- 15.07.2011, 12:16:22
- /
- OTS0092 OTW0092
FP bedroht Journalisten
ORF-Redakteursrat: "Ein Mandatar, der außer Beleidigungen auch noch Drohungen verbreitet ist untragbar"
Wien (OTS) - Schwierigkeiten von FP-Politikern zwischen Kritik und
Beleidigungen, Geifer, etc zu unterscheiden sind ORF-Journalisten
gewohnt. Unverhohlen bedroht zu werden, ist aber selbst aus dieser
Ecke etwas Neues. Dass der Wiener FP-Landesparteisekretär, Bundesrat
Hans-Jörg Jenewein ORF-Wien-Chefredakteur Paul Tesarek per Aussendung
als "willfährigen Parteisoldaten" beschimpft und sogar auch noch die
Drohung anschließt, "die Tage des Herrn Tesarek sind gezählt" ist
natürlich völlig inakzeptabel. Ein Mandatar, der einen Journalisten
offen bedroht, ist in einer demokratischen Gesellschaft untragbar. Da
sind Konsequenzen gefordert.
Der Anlass von Bundesrat Jeneweins wüster Drohung war übrigens ein
üblicher: Ein Politiker versteht nicht, dass von ihm (bzw einem
Parteifreund) Verbreitetes journalistisch völlig unbedeutend ist und
darüber deshalb nicht berichtet wird. Was eine Geschichte ist und was
keine ist, das entscheiden im öffentlich-rechtlichen ORF aber
natürlich grundsätzlich zuständige Journalistinnen und Journalisten
und keine Parteisekretäre oder sonst jemand. Daran ändern auch
übelste Drohungen nichts.
Der ORF-Redakteursrat
Fritz Wendl - Eva Ziegler - Dieter Bornemann
Rückfragehinweis:
ORF-Redakteursrat
Fritz Wendl
Tel.: (01) 87878 - DW 18500
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NEF






