- 07.07.2011, 12:41:42
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Österreichische Post stellt CO2 neutral zu
Alle Sendungen künftig klimaneutral, Kunden der Post erhalten "CO2 Neutral-Zertifikat" Erfolgreiche Projekte mit Lebensministerium und BMVIT
Wien (OTS) - Als größtes Logistikunternehmen des Landes ist die
Österreichische Post in einem energieintensiven Geschäft tätig.
Jährlich werden in Österreich rund 6 Mrd Sendungen zugestellt - dafür
legen die Mitarbeiter der Post jeden Tag mehr als 200.000 km zu Fuß,
per Fahrrad und Moped sowie per PKW und Transporter zurück. Das
Unternehmen benötigt mit seinen Fahrzeugen rund 15 Mio Liter
Treibstoff und in seinen Gebäuden rund 180 Mio kWh Energie pro Jahr.
Die Österreichische Post ist sich ihrer Verantwortung gegenüber der
Umwelt bewusst und sucht daher laufend nach Verbesserungspotenzialen,
um die CO2 Emissionen und damit den ökologischen Fußabdruck zu
minimieren.
Basierend auf einer Vereinbarung mit 16 europäischen
Postgesellschaften, mit dem Ziel bis 2012 die CO2 Emissionen um 10%
zu reduzieren, hat die Österreichische Post noch weitreichendere
Maßnahmen beschlossen: Die Zustellung aller Sendungen in Österreich
soll gänzlich klimaneutral gestaltet werden. Alle Briefe, Pakete und
Werbesendungen werden nun CO2 Neutral Zugestellt. Dies geschieht
durch die Reduktion der Emissionen und den effizienten Umgang mit
Ressourcen. Zudem setzt die Post verstärkt auf alternative Energie.
Oberste Priorität hat die Vermeidung der Emissionen, jene die von der
Post und ihren Partnern nicht vermieden werden können, werden durch
freiwillige Unterstützung nationaler und internationaler
Klimaschutzprojekte ausgeglichen.
"Damit gibt es in Summe keinerlei CO2 Auswirkungen der
Zustelltätigkeit der Österreichischen Post. Und das ohne zusätzliche
Kosten für unsere Kunden", so Post-Generaldirektor Dr. Georg Pölzl.
"Wir werden damit unter den internationalen Logistikanbietern zum
absoluten Vorreiter. Während andere Unternehmen einzelne Leistungen
klimaneutral anbieten, stellen wir in Österreich ausnahmslos alle
Sendungen CO2 neutral zu. Die Rahmenbedingungen und begleitenden
Maßnahmen vom Lebensministerium und BMVIT sind dabei eine wichtige
Hilfe für das Unternehmen, für die Umwelt und für Österreich." "Wir
haben in den vergangenen Jahren massiv in Forschung und Entwicklung
investiert. Jetzt kommt der Schritt in die Anwendung, von den
Entwicklungsabteilungen auf die Straße. Unter anderem in
großangelegten Leuchtturmprojekten, bei denen die Österreichische
Post stark engagiert ist", begrüßt Infrastrukturministerin Doris
Bures das Projekt. Und Lebensminister DI Niki Berlakovich ergänzt:
"Die Post zeigt nun vor, dass es geht und vor allem wie es geht. Sie
hat mit der Initiative 'CO2 Neutral Zugestellt' eine Pionierrolle
übernommen."
Konzeption und Maßnahmenmix
Die Österreichische Post bekennt sich mit dieser nun gestarteten
Initiative zum nachhaltigen Umwelt- und Klimaschutz. Zusätzlich kommt
sie damit der Nachfrage der Kunden nach nachhaltigen Produkten und
Dienstleistungen nach. Den Großkunden wird die Post künftig auch ein
eigenes "CO2 Neutral-Zertifikat" ausstellen - als Nachweis dafür,
dass deren Zustellleistung CO2 neutral erfolgte.
In Summe emittiert die Post im Zuge ihrer Geschäftstätigkeit rund
100.000 Tonnen CO2 pro Jahr. 40.000 Tonnen entstehen durch den
Betrieb der Gebäude und Verteilzentren, weitere 40.000 Tonnen im
eigenen Fuhrpark, die übrigen 20.000 Tonnen durch Partnerunternehmen.
Die Kompensation dieser Emissionen erfolgt durch Einsparungen im
Fuhrpark, im Bereich Gebäude und Logistik sowie durch nationale und
internationale Klimaschutzprojekte.
