• 19.07.2011, 11:20:03
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Spindelegger appelliert für Ende der Gewalt im Grenzgebiet zum Südsudan

Außenminister empfing sudanesischen Amtskollegen Karti zu einem Arbeitsgespräch

Wien (OTS) - Außenminister und Vizekanzler Michael Spindelegger
hat heute den sudanesischen Außenminister Ali Ahmed Karti zu einem
Arbeitsgespräch in Wien empfangen. Es war dies das erste
Zusammentreffen der beiden Politiker seit der Unabhängigkeit des
Südsudan von Khartum am 9. Juli.

Spindelegger würdigte die Anerkennung des Südsudan durch die
Regierung in Khartum und die Eröffnung einer sudanesischen Botschaft
in der südsudanesischen Hauptstadt Juba als wichtiges Zeichen auf
dem Weg der Versöhnung zwischen den beiden Ländern. "Nord - und
Südsudan sollten die Chance für einen Neubeginn für die gesamte
Region nützen. Die großen Herausforderungen, die noch bevorstehen,
können nur von beiden Ländern in nachbarschaftlicher Zusammenarbeit
bewältigt werden", appellierte der Außenminister an seinen
sudanesischen Außenministerkollegen.

Der Außenminister zeigte sich sehr besorgt über die Entwicklungen
in Südkordofan, nahe der Grenze zum Südsudan. "Die Berichte über
massive Menschenrechtsverletzungen und die Vertreibungen der dortigen
Bevölkerung erinnerten uns erschreckend an die Szenen ethnischer
Säuberungen in Darfur in den vergangenen Jahren. Südkordofan darf
kein zweites Darfur werden. Ich appelliere an die Regierung in
Khartum, sich der politischen und humanitären Verantwortung für die
Zivilbevölkerung bewusst zu sein und der Gewalt ein Ende zu
bereiten", so Spindelegger.

Spindelegger betonte die Bedeutung des Respekts der Menschenrechte
als traditionell zentrales Element der österreichischen Außenpolitik.
Die Politik müsse den Menschen die Sicherheit geben, in ihren
Hoffnungen aber auch in ihren Rechten nicht enttäuscht zu werden. Der
Außenminister verwies in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung der
Religionsfreiheit und den Schutz religiöser Minderheiten. Auch müsse
darauf geachtet werden, dass Menschen nach der Trennung von Nord und
Süd durch die neue Grenzziehung nicht rechtlich schlechter gestellt
würden. Abschließend erinnerte Spindelegger an die Bereitschaft der
internationalen Gemeinschaft, allen voran der EU und der UNO, zu
helfen und die Anstrengungen der beiden Staaten, Nord und Süd, zu
unterstützen.

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
Presseabteilung
Tel.: +43(0)501150-3262,4549,4550; F:+43(0)501159-213
mailto:[email protected]
http://www.aussenministerium.at, http://www.bmeia.gv.at

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