Spindelegger appelliert für Ende der Gewalt im Grenzgebiet zum Südsudan

Außenminister empfing sudanesischen Amtskollegen Karti zu einem Arbeitsgespräch

Wien (OTS) - Außenminister und Vizekanzler Michael Spindelegger
hat heute den sudanesischen Außenminister Ali Ahmed Karti zu einem Arbeitsgespräch in Wien empfangen. Es war dies das erste Zusammentreffen der beiden Politiker seit der Unabhängigkeit des Südsudan von Khartum am 9. Juli.

Spindelegger würdigte die Anerkennung des Südsudan durch die Regierung in Khartum und die Eröffnung einer sudanesischen Botschaft in der südsudanesischen Hauptstadt Juba als wichtiges Zeichen auf dem Weg der Versöhnung zwischen den beiden Ländern. "Nord - und Südsudan sollten die Chance für einen Neubeginn für die gesamte Region nützen. Die großen Herausforderungen, die noch bevorstehen, können nur von beiden Ländern in nachbarschaftlicher Zusammenarbeit bewältigt werden", appellierte der Außenminister an seinen sudanesischen Außenministerkollegen.

Der Außenminister zeigte sich sehr besorgt über die Entwicklungen in Südkordofan, nahe der Grenze zum Südsudan. "Die Berichte über massive Menschenrechtsverletzungen und die Vertreibungen der dortigen Bevölkerung erinnerten uns erschreckend an die Szenen ethnischer Säuberungen in Darfur in den vergangenen Jahren. Südkordofan darf kein zweites Darfur werden. Ich appelliere an die Regierung in Khartum, sich der politischen und humanitären Verantwortung für die Zivilbevölkerung bewusst zu sein und der Gewalt ein Ende zu bereiten", so Spindelegger.

Spindelegger betonte die Bedeutung des Respekts der Menschenrechte als traditionell zentrales Element der österreichischen Außenpolitik. Die Politik müsse den Menschen die Sicherheit geben, in ihren Hoffnungen aber auch in ihren Rechten nicht enttäuscht zu werden. Der Außenminister verwies in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung der Religionsfreiheit und den Schutz religiöser Minderheiten. Auch müsse darauf geachtet werden, dass Menschen nach der Trennung von Nord und Süd durch die neue Grenzziehung nicht rechtlich schlechter gestellt würden. Abschließend erinnerte Spindelegger an die Bereitschaft der internationalen Gemeinschaft, allen voran der EU und der UNO, zu helfen und die Anstrengungen der beiden Staaten, Nord und Süd, zu unterstützen.

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