Um sicherzustellen, dass die angestrebten positiven
Umweltauswirkungen auch gegeben sind, wird der Prozess durch die
Sachverständigen des TÜV AUSTRIA begleitet und geprüft. Alle
Berechnungen von Treibhausgasemissionen erfolgen in Übereinstimmung
mit den Anforderungen der Norm PAS 2050, und auch die Behauptung der
CO2 neutralen Zustellung ist anhand der Norm PAS 2060 ebenfalls von
unabhängiger Stelle geprüft und verifiziert.
CO2 Einsparungen im Fuhrpark
Mit insgesamt 9.000 Fahrzeugen verfügt die Post über den größten
Fuhrpark Österreichs. Durch optimierte Routenplanung, die ständige
Modernisierung der Flotte, laufende Schulungen der Fahrer, aber auch
durch einen hohen Anteil der Zustellung zu Fuß oder mit Fahrrädern
verringert die Post ständig ihren Treibstoffverbrauch und damit den
CO2 Ausstoß. Zusätzlich setzt die Post bereits auf den Einsatz
alternativer Antriebsmethoden. So sind derzeit 77 umweltschonende
Erdgas-Fahrzeuge im Einsatz sowie 64 Elektrofahrräder, 8
Elektro-Mopeds und zwei Elektro-Autos.
Noch in diesem Jahr wird die Elektro-Flotte der Post erweitert: 18
mehrspurige E-Fahrzeuge (10 Renault Kangoo, 8 Citroen Berlingo)
werden angekauft, zusätzlich läuft die Ausschreibung für weitere
einspurige E-Fahrzeuge. "Damit investieren wir noch heuer in die
E-Mobilität und werden Vorreiter und Impulsgeber für alternative
Technologien. Ein Ausbau der Flotte ist angedacht, in Abhängigkeit
der technische Verfügbarkeit und der Eignung der Fahrzeuge für den
postalischen Betrieb, aber auch vom Förderumfeld. Wir gehen aber
davon aus, dass hier die gute Zusammenarbeit mit den Ministerien und
die Unterstützung im Sinne des Umweltschutzes fortgeführt wird", so
Pölzl.
CO2 Einsparungen bei den Gebäuden
Auch im Bereich ihrer Gebäude setzt die Post konkrete Maßnahmen
zur Reduzierung des CO2 Ausstoßes. So werden gas- und ölbefeuerte
Heizsysteme reduziert und der Anteil an Fernwärme gesteigert,
zusätzlich wird in einer neuen Stromausschreibung ein Fokus auf Strom
aus erneuerbaren Energiequellen gelegt. Für eine mögliche künftige
Umsetzung werden gerade LED-Beleuchtungskonzepte geprüft und eine
Feasibility-Studie für Photovoltaik-Anlagen auf den Verteilzentren in
Auftrag gegeben.
CO2 Einsparung durch Klimaschutzprojekte
Jene CO2 Emissionen, die durch unternehmensinterne Maßnahmen nicht
vermieden werden können, werden künftig durch die Investition in
nationale und internationale Klimaschutzprojekte kompensiert. Neben
den erzielten Emissionseinsparungen wird dabei besonderes Augenmerk
auf ökologische und sozioökonomische Aspekte des Projekts gelegt, um
dem Ansatz der ganzheitlichen Nachhaltigkeit in vollem Umfang
Rechnung zu tragen. Bei nationalen Projekten wird eine Zusammenarbeit
mit Klimaschutzinitiativen wie beispielsweise "Climate Austria"
angestrebt (Climate Austria wurde von der Kommunalkredit Public
Consulting gemeinsam mit dem Lebensministerium gegründet). Die
internationalen Projekte müssen standardisierte Validierungskriterien
der freiwilligen Emissionsminderungen erfüllen und werden von
unabhängigen Institutionen geprüft. Die Qualitätssicherung hierbei
erfolgt ebenfalls durch die Zertifizierungsstelle TÜV AUSTRIA.
Die Post als Partner des BMVIT bei E-Mobilität
2010 haben die ÖBB und österreichische Partnerunternehmen die
Zusage für das Projekt eMORAIL im Rahmen der Ausschreibung
"Technologische Leuchttürme der Elektromobilität" des BMVIT und
Klima- und Energiefonds erhalten. eMORAIL entwickelt die Verbindung
von Bahnbetrieb und Carsharing auf Basis von E-Fahrzeugen. Das
Vorhaben wird mit 2,6 Mio Euro Fördergeld durch das BMVIT
unterstützt. Die Österreichische Post steht für diese Verkehrslösung
als Partner zur Verfügung. Das Entwicklungsprojekt eMORAIL wird an
zwei Pilotstandorten in Österreich, in der Steiermark und in
Niederösterreich, gestartet. Entwicklungs-Schwerpunkte dabei sind:
Die Ausarbeitung einer Logistik- und Verwaltungsapplikation für die
Disposition, die Verrechnung der Fahrzeuge und die Entwicklung einer
intelligenten Verknüpfung von Fahrzeugdaten und Daten des
öffentlichen Verkehrs. So soll gewährleistet werden, dass man am Ende
auch wirklich ein marktreifes und wettbewerbsfähiges Modell
präsentieren kann. "Durch ihre Erfahrung und die Größe ihres
Fuhrparks ist die Post hier der ideale Partner um die entwickelte
Lösung zu testen und zu demonstrieren. Das ist ein wichtiger
Bestandteil des Projekts und wir freuen uns, die Post hier, aber auch
in anderen Projekten im Bereich der E-Mobility als Partner zu haben",
betont die Ministerin.
