• 18.07.2011, 12:17:48
  • /
  • OTS0083 OTW0083

BMASK: Sozialpartner-Projekt zur Unterstützung und Absicherung atypischer Beschäftigungsformen startet

Projekt "Focus 1" bietet Stärkung der unternehmerischen Fähigkeiten

=

Wien (OTS/BMASK) - Sozialminister Rudolf Hundstorfer stellte heute
gemeinsam mit der Präsidentin der Wirtschaftskammer, Brigitte Jank,
ÖGB-Präsident Erich Foglar und Arbeiterkammerpräsident Herbert Tumpel
das Projekt "Focus 1" vor. Dieses konzentriert sich auf die
Bedürfnisse neuer Beschäftigungsformen wie freie DienstnehmerInnen,
Neue Selbstständige, Ein-Personen-Unternehmen oder
WerkvertragnehmerInnen und bietet ihnen ein Leistungspaket zur
Absicherung und Unterstützung Ihrer Erwerbssituation. ****

"Personen, welche im Bereich zwischen Unternehmertum und klassischer
Beschäftigung angesiedelt sind, wurden bisher weder von
Förderinstrumenten für ArbeitnehmerInnen noch von
Wirtschaftsförderungen erfasst. Obwohl sie ein wachsendes Phänomen im
österreichischen Beschäftigungssystem sind, haben diese Personen nach
wie vor mit harten Rahmenbedingungen zu kämpfen", erläuterte
Hundstorfer. Um die Marktchancen dieser Menschen zu erhöhen, ihre
Einkommenssituation abzusichern und Risiken zu minimieren, hat das
Sozialministerium gemeinsam mit Wirtschaftskammer Wien, ÖGB,
Arbeiterkammer und ÖSB Consulting das Projekt "Focus 1" ins Leben
gerufen.

Ziel des Projekts ist es, Perspektiven für schwierige
Beschäftigungsverhältnisse zu schaffen, und zu helfen, den Weg in die
Selbstständigkeit oder auch zurück in die unselbstständige
Beschäftigung zu finden. Hauptbestandteile von "Focus 1" sind die
Beratung durch Experten sowie ein breites Angebot von Weiterbildungen
und Seminaren. Vor allem Frauen, ältere Personen und Personen mit
Migrationshintergrund werden dabei gezielt unterstützt, um
Chancengleichheit zu gewährleisten. "Der Schwerpunkt liegt auf der
Stärkung der unternehmerischen Fähigkeiten sowie der Stabilisierung
und Absicherung der Selbstständigkeit", unterstrich Hundstorfer.

Nicht nur zentrale sondern auch dezentrale Regionen werden ins
Projekt miteinbezogen. Damit soll eine Struktur aufgebaut werden, die
Ballungsräume und gering besiedelte Gebiete in gleichem Maße betreuen
kann. In den Pilotregionen Wien und Steiermark haben bereits mehr als
70 Personen das Projekt "Focus 1" in Anspruch genommen. "Ich bin
sicher, dass damit zukunftsweisende und bedürfnisorientierte Angebote
für eine große Gruppe von Beschäftigten geschaffen werden können", so
der Sozialminister.

"Der Traum vieler Einzelkämpfer von Selbstständigkeit,
Unabhängigkeit, Flexibilität, einer schlanken Kostenstruktur und der
individuellen Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben wird oft nach
kurzer Zeit von der harten Realität ins rechte Licht gerückt. Denn
alleine sein heißt auch, nicht delegieren zu können und mit knappen
Ressourcen kämpfen zu müssen. Das Projekt Focus 1 ist ein wichtiger
Schritt, wenn es darum geht, prekäre Erwerbsverhältnisse für
selbstständig Beschäftigte zu vermindern", hob die Präsidentin der
Wirtschaftskammer Wien, Brigitte Jank, hervor.

Erich Foglar, Präsident des Österreichischen Gewerkschaftsbunds
erklärte: "Auch wenn wir als ÖGB natürlich größtes Interesse an
regulären Beschäftigungsverhältnissen haben, mit Einkommen, die in
Kollektivverträgen geregelt sind, ist es kein Widerspruch, dass wir
uns aktiv für das Projekt "Focus 1" engagieren. Unser Ziel ist es,
freie DienstnehmerInnen in die arbeitsrechtliche Absicherung in Form
von Kollektivverträgen explizit aufzunehmen."

"Das Projekt "Focus1" ist ein wichtiger Beitrag um das Armutsrisiko
und wirtschaftliche Abhängigkeit zu vermeiden. Der
Arbeitnehmerbegriff muss modernisiert werden. Wir haben für die
freien DienstnehmerInnen schon viel erreicht, aber es gibt noch viel
zu tun, um auch prekär Beschäftigte abzusichern", betonte Herbert
Tumpel, Präsident der Arbeiterkammer.

Fotos von der Pressekonferenz finden Sie auf der Seite
www.bmask.gv.at (Schluss)

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
Mag.a Elisabeth Kern, Pressesprecherin des Sozialministers
Tel.: (01) 71100-2247
http://www.bmask.gv.at/

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NSO

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel