• 08.07.2011, 11:26:10
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Kunsthalle Krems: Lucas Bosch Gelatin - "This show will be legendary"

500 Jahre zeitliche Trennung zwischen Hieronymus Bosch und Gegenwartskünstlern wird aufgehoben

Gelatin und Sarah Lucas in der Kunsthalle Krems

Krems (OTS) - Nach ihrer spektakulären Präsentation bei der
heurigen Biennale von Venedig sind Gelatin vor einer Woche gemeinsam
mit der englischen Künstlerin Sarah Lucas in der Kunsthalle Krems
eingetroffen, um die Ausstellung "Lucas Bosch Gelatin" einzurichten.

Die kommende Schau ist die arbeitsintensivste und
zeitaufwändigste, die je in der Kunsthalle Krems realisiert wurde.
Sarah Lucas, prominente Protagonistin aus dem Kreis der gefeierten
"Young British Artists" der späten 1980er und 90er Jahre, und Gelatin
- bestehend aus den beiden gebürtigen Kremsern Wolfgang Gantner und
Florian Reither sowie Ali Janka und Tobias Urban - sind gemeinsam mit
einem Kollektiv von rund 20 Assistentinnen und Assistenten in die
Kunsthalle Krems eingezogen, um hier Ausstellungsgeschichte zu
schreiben, oder wie Sarah Lucas meinte "This show will be legendary".

In den temporär eingerichteten Werkstätten herrscht Hochbetrieb,
da die Ausstellung wesentlich vor Ort entsteht und speziell auf die
Räumlichkeiten ausgerichtet wird. So laufen Mischmaschinen rund um
die Uhr, Gipsabgüsse von Körperfragmenten werden abgenommen und
angefertigt, die Ausstellungsräumlichkeiten werden dekonstruiert und
für die Schau neu formiert, in der Holzwerkstätte bizarre Skulpturen
gezimmert. Seit einer Woche werden in dieser fruchtbaren
Kollaboration phantastische Konstruktionen aus alten Stühlen, Möbel,
Styropor, Pappe, Gips, Zement, Ziegeln, Matratzen, Bettgestellen,
Metallgittern, Nylon-Strumpfhosen sowie aus alten Badewannen und
Toiletten in Kunstwerke transformiert.

Die Kunsthalle Krems wird zu einem Ereignisraum und einer
sinnlichen Zone umfunktioniert, in der die rätselhaften Wunderkammern
der Nachtseiten der Vernunft in ein neues Universum des
Ausstellungsauftritts übergeführt werden. Die künstlerische
Bildproduktion bleibt ambivalent zwischen Realem und Irrealem. In
einem vielgestaltigen Territorium lauern Eros und Tod in tierischen
Symbolen und haltlos zerstückelten Körperfragmenten.

Sarah Lucas stellt bis auf ein einziges Objekt, eines riesigen,
beweglichen Unterarm aus der Sammlung ihres Künstlerkollegen Damien
Hirst, alle anderen Arbeiten vor Ort neu her. Daneben wird ein
Käsefuß-Objekt von Gelatin olfaktorische Qualitäten beweisen. Neben
ca. 40 Gelatin-Arbeiten aus den letzten zehn Jahren (Plastilinbilder,
Zeichnungen, Fotocollagen und Objekte) wird die Künstlergruppe den
Großteil ihrer Exponate ebenso vor Ort entwickeln.

Die Ausstellung "Lucas Bosch Gelatin" wird am Samstag, dem 16.
Juli um 18 Uhr in der Kunsthalle Krems eröffnet. Der Grenzgang
versucht, die verzaubernd verstörenden Bildsprachen der beteiligten
Künstler im fließend fantastischen, Staunen erregenden, die Sehnsucht
schürenden Imaginären zu präsentieren. Dabei werden die
Installationen und Skulpturen von Lucas und Gelatin erstmals
spätmittelalterlichen Künstlern wie Hieronymus Bosch und seinen
Nachfolgern als Ideenfolie gegenübergestellt.

20 hochkarätige Leihgaben aus der Wiener Albertina, dem Musée des
Beaux-Arts in Dijon, dem Kunsthistorischen Museum, Wien, dem
Kupferstichkabinett der Akademie der bildenden Künste in Wien, dem
Dommuseum Salzburg, der Sammlung des Fürsten von uns zu Liechtenstein
sowie Werke aus Privatbesitz werden in unmittelbarer Nachbarschaft
Korrespondenzen mit den Arbeiten von Sarah Lucas und Gelatin eingehen
und evozieren, dass über die Epochen hinweg, Fantasie die
Hauptantriebsfeder der Kunst ist. Die Grundkonzeption der Schau, die
bis 6. November 2011 in der Kunsthalle Krems zu sehen sein wird,
stammt von Kunsthalle-Direktor Hans-Peter Wipplinger und der
Kunstwissenschaftlerin Brigitte Borchhardt-Birbaumer im Dialog mit
Sarah Lucas und Gelatin.

Im Anschluss an die Eröffnung am 16. Juli findet ein Sommerfest
vor der Kunsthalle Krems und im Kloster Und mit Musik & Sounds von
Russell Haswell, Philipp Quehenberger & DD Kern, Sara Glaxia, tmpl
XX, Fantastik Framtid und der Trachtenkapelle Wösendorf statt.
Parallel zu den Aufbauarbeiten der Ausstellung entsteht im Verlag
Walther König, Köln ein Katalog, der aufgrund aktueller
Installationsfotos erst rund 14 Tage nach der Eröffnung der Schau
erscheint (160 Seiten, mit Beiträgen von Brigitte
Borchhardt-Birbaumer, Hans-Peter Wipplinger und dem Doyen der
Kunstgeschichte Werner Hofmann). Dazu wird in der Kunsthalle Krems
eine spezielle Subskription angeboten: um Euro 38,90 erhält man zwei
Eintrittskarten in die Ausstellung und einen Katalog zur Schau, der
per Post zugeschickt wird. Subskription unter: [email protected]

Pressebilder zum Download:
http://celum.noeku.at/pindownload/login.do?pin=J58PQ

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   Kunstmeile Krems Betriebs GmbH / Kunsthalle Krems
   Franz-Zeller-Platz 3, 3500 Krems an der Donau

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