So wurde unter Federführung des Automobil-Clusters Oberösterreich
die Plattform "Clean Motion OÖ" (CMO) mit 13 Gründungspartnern
gestartet, die die Kompetenzen der Zulieferer für
E-Fahrzeuge stärken soll. Das Projekt wird mit 4,4 Mio Euro vom BMVIT
gefördert. Unternehmen und auch Mustergemeinden, die sich der
Plattform mit adäquaten Initiativen angeschlossen haben, sind neben
der Österreichischen Post unter anderen die Alpine Energie,
Haidlmair, KEBA, Linz Center of Mechatronics, Linz Strom, ÖAMTC,
Senoplast, die OÖ Akademie für Umwelt und Natur sowie die Stadt
Steyr. Die Plattform-Mitglieder wollen ihr gebündeltes Know-how im
Elektroauto der Zukunft anwenden.
"Für mich als Technologieministerin ist diese Entwicklung wirklich
außerordentlich vielversprechend. Ich bin sicher, dass wir da auf dem
richtigen Weg sind, weil hier eine gemeinsame Strategie verfolgt wird
und weil öffentliche Förderung, insbesondere von Forschung und
Technologieentwicklung, und das Engagement von Unternehmen, wie
beispielgebend das von der Post, Hand in Hand gehen", so das Resümee
von Bures.
Die Post als Partner des Lebensministeriums
"Ich will für Österreich ein Energiesystem für morgen mit
Lebensqualität, Sicherheit und Perspektiven - für alle nachkommenden
Generationen. Daher ist es unsere Pflicht, auf Erneuerbare und
Energieeffizienz zu setzen", hebt Umweltminister Niki Berlakovich
hervor. "Ich gehe noch einen Schritt weiter und fordere die
Energieautarkie Österreichs. Um dieses Ziel zu erreichen, brauchen
wir Partner und Vorbilder, die diesen Weg mitgehen. Die
Österreichische Post zeigt nun vor, dass es geht und vor allem wie es
geht. Sie hat mit der neuen Initiative 'CO2 Neutral Zugestellt'
sicher eine Pionierrolle übernommen."
Gerade der Verkehrsbereich ist eine große Herausforderung für den
Klimaschutz und die Energieautarkie. Mit dem klima:aktiv mobil
Beratungs- und Förderprogramm gibt es ein Instrument zur
Unterstützung von Betrieben und Gemeinden bei der Umsetzung von
Fuhrparkumstellungen auf alternative Antriebe und E-Mobilität,
Mobilitätsmanagement, Spritsparen und Radverkehrsförderung. Die
mittlerweile 1.800 klima:aktiv mobil Partner sparen mit ihren
Projekten über 400.000 Tonnen CO2 pro Jahr. Mit rund 42 Mio Euro
Fördermitteln für Fuhrparkumstellungen, E-Mobilität,
Mobilitätsmanagement und Radverkehr wurden Investitionen von 271 Mio
Euro ausgelöst und ca. 3.000 neue green jobs geschaffen. Die
Österreichische Post ist als großes Logistikunternehmen und
Flottenbetreiber ein enorm wichtiger klima:aktiv Partner.
Auch über den Klima- und Energiefonds werden 2011 wieder
Modellregionen - im Bereich E-Logistik und E-Pendler - gefördert.
Insgesamt stehen dafür 5 Mio Euro an Fördergeldern zur Verfügung.
Gesucht werden dabei Unternehmen und Regionen zur Elektrifizierung
des Liefer- und Zustellverkehrs in Kombination mit Erneuerbarer
Energieproduktion und Mobilitätsmanagement. Die Ausschreibung läuft
noch bis 12. Oktober 2011.
Rückfragehinweis:
Österreichische Post AG Presse und Interne Kommunikation Leitung Mag. Ina Sabitzer Tel.: +43 (0) 577 67 - 21763 E-Mail: [email protected]
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