• 03.08.2011, 09:31:29
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Hundeabrichtung brutal: VIER PFOTEN veröffentlicht Video

Scharf gemachte Hunde können unkontrollierbar gefährlich werden

Wien (OTS) - Früher mussten Hunde diverse "Zwecke" erfüllen, wie
Bewachen oder Beschützen. Heute werden Hunde zum Glück als Freunde
und Familienmitglieder betrachtet, die sich sehr eng an ihre Menschen
binden. Anders in der so genannten Schutzhundeausbildung, wo sie
darauf abgerichtet werden, Menschen zu beißen. Die
Tierschutzorganisation VIER PFOTEN veröffentlicht heute ein
Undercover-Video, das dieses Scharfmachen zeigt und erstattet Anzeige
wegen Tierquälerei.

In diesem Video ist das Schutzhundetraining des Vereins "IG-HS"
(Interessensgemeinschaft Hundesport) aus Möllersdorf (NÖ) zu sehen.
Unter Anleitung von Schutzhundesport-Weltmeisterin Renate L. werden
Hunde durch brutale Zwangs- und Strafmethoden - Anschreien,
Leinenrucken, illegaler Einsatz von Stachelhalsband und
Elektroschocks - abgerichtet. Renate L. ist auch Teilnehmerin des
Kynologie-Lehrgangs der Veterinärmedizinischen Universität. "Dass
diese Tierquälerin als 'akademisch geprüfte Kynologin' abschließen
soll, ist aus Tierschutzsicht äußerst bedenklich", meint Johanna
Stadler, Geschäftsführerin von VIER PFOTEN.

Das Österreichische Tierschutzgesetz verbietet
aggressionsfördernde Maßnahmen, laut Wiener Tierhaltegesetz und der
Diensthunde-Ausbildungsverordnung dürfen nur Diensthunde der
Sicherheitsexekutive und des Bundesheeres eine Schutzhundeausbildung
absolvieren. Dass derartiges Training vielfach auch von
Privatpersonen an deren Hunden durchgeführt wird, ist nur wenigen
Menschen bewusst. Im Namen unterschiedlicher Schutzhundesportarten
werden Einsatzszenarien der Polizei nachgestellt. Was als
"Beutetrieb" verharmlost wird, kann Hunde zur gefährlichen Waffe
machen - ein erwünschter Effekt in der Diensthundeausbildung.

"Um schnell zu Erfolgen zu kommen, insbesondere, um den beißenden
Hund zum Auslassen zu bewegen, werden körperliche Strafen eingesetzt,
wie schmerzhaftes Reißen an Kettenwürgern, auf die Zehen treten oder
in die Ohren des Hundes kneifen.", so Johanna Stadler. Deutlich im
Video erkennbar: Selbst vor in Österreich verbotenen
Ausbildungshilfen wird nicht zurückgeschreckt: Stachelhalsband (eine
auf Zug immer enger werdende Stahlkette mit nach innen gerichteten
Stacheln) und Elektroreizgeräte (Halsband, das auf Knopfdruck dem
Hund einen Stromstoß gibt).

Dies steht im absoluten Widerspruch zu einer freundschaftlichen
und respektvollen Mensch-Hund-Beziehung und ist auch aus Gründen der
Sicherheit abzulehnen. "Diese Tierquälerei im Hundesport muss endlich
ein Ende haben. Wir fordern ein generelles und ausdrückliches Verbot
solcher brutalen Abrichtemethoden", so Stadler abschließend.

Das Video ist auf vier-pfoten.at abrufbar und kann zur
honorarfreien Veröffentlichung angefordert werden.

Rückfragehinweis:
Mag. Ursula Aigner
VIER PFOTEN-Hundetrainerin
Tel.: 0664 504 36 54

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