"Männergesundheit in Österreich" - Kampagne "Frauen, die auf ihre Männer schauen."

Erfolgreiche Awarenesskampagne wird im Herbst fortgesetzt

Wien (OTS) - Im Mai 2011 wurde die Kampagne "Frauen, die auf ihre Männer schauen." vom Berufsverband der Österreichischen Urologen ins Leben gerufen. Ziel der Kampagne ist es, Männer dazu zu motivieren, regelmäßig zur urologischen Vorsorgeuntersuchung - zum so genannten androcheck(TM) - zum Urologen zu gehen. Unter dem Motto "Schauen Sie auf ihn!" entstand eine frische, originelle Kampagne, die Frauen dazu animiert, "ihre liebsten Männer über 40 zum Urologen zu schicken". Nach dem erfolgreichen Start wird die Awarenesskampagne im Herbst 2011 fortgesetzt.

Österreichs Frauen schicken ihre Männer zum Urologen! Diese Botschaft wurde in den letzten Wochen im Rahmen einer österreichweiten Awareness-Kampagne kommuniziert, die auf Initiative des Berufsverbandes der Österreichischen Urologen, der Österreichischen Gesellschaft für Urologie und der Österreichischen Ärztekammer gestartet wurde.

Mit dem ungewöhnlichen wie auffälligen Symbol einer knallbunten Männer-Unterhose wurden Folder, Toil-Ads (aufmerksamkeitsstark platzierte Plakate auf Männer- und Frauentoiletten), Poster, Sticker und eine Aktions-Website (www.ich-schau-auf-meinen-mann.com) gestaltet. Online-Tools nehmen eine zentrale Rolle in der Kampagne ein, weil der Gedanke sich so viral unter Österreichs Frauen verbreiten kann. Mittels einer "send-a-man" Funktion kann frau e-Cards an Freundinnen verschicken, um sie dazu zu anmieren, ihre liebsten Männer zum androcheck(TM) zu schicken. Aber natürlich wurde auch an die eigentliche Zielgruppe, die Männer, gedacht. Sie werden mittels Toil-ADs, Folder und in einer eigenen Area der Aktions-Website mit der Headline "Und, wie läuft's so?" motiviert, an ihre Gesundheit zu denken. Den Erfolg der Kampagne bestätigen auch die Zugriffszahlen auf der Website: In rund einem Monat waren über 18.000 Seitenaufrufe bei über 4.000 einzelnen Besuchern zu verzeichnen. Die Besucher der Seite beschäftigen sich sehr intensiv mit den Inhalten, da durchschnittlich bis zu fünf Subseiten durchgesehen werden. Die Kampagne fand auch prominente Unterstützung in Österreichs Frauenwelt. So fungierten Vera Russwurm und die Interio-Geschäftsführerin Janeth Kath auf der Kick-Off-Pressekonferenz als prominente Botschafterinnen.

Seit Jahren ist das Prostatakarzinom der häufigste bösartige Tumor und die zweithäufigste Krebstodesursache des Mannes. Pro Jahr wird bei etwa 6.000 Männern in Österreich diese Diagnose gestellt. Das Prostatakarzinom ist nur ein Beispiel von vielen urologischen Erkrankungen, die durch Früherkennung besser behandelt werden können. Die urologische Vorsorgeuntersuchung für Männer ab 40 Jahren, der androchecktm, wird jedoch nach wie vor zu wenig in Anspruch genommen. "Mit der Kampagne "Frauen, die auf ihre Männer schauen." wollten wir einen ersten Impuls setzen, um möglichst viele Männer ab 40 für die urologische Vorsorgeuntersuchung zu gewinnen", erläutert Dr. Karl Dorfinger, Präsident des Berufsverbandes der Urologen und Landesfachgruppenobmann für Urologie der Ärztekammer für Wien, die Ziele der Kampagne. Dieser unkonventionelle Weg der Ansprache sei gewählt worden, um zu zeigen, dass die Vorsorge beim Mann ein Thema für die ganze Familie ist.

Viele Männer seien nach wie vor absolute Vorsorgemuffel. "Manche Männer erachten Arztbesuche als Zeichen von Schwäche oder sie haben Angst vor Untersuchungen bzw. deren Ergebnissen. Die meisten gehen daher erst zum Arzt, wenn sie Beschwerden haben. Frauen hingegen sind sich der Wichtigkeit von regelmäßigen Untersuchungen bewusst und können so die Männer, die ihnen nahe stehen, am besten dazu motivieren. Die Kampagne entspricht daher der sozialen Realität", so Dr. Dorfinger weiter.

