- 02.08.2011, 12:41:06
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Ende mit der Fleckerlteppichpolitik - Österreicher müssen über Volksbegehren umfassende und rasche Bildungsreformen einfordern
Volksbegehren Bildungsinitiative startet mit Sockel von ca. 52.000 Unterschriften
Wien (OTS) - "Wir gehen in diese acht Eintragungstage für das
"Volksbegehren Bildungsinitiative" mit einem guten Sockel von ca.
52.000 Unterschriften", kommentiert Initiator Hannes Androsch die
gestern von der Innenministerin festgelegte Eintragungswoche
Donnerstag, 3. - Donnerstag, 10. November 2011. "Die österreichische
Bevölkerung hat über das Bildungsvolksbegehren die Chance, den
politischen Entscheidungsträgern klar zu machen, dass es mit der
Fleckerlteppichpolitik im Bildungssystem vorbei sein muss, sondern
dass eine umfassende Änderung des Bildungssystems angegangen werden
muss. Und zwar nicht morgen oder übermorgen, sondern sofort und mit
Riesenschritten", so Androsch.
"Ein besseres Datum für die offizielle Verlautbarung der
Eintragungswoche für das "Volksbegehren Bildungsinitiative" hätte
sich nicht finden lassen", merkt Mitinitiator Bernd Schilcher an.
"Fast täglich sind wir mit Nachrichten konfrontiert, die die
Dringlichkeit des Volksbegehrens unterstreichen: Allein während der
Sommerferien müssen Österreichs Eltern rund 37 Mio. Euro für
Nachhilfestunden aufbringen, 127 Mio. Euro werden es übers Jahr sein.
Im Schnitt sind das 678 Euro zusätzliche Belastung der elterlichen
Brieftasche. Das können sich nicht alle Eltern leisten. Rund 70.000
Schülerinnen und Schüler, die Nachhilfe benötigen, werden keine
erhalten können.
In Vorarlberg schlägt die Polizei Alarm: Von 200 "bodenständigen"
Bewerbern sind 178 durchgefallen. Die Polizei wandte sich an die
Volkshochschule mit dem Ersuchen, den Bewerbern eine bessere
Vorschulung angedeihen zu lassen. Auch die Wirtschaft klagt: Von 62
Bewerbern für eine Lehrstelle kamen nur zwei in Frage.
Die unterschiedlichsten Bildungsexperten und -expertinnen fordern
ernsthafte Auswahlkriterien bei der Qualifizierung von Lehrerinnen
und Lehrern. "Einmal mehr zeigt die laufende Diskussion rund um die
notwendige Qualifikation für PädagogInnen die Dringlichkeit einer
umfassenden Änderung unseres Bildungssystems auf. Nur die
Bestgeeigneten sollen diesen für die Entwicklung und damit für die
Zukunft unserer Kinder so wertvollen Beruf ausüben dürfen", so
Schilcher.
In Umfragen beklagt die überwiegende Mehrheit der österreichischen
Bevölkerung den Zustand und die geringe Bewegung in Bildungsfragen.
52.000 unterstützende Unterschriften, nahezu das Siebenfache der
gesetzlich verlangten, sind eine starke Ausgangsbasis für nachhaltige
Veränderungen. Die Eintragungswoche bietet die große Chance,
Österreich endlich auch im Bildungsbereich auf die Siegerstraße zu
bringen. "Es geht ja schlussendlich um nicht mehr und nicht weniger
als um die Zukunft unserer Kinder", bringt Hannes Androsch das
Anliegen des Volksbegehrens auf den Punkt. "Wir können und wir dürfen
es nicht mehr länger zulassen, dass wir die Talente vieler junger
Menschen nicht fördern und nicht fordern".
Das "Volksbegehren Bildungsinitiative" ist ein überparteilicher
Zusammenschluss und fordert eine umfassende Bildungsreform des
gesamten Bildungsbogens vom Kindergarten, der Vor- und Volksschule
über die höheren Schulen bis zu den Fachhochschulen und Universitäten
und hin zur Erwachsenenbildung. Ein modernes, unbürokratisches und
weitgehend autonomes Schulsystem unter Einbeziehung der
SchulpartnerInnen und ohne Parteieneinfluss gehört da genauso dazu
wie die Aufwertung des LehrerInnenberufs. Ein faires, effizientes und
weltoffenes Bildungssystem muss nach den Forderungen des
Bildungsvolksbegehrens schließlich größtmögliche Chancengleichheit
für alle eröffnen.
Die bis Ende Juni gesammelten 52.000 Unterschriften der
Unterstützungserklärungen gelten bereits für das Gesamtergebnis des
Bildungsvolksbegehrens. Mindestens 100.000 Unterschriften sind
notwendig, damit das Volksbegehren im Nationalrat behandelt wird.
Rückfragehinweis:
Volksbegehren Bildungsinitiative (VBBI) Ingrid Vogl, Gesamtkoordination Tel.: 01/3100740-0 Mobil: +43 664 6231053 [email protected] http://www.vbbi.at/
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