- 04.07.2011, 12:51:42
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Heinisch-Hosek: "Der öffentliche Dienst muss modern, mobil und sparsam sein und auf Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger eingehen"
ExpertInnenpapier "Perspektiven des öffentlichen Dienstes" vorgestellt
Wien (OTS) - "Der öffentliche Dienst des 21. Jahrhunderts muss
modern, mobil und sparsam sein", sagte Ministerin Gabriele
Heinisch-Hosek heute bei der Präsentation eines ExpertInnenpapiers,
in dem in sieben Thesen und 50 Empfehlungen Grundlagen für eine
Neustrukturierung des öffentlichen Dienstes ausgearbeitet worden
sind. "Ich will eine leistungsfähige Verwaltung, die Antworten auf
die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger gibt." Um das zu
erreichen, seien im öffentlichen Dienst die Menschen dort
einzusetzen, wo sie gebraucht werden. Gleichzeitig müsse mit
Steuergeldern sparsam umgegangen werden.
Dass der öffentliche Dienst in Österreich gut aufgestellt sei, zeige
auch eine soeben veröffentlichte Studie der OECD, die Österreich im
Ländervergleich bei Effizienz und Sparsamkeit ganz vorne platziere.
Immerhin betrage der Anteil der öffentlich Bediensteten am
Gesamtarbeitsmarkt nur 11,4 Prozent, während er in den anderen
EU-Ländern bei 15 Prozent und mehr liege. "Wir können uns trotzdem
nicht tatenlos zurücklehnen", sagte die Ministerin. Deshalb habe sie
eine internationale und interdisziplinäre ExpertInnenkommission mit
der Erarbeitung eines Perspektivenpapiers beauftragt.
"Österreich hat eine starke Verwaltung. Die Frage ist, wie es in den
nächsten 20 Jahren weiter gehen wird", sagte die Bürgermeisterin von
Düsseldorf,
Diplom-Volkswirtin Gudrun Hock, die das Papier stellvertretend für
alle Beiratsmitglieder präsentiert hat. Damit der Staat
leistungsfähig bleibe und auch in Krisensituation professionell
agieren könne, brauche er talentierte und gut qualifizierte
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Um diese zu rekrutieren werde der
öffentliche Dienst künftig verstärkt mit Privaten in Konkurrenz
treten. Einem Mangel an qualifizierten Arbeitskräften sei unter
anderem durch die Schaffung einer internen Personalagentur und mit
ressortübergreifenden Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen -
bis hin zu einer eigenen universitären Ausbildung - entgegen zu
wirken. "Vor allem für Frauen ergeben sich künftig im öffentlichen
Dienst, durch eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie, sehr
gute Perspektiven", sagte Hock.
Neben Gudrun Hock haben auch Universitätsprofessorin Dr. Barbara
Leitl-Staudinger, Vorständin des Instituts für Multimediales
Öffentliches Recht an der Johannes Kepler Universität Linz,
Universitätsprofessorin Dr. Renate Meyer, Leiterin des
Forschungsinstituts für Public Management an der
Wirtschaftsuniversität Wien, Universitätsprofessor Dr. Walter Pfeil,
Fachbereich Arbeits-, Wirtschafts- und Europarecht an der Universität
Salzburg, Dr. Einar Sladecek, Präsident des Arbeits- und
Sozialgerichts Wien und Dr. Markus Klimmer, Managing Director von
Accenture GmbH Berlin, unentgeltlich an der Erarbeitung dieses
Papiers mitgearbeitet.
"Das nun vorliegende Perspektivenpapier ist als Empfehlung an die
Politik zu sehen", sagte die Ministerin. Das bedeute, dass die
Diskussionen damit keineswegs zu Ende sind, sondern die Gespräche
jetzt erst richtig beginnen würden. Auf Basis der nun vorliegenden
Thesen soll im Herbst ein Reformdialog mit Vertreterinnen und
Vertretern der Länder und Gemeinden sowie mit der Gewerkschaft
gestartet werden. Auch andere Ressorts und Parteienvertreterinnen und
Vertreter würden dazu eingeladen.
Die "Perspektiven des öffentlichen Dienstes" sind im Internet zu
finden:
http://www.bundeskanzleramt.at/DocView.axd?CobId=44129
Rückfragehinweis:
Dr. Julia Valsky
Pressesprecherin der Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
Tel.: (01) 531 15 - 2149, 0664/610 62 76
mailto:julia.valsky@bka.gv.at
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