- 12.07.2011, 21:24:38
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Die Politik und das Furcht-Phänomen (von Claudia Grabner)
Ausgabe 13. Juli 2011
Klagenfurt (OTS) - "Wer sich fürchtet, ist schon tot." Wäre dem so
- wir müssten die gesamte Euro-Zone, ja die ganze EU, zu Grabe
tragen. Seit gezählten zwei Jahren schlottert sie sich tiefer und
zäher in die Schuldenkrise hinein, ohnmächtig-unfähig, irgendeine
sinnvolle, sprich wirkungsvolle Maßnahme zu setzen. Was allerdings
noch zu klären wäre, ist die Frage, WOVOR sie sich fürchtet ... Vor
gewitzten Börsianern und dem Spekulantenmarkt? Die Frage bleibt
rätselhaft. Wobei sich ähnliche Furcht-Phänomene in der Politik
überraschend konsequent durch alle Ebenen ziehen inklusive der
lächerlichen. Womit wir in Österreich wären. Da haben sich
bekanntlich die ÖVP-Herren vor einem hymnischen Töchter-Antrag derart
gefürchtet, dass sie sich nicht zu dämlich waren, sich und das
Parlament zu erblöden. Wobei Ersteres ihre Sache ist. Letzteres
ärgerlich. Ärgerlich per se und ärgerlich, weil WIR uns nun fürchten:
Davor, dass große Politik nie gelingen kann, wenn sie im Kleinen so
jämmerlich ist.
Rückfragehinweis:
Kärntner Tageszeitung
Chefredaktion
Tel.: 0463/512000-502
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