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KÄRNTNER TAGESZEITUNG - Kommentar: Eine Diskriminierung voller Symbolkraft (von Michaela Geistler-Quendler)
Ausgabe 10. juli 2011
Klagenfurt (OTS) - Es sagt ja schon einiges über den Umgang der
ÖVP mit Gleichberechtigung aus, dass sie den großen Töchtern partout
keine Chance in der Bundeshymne gibt. Aber eine symbolträchtigere
Diskriminierung von Frauen als jene, dass man ihnen öffentlich durch
irgendwelche Tricksereien den Mund verbieten will, existiert ja wohl
kaum. So geschehen im Nationalrat: Als die langjährige Mandatarin
Maria Rauch-Kallat das von ihr mit Kolleginnen der SPÖ und der Grünen
formulierte Anliegen vortragen wollte, auch die Leistungen von Frauen
in der Bundeshymne zu würdigen, wurde sie von den eigenen
Parteikollegen durch Endlosreden über Schweinemast, Süßstoff und die
Qualität des österreichischen Weins daran gehindert. Ein Grund mehr,
hartnäckig zu fordern, dass die Frauenquoten in der Politik rasant
anwachsen. Aus den Reihen jener, die schon eine Diskussion über die
sprachliche Ausblendung von Frauen im Keim ersticken wollen, kann man
sich dafür aber ganz sicher keine Unterstützung mehr erwarten.
Rückfragehinweis:
Neue Kärntner Tageszeitung, Viktringer Ring 28, 9020 Klagenfurt, , Mag. Michaela Geistler-Quendler, Tel.: 0463/5866-514, E-Mail: [email protected]
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