• 06.07.2011, 12:34:46
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SJG Kärnten: Tango Korrupti - Es ist was faul im Staate Kärnten

Die SJG Kärnten machte mit einer Medienaktion auf das Politikverständnis von Schwarz-Blau aufmerksam

Wien (OTS) - Der Prozess, der heute in Klagenfurt gegen Uwe
Scheuch stattfindet, ist nur einer von vielen traurigen Höhepunkten
auf der Skandal-Achterbahn schwarzblauer Politik. Michael Raunig,
Landesvorsitzender der SJG Kärnten: "Kaum ein Monat, kaum eine Woche
vergeht, ohne dass ein Skandal blauer oder schwarzer Politiker
ruchbar wird: Grasser, Martinz, Scheuch, Strasser und wie sie alle
heißen, sie sind der Grund, warum PolitikerInnen in der
Beliebtheitsskala gleich nach Anwälten und Autoverkäufern kommen!"
Die SJG hat daher den Prozessauftakt von Uwe Scheuch zum Anlass für
eine Medienaktion genommen, auf die unhaltbaren Zustände hinzuweisen:
Verkleidet als blau-schwarze Politiker waren SJG-Aktivisten die
Spielfiguren von Passanten und mussten je nach Würfelglück über 30
Skandal-Spielfelder hinter sich bringen, "Ziel" war das Gefängnis.
Wer dort als Letztes ankam, hatte das Spiel "gewonnen": Das spiegelt
die aktuelle politische Situation unseres Landes wieder, in dem die
strafrechtliche Verfolgung von Spitzen-Politikern anscheinend zum
guten Ton gehört.

Damit muss Schluss sein!

Michael Raunig, der für die PassantInnen als Spielleiter
fungierte: "Politisches Engagement bedeutet für uns, Verantwortung zu
übernehmen, für seine Mitmenschen und für das eigene Verhalten.
Politisches Engagement bedeutet für uns also auch moralisches
Handeln, Handeln im Sinne des Allgemeinwohls. Als sozialdemokratische
Jungendorganisation schmerzt es uns daher, mitzuerleben, wie es in
Österreich und besonders in Kärnten momentan um die Demokratie
bestellt ist!

Raunig weiter: "Es liegt an uns allen, der Gesellschaft insgesamt,
aktiv zu werden. Die Politik kann aber dabei helfen,
Rahmenbedingungen zu schaffen, die den Bürgerinnen und Bürgern den
Einstieg in demokratische Prozesse erleichtern! Wir fordern daher:
4 Punkte für mehr Demokratie und Transparenz in Kärnten und
Österreich

- Leichterer Zugang zu politischer Bildung: Politischer Bildung 
   muss im Schulunterricht ein  wesentlich wichtigerer Stellenwert 
   zukommen, als das derzeit der Fall ist!

 - Öffentliche Ausbildungsangebote für politisch Engagierte: Für 
   jeden Job braucht es eine entsprechende Ausbildung: Warum nicht 
   auch für PolitikerInnen? Eine berufsbegleitende, öffentliche und 
   kostenlose Ausbildung zum Kommunal,- Landes-, Bundes-, oder 
   Europapolitiker mit Ausbildungs-Schwerpunkten (Recht, 
   Wirtschaft...) wäre ein wichtiger Schritt zu mehr 
   Professionalität bei den VolksvertreterInnen!

 - Reform der Presseförderung: Weg von der Inserate-Diktatur

- Abschaffung des Proporzes in Kärnten

Allein die Umsetzung dieser vier Punkte hätte bereits einen
nachhaltigen und positiven Effekt auf demokratische Prozesse in
Österreich, gibt sich Raunig überzeugt.

Rückfragehinweis:
Landesvorsitzender Michael Raunig
(0664/3417085)
Landesgeschäftsführer Mag. Heimo Mauczka
(069912565550)

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