• 28.07.2011, 09:45:37
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ÖAMTC: 37 Fahrzeugrückrufe im ersten Halbjahr 2011 - Rückgang um 11,9 Prozent gegenüber Vergleichszeitraum 2010

89 Prozent der Rückrufe betreffen mechanische Probleme

Wien (OTS) - Im ersten Halbjahr 2011 wurden laut ÖAMTC-Erhebung in
Österreich 37 Fahrzeugrückrufe (darunter vier Motorradrückrufe)
durchgeführt. Das ist ein Rückgang von 11,9 Prozent gegenüber dem
Vergleichszeitraum des Vorjahres. Betroffen waren die verschiedensten
Hersteller und Preisklassen. Die Defekte, die eine Rückrufaktion
notwendig machen, können unterschiedlichster Natur sein. Grob lassen
sich die Mängel in die Bereiche Mechanik, Elektrik und Elektronik
gliedern.

Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass die Rubrik "Mechanik"
hauptverantwortlich für Rückrufaktionen ist. "Das erste Halbjahr 2011
bildet keine Ausnahme. In diesem Zeitraum ließen sich rund 90 Prozent
aller Probleme auf mechanische Ursachen zurückführen. Das ist seit
Beginn der ÖAMTC-Rückruf-Auswertungen im Jahr 2005 ein neuer
Höchstwert in dieser Kategorie", weiß ÖAMTC-Technikexperte Robert
Czarnecki. Ein häufiges Problem sind beispielsweise Schrauben, die
mit unzureichendem Drehmoment befestigt worden sind. "Vor allem bei
Fahrzeugkomponenten wie Lenkung, Fahrwerk, Sicherheitsgurten usw.
kann das durchaus unangenehme Folgen haben", erklärt der
ÖAMTC-Techniker. Auch die mangelhafte Verlegung von Kabelsträngen,
die zu Kurzschlüssen führen kann, macht oft eine Rückrufaktion nötig.
Elektrik und Elektronik waren in jeweils fünf Prozent aller Fälle
Gründe für den Rückruf.

Im Jahr 2010 wurden Rückrufaktionen durch die regelrechte
Rückrufserie eines japanischen Autoherstellers stark in den Fokus der
Öffentlichkeit gerückt. Die mediale Aufmerksamkeit sieht Czarnecki
durchaus positiv: "Die Konsumenten setzen sich wesentlich stärker als
bisher mit der Thematik auseinander. Das führt auch bei den
Herstellern zu einer Sensibilisierung."

Club fordert bessere Information für Zweit- und Drittbesitzer

Die Information der Endverbraucher erfolgt bei einem Rückruf durch
den Hersteller bzw. Importeur. Dabei wird in den meisten Fällen auf
die firmeneigene Kundendatenbank zurückgegriffen. "Besser wäre es,
wenn die Hersteller alle Rückrufe über den österreichischen
Versicherungsverband (VVÖ) durchführen würden. Das ist für die
Unternehmen zwar kostenpflichtig, damit werden aber auch die Zweit-
und Drittbesitzer der Fahrzeuge erreicht", appelliert der
ÖAMTC-Techniker an die Verantwortung der Hersteller. In den
vergangenen Jahren ist glücklicherweise ein Umdenken bei den
Fahrzeugproduzenten feststellbar. Die Rückrufe werden mittlerweile
wesentlich offener als noch vor einigen Jahren kommuniziert.
"Immerhin werden Rückrufaktionen bei sicherheitsrelevanten Mängeln am
Fahrzeug gestartet. Aus Kostengründen nicht alle Fahrzeugbesitzer zu
informieren, kann nicht der richtige Weg sein", hält der
ÖAMTC-Technikexperte abschließend fest.

Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Stefan Tschernutter
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at

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