• 25.07.2011, 19:29:53
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MSG-Gründer Michael Seidl in ÖSTERREICH: "Stehe der Justiz jederzeit zur Verfügung."

Ex-Lauda-Sponsor wehrt sich im ÖSTERREICH-Interview gegen Vorwürfe, er sei untergetaucht, und behauptet: "Alle Kundengelder sind sicher."

Wien (OTS) - Michael Seidl, Gründer der in der vergangenen Woche
liquidierten Finanzgruppe "Money Service Group" (MSG) und Ex-Sponsor
von Niki Lauda und Michael Walchhofer, meldet sich in ÖSTERREICH
(Dienstag-Ausgabe) zu Wort. Der Vermögensverwalter, gegen den in der
Schweiz und in Liechtenstein, wegen Betruges ermittelt wird, wehrt
sich gegen Vorwürfe, er sei untergetaucht. Seidl im
ÖSTERREICH-Interview: "Ich habe meinen Wohnsitz von Liechtenstein in
die Schweiz verlegt. Ich lebe hier mit meiner Familie in einer
bescheidenen Wohnung in der Ortschaft Speicher."

Seidl stehe der Staatsanwaltschaft jederzeit zur Verfügung:
"Jeder, der mich erreichen will, kann mich erreichen - entweder über
mein Handy oder über meinen Anwalt, der auch der Staatsanwaltschaft
angeboten hat, dass ich zu jeder Aussage bereit bin." Die
Betrugsvorwürfe hält Seidl wörtlich "für ungeheuer": "Ich stehe
jederzeit zur Verfügung, aber keiner spricht mit mir."

Der MSG-Chef behauptet im Gespräch mit ÖSTERREICH, keine
Kundengelder veruntreut zu haben. Die Anleger bekämen alle ihr Geld
zurück. Seidl: "Selbstverständlich. Alle Kundengelder sind sicher."
Im Detail stellt Seidl klar: "Es geht um knapp 50 Millionen Euro bei
der Money Service Group und um rund 15 Millionen bei der Hermes. Da
sind die Anlegergelder gesichert. Anders ist das bei rund 30
Millionen Euro bei der Schweizer Samiv AG, da habe ich Selbstanzeige
erstattet, weil es tatsächlich Unregelmäßigkeiten gab."

Mit Niki Lauda hätte es eine "einvernahmliche Einigung" gegeben.
Seidl: "Wir haben uns geeinigt, dass er den Vertrag aufkündigt, weil
unsere Werbepräsenz keinen Sinn mehr macht. Da wurde bisher alles
gezahlt, da geht es nur um die Höhe der Abschlagszahlung. Beim
Hahnenkammrennen und Hartmann Weirather wurde alles bezahlt bis auf
112.000 Euro, die strittig sind." Bei Ex-Skistar Michael Walchhofer
sei "tatsächlich" noch ein Drittel des Sponsorbetrages offen.

Dass seine Firma Schiffbruch erlitten hat, führt der MSG-Gründer
auf seine schwere Krankheit zurück. Seidl: "Ich habe schon 2004 ein
Nervenleiden durch Stress bekommen samt Gürtelrose im Gesicht. Ich
habe dann 2008 geglaubt, die Krankheit ist vorbei, und begonnen, mit
viel Elan die Marke "Money Service Group" aufzubauen. Das habe ich
bis 2011 mit vollem Einsatz betrieben - bis die Krankheit
zurückgekommen ist, mit voller Wucht." Die Ärzte hätten ihn vor die
Wahl gestellt: "Kaputtgehen oder aufhören". Da hätte er sich aus dem
operativen Geschäft zurückgezogen.

Diesen Rückzug hätte seine Firma nicht verkraftet. Seidl: "Ich
habe den Sturm der Entrüstung, den mein Rückzug hervorgerufen hat,
nicht vorhergesehen. Ich habe wahrscheinlich schwere kommunikative
Fehler gemacht. Die MSG-Gruppe ist in die Defensive geraten - der
Imageschaden war gewaltig. Nach einer Woche war das Image so kaputt,
dass wir liquidieren mussten."

Rückfragehinweis:
ÖSTERREICH, Chefredaktion
Tel.: (01) 588 11 / 1010
mailto:[email protected]

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