- 20.07.2011, 11:39:11
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Thielemann skizziert Pläne für Wien und Salzburg
Wien (OTS) - Der Dirigent Christian Thielemann, der vor kurzem
spektakulär die Osterfestspiele rettete und bei den demnächst
beginnenden Salzburger Festspielen Richard Strauss' "Frau ohne
Schatten" dirigiert, skizziert im Interview für die morgen
erscheinende NEWS-Ausgabe erste Pläne für Wien und Salzburg.
Die Ersatzpremiere für den Wiener "Lohengrin" (er fällt
Thielemanns Einstieg bei den Osterfestspielen zum Opfer) wird noch in
diesem Sommer mit Direktor Dominique Meyer festgelegt. Laut
Thielemann spricht man über Wagner oder Strauss. Seine Präferenz
liegt allerdings anderswo: "Aber das Tollste wäre ein ,Freischütz'."
Salzburg steht nach "Parsifal" (2013) und "Arabella" (2014) ein
italienisches Osterfest bevor. "Arbeitstitel ,Aida'", verweist
Thielemann deutlich auf das Bevorstehende. Um die Oper soll ein
österlich adäquates Konzertprogramm (etwa ein großes Requiem) geboten
werden. Thielemann wäre selbst einer Bach-Passion nicht abgeneigt,
allein: Da ist es seit der Originalklang-bewegung "für uns nicht
spezialisierte Kapellmeister ein bisschen schwer geworden", sagt er
und fordert "Integration und Toleranz " auch für Dirigenten ein. "Ist
das nicht mit 1968 zu vergleichen? '68 hat gewisse Dinge in Gang
gebracht, und heute stehen wir vor den Trümmern von Leuten, die
genauso unflexibel geworden sind wie die, die sie damals bekämpft
haben. Integrieren wir doch die Kollegen, die nicht Originalklang
machen! Lassen wir dem Publikum die Wahl!"
Die Zusammenarbeit mit Baden-Baden hingegen wird stark
eingeschränkt. Die für 2013 vorgesehene "Meistersinger"-Produktion
ist abgesagt, der "Ring" 2017/18 fraglich.
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