- 13.07.2011, 10:53:27
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RfW-Krenn: Regierung muss Maßnahmen zur Stärkung der Eigenkapitalquote der Betriebe setzen
Kredite würden für Betriebe immer mehr zu einem "knappen Gut". Die Regierung müsse deren Eigenkapitalbildung stärken - sonst fahre sie speziell den Tourismus "gegen die Wand".
Wien (OTS) - "Speziell die heimische Tourismuswirtschaft muss
investieren, um im internationalen Wettbewerb standhalten zu können.
Ihre Eigenkapitaldecke ist allerdings dünn und die Leitzinserhöhungen
durch die EZB sowie Basel III machen es noch schwerer, an dringend
notwendige Kredite zu kommen. Die Bundesregierung muss endlich
gegensteuern und Maßnahmen zur Stärkung der Eigenkapitalquote
setzen", fordert heute der stellvertretende Obmann der Bundessparte
Tourismus und Landesobmann des RfW-Kärnten, Matthias Krenn.
Konkret schlägt Krenn die Abschaffung der 1%igen Gesellschaftssteuer,
Steuerfreiheit für nicht entnommene Gewinne bis zu einem Betrag von
rund 200.000 Euro und die steuerliche Gleichstellung von Eigenkapital
mit Fremdkapital vor. "Basel III, die Bankenabgabe - die wohl an die
Kunden weitergereicht werden wird - und die laufenden
Leitzinserhöhungen machen Kredite zu einem teuren, knappen Gut", so
Krenn. Verschärft werde die Situation noch durch die ohnehin geringe
Eigenmittelausstattung der heimischen Unternehmen, bei etlichen
kleinen Tourismusbetrieben gehe sie manchmal sogar gegen Null. Zudem
sei die Investitionsquote ohnehin niedrig, 2010 lag sie mit 22
Prozent klar unter "Vor-Krisen"-Niveau. Laut austria
wirtschaftsservice (aws) gingen auch 2010 die Eigenkapital-Zuflüsse
in heimische Unternehmen zurück - von 190 Millionen auf 110 Millionen
Euro.
"Auf der Kreditseite zieht sich die Schlinge immer enger zusammen.
Hier herrscht akuter Handlungsbedarf - die Eigenkapitalfinanzierung
muss gestärkt werden", so Krenn. Bevor das nicht geschehen sei, dürfe
Basel III nicht wirksam werden. Außerdem müsse das Regelwerk an
regionale Gegebenheiten angepasst werden. "Sonst fährt man eine ganze
Branche sehenden Auges gegen die Wand", warnt Krenn.
Rückfragehinweis:
RfW - Bundesmedienreferat
Isolde Seidl
Tel.: 01 / 408 25 20 -14
[email protected] http://www.rfw.atOTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | RFW






