- 02.08.2011, 09:04:52
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ÖH Medizin Wien: Genderproblematik des EMS an der Wurzel packen
Klare Vorteile des Medizin-Auswahlverfahrens überwiegen Wien (OTS) - Für die Medizinische Universität Wien ist nicht nur die valide Prognosegüte des Tests für den Erfolg im Studium ein Grund das aktuelle Auswahlverfahren beizubehalten, sondern auch die einzige Möglichkeit ein engmaschiges Betreuungssystem mit Kleingruppengrößen von bis zu 10 Studierenden zu planen. "Im Sinne unserer Studierenden befürworten wir die Beibehaltung des EMS-Tests", bekräftigt der Vorsitzende der ÖH-Medizin Christian Orasche. "Eine Urabstimmung, die im Zuge der ÖH-Wahl 2011 durchgeführt wurde ergab mit 72% ein klares Pro-Votum hinsichtlich des EMS-Tests", ergänzt der stellvertretende Vorsitzende Philipp Wimmer. Seit der Einführung des Tests schneiden die weiblichen Kandidatinnen signifikant schlechter ab, was immer wieder zu Kritik von vielen Seiten und der Forderung nach einer geschlechtergerechten Quote geführt hatte. Eine derartig konzipierte, oberflächliche Schadensbegrenzung lehnt die ÖH Medizin Wien jedoch ab. "Es ist nicht in unserem Sinn, die Auswüchse eines fehlerbehafteten Bildungssystems zu kaschieren", legt Birgit Ludwig, die stellvertretende Vorsitzende dar. Die Wurzel allen Übels liegt, wie die Studie von Prof. Christiane Spiel aus dem Jahr 2008 belegt, nicht wie postuliert, in einer den Frauen gegenüber unfairen Testweise, sondern erklärt sich durch den Gender-Shift der Grund- und Sekundarbildung. Das Interesse von jungen Frauen an naturwissenschaftlichen Fächern werde zu wenig gefördert, insofern sei es nicht überraschend, dass sie bei einem Test, der diese für das Medizinstudium relevanten Fähigkeiten abprüft, signifikant schlechter abschneiden als ihre männlichen Kollegen. Hier sei es an der Zeit Ursachenbekämpfung zu betreiben, und für eine ausgeglichenere Bildung und Ausbildung von Kindheit an zu sorgen, ist sich das neue Vorsitzteam einig. Rückfragehinweis: ÖH Medizin Wien, Birgit Ludwig [email protected] Tel.: +43 650 70 33 219 Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/1071/aom *** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT *** OTS0026 2011-08-02/09:04 020904 Aug 11
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