Urlauber (69) über die Unterbringung im Hotel (2010: 55): schmutzig,
abgewohnt, schlecht geputzt. In einigen Fällen sorgten sogar Wanzen
in den Zimmern für großen Unmut. Aber auch Überbuchungen, Flug-, Bau-
oder Straßenlärm, eintöniges Essen, eine fehlende zugesagte
Hotelausstattung, zum Beispiel Schwimmbad oder Sauna regten die
Urlauber auf. Jeder Fünfte (50) beanstandete Mängel bei der
Beförderung, etwa einen verspäteten oder abgesagten Flug, geänderte
Flugzeiten oder verloren gegangenes Reisegepäck (2010: 37).
Zusätzlich beschäftigte die Reisenden bei Flugbeschwerden häufig auch
die mühsame Rechtsdurchsetzung.
Stornos waren für 16 Prozent (35) ein Thema (2010: 40). "Neben
Fragen über die Höhe der Stornogebühren oder ungünstige
Stornokonditionen bei Fluglinien wollten Konsumen-ten auch wissen,
wie es um ihre Rechte bestellt ist, wenn ihnen online Buchungsfehler
unterlaufen sind", schildert Repl.
"Angestiegen sind Anfragen und Beschwerden zu Reiseunternehmen,
die vorwiegend mit Gratis-Reisen oder ermäßigten Reisen als Gewinn,
Treueangebot oder eine Art Men-genrabatt warben", weiß Repl. So wurde
beispielsweise nach Vertragsabschluss auf einer Werbeveranstaltung
der Rücktritt nicht anerkannt. Ansprüche auf Preisminderung oder
Rückzahlung des Reispreises verhallten oft im Leeren. "Es ist oft ein
zäher Weg, bis Konsumenten zu ihren Rechten kommen", weiß Repl.
Der Anteil an grenzüberschreitenden Buchungen ist hoch. Jede
dritte Beratung erfolgte zu ausländischen Reiseunternehmen oder
Fluglinien.
Die AK analysierte die ersten Anfragen und Beschwerden von 202
Konsumenten in der Haupturlaubszeit. Sie ließen sich beim VKI von
Mitte Juni bis Mitte Juli beraten.
SERVICE: Die Analyse "Reisen im Sommer 2011" unter
www.arbeiterkammer.at
Rückfragehinweis:
AK Wien Kommunikation
Doris Strecker
Tel.: (+43-1) 501 65-2677, mobil: (+43) 664 845 41 52
mailto:[email protected]
http://wien.arbeiterkammer.at
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