Der Erfolg der Kampagne gibt den Initiatoren Recht. "Während der Aktionszeit der Kampagne war in meiner Ordination ein verstärkter Zulauf, besonders von Patienten, die schon länger keinen Vorsorgetermin mehr wahrgenommen hatten, zu verzeichnen. Dieses Feedback haben mir auch etliche Kollegen übermittelt", zieht Dr. Dorfinger Bilanz. Im Herbst soll die Kampagne daher fortgesetzt werden.

Keine Angst vor dem androchecktm : So läuft die Untersuchung ab

Im Rahmen des so genannten androcheck(tm) wird die Männergesundheit hinsichtlich Funktion und Wohlbefinden von Harnorganen, Hormonhaushalt (insbesondere das Testosteron), Prostata und Sexualität geprüft. Der genaue Ablauf dieser Untersuchung ist den wenigsten Männern bekannt. Entgegen vieler Vorurteile ist der androchecktm weder besonders schmerzhaft und nimmt auch nicht viel Zeit in Anspruch. Der androchecktm wird in der Praxis des niedergelassenen Urologen durchgeführt und ist kostenlos.

Ein Harnbefund ist die Grundlage für weitere Untersuchungen. Das prostataspezifische Antigen (PSA) ist ein Enzym, das von Prostatazellen erzeugt wird und mittels PSA-Test im Blut gemessen werden kann. Ein erhöhter PSA-Wert kann einen Hinweis auf Prostatakrebs liefern. Diese Erhöhung kann aber auch durch gutartige Erkrankungen wie eine Prostataentzündung oder eine gutartige Prostatavergrößerung verursacht werden. Weitere Untersuchungen, vor allem die Probenentnahme aus der Prostata (Prostatabiopsie), können zur Klärung dieser Frage erforderlich werden. Die richtige Interpretation des PSA-Tests erfordert viel Wissen und Erfahrung und sollte stets vom Facharzt für Urologie/Andrologie erfolgen.

Blutabnahme, PSA-Bestimmung, Tastuntersuchung

Die obligatorische Tastuntersuchung von Hoden und Prostata ist in der Regel nicht schmerzhaft, bringt aber wertvolle Erkenntnisse. Auch hier können auffällige Ergebnisse weitere Untersuchungen notwendig machen. Wenn sich die Prostata auffällig oder hart antastet, kann unabhängig vom Ergebnis des PSA-Tests ebenfalls zur Probeentnahme aus der Prostata geraten werden, um Prostatakrebs auszuschließen. Mit Hilfe der Harnflussmessung (Uroflowmetrie) können wertvolle Informationen über die Blasenentleerung gewonnen werden. Bei der Ultraschalluntersuchung der Nieren, der Harnblase und der Prostata werden die Lage, Form, allfällige Veränderungen und manchmal auch Funktionen der betroffenen Organe untersucht. Spezielle Untersuchungen können in manchen Fällen zusätzlich notwendig werden.

"So wie Frauen einmal jährlich zum Frauenarzt gehen, sollten auch Männer einmal jährlich zum Männerarzt gehen. Ab dem 40. Lebensjahr sollte jeder Mann einmal im Jahr neben der allgemeinen Gesundheitsvorsorge auch zum androchecktm beim Urologen", hält Dr. Karl Dorfinger fest. "Nur 17 Prozent der österreichischen Männer gehen regelmäßig zum Urologen. In Sachen Männergesundheit ist hierzulande massiver Aufholbedarf gegeben", bekräftigt auch Univ. Doz. Dr. Stephan Madersbacher von der Abteilung für Urologie und Andrologie am Wiener Donauspital. "Am Ende der urologischen Untersuchung hören wir oft: 'Das war es schon?' Mit Projekten wie der Männergesundheitskampagne versuchen wir diesbezüglich aufzuklären und Männern die Scheu vor der schmerzlosen und kurzen Untersuchung zu nehmen", so Univ. Doz. Dr. Madersbacher abschließend.

Alle Presseunterlagen sowie die Sujets zur Kampagne stehen im Pressecorner auf www.welldone.at als Download zur Verfügung.

Die in diesem Pressetext verwendeten Personen- und Berufsbezeichnungen treten der besseren Lesbarkeit halber nur in einer Form auf, sind aber natürlich gleichwertig auf beide Geschlechter bezogen.

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