• 04.07.2011, 12:20:22
  • /
  • OTS0118 OTW0118

FFV Nachtmann/Ossberger: Katastrophale Betreuungssituation in Wiens Kinderkrippen

Auf eine Betreuungsperson kommen bereits sechs Kleinstkinder

Wien (OTS/fpd) - Beim Bauen von "Aufbewahrungsstätten" für unsere
Kinder ist die rot-grüne Koalition in Wien Weltmeister, jedoch hinkt
die Bundeshauptstadt beim Aufbau des notwendigen Personals für die
Kleinstkinderbetreuung eklatant hinterher. Dies habe katastrophale
Auswirkungen auf unsere 0 bis 3-Jährigen, die durch einen
Betreuungsschlüssel von sechs Kleinstkindern auf eine
Betreuungsperson nicht mehr die von Experten empfohlene Fürsorge für
diese Alters-klasse bekommen können, so der Obmann des Freiheitlichen
Familienverbands, Mag. Ger-fried Nachtmann und die Wiener FFV Obfrau,
Birgit Ossberger.

Auf Grund des enormen gesellschaftlichen Drucks auf unsere heimischen
Familien nehmen immer mehr Eltern gezwungenermaßen einen Krippenplatz
für ihre 0 bis 3-jährigen Kinder in Anspruch. Die Statistik Austria
zeigt in ihrer neuersten Aufstellung einen starken Anstieg vom
Betrachtungsjahr 2009/10 auf 2010/11 von 3.310 Kleinstkindern in
Wiens Krippen. Das Krip-penpersonal hingegen erfuhr 2008/09 eine
Senkung von 2.235 auf 2.054 und stagniert nun bei 2057
Betreuungspersonen. Während noch im Jahr 2008 ein Betreuungsschlüssel
von 3,7 Kindern pro Betreuungsperson erreicht wurde, stieg dieser im
Jahr 2009 auf 4,5 und im Jahr 2010 gar auf 6,1 Kinder pro
Betreuungsperson.

Dem Anstieg von 3.310 Kindern steht also ein Anstieg von drei
Betreuungspersonen gegen-über. Dies bedeutet, dass trotz
Millioneninvestitionen für den umstrittenen Ausbau von
Krip-penplätzen nunmehr mittlerweile über sechs Kleinstkinder auf
eine Betreuungsperson in Wien kommen.

Während 2008/2009 der Anteil erwerbstätiger Mütter von Krippenkindern
noch 70,2% aus-machte, verringerte sich dieser Anteil auf nur noch
56,5% im Jahr 2010. Der Zuwachs an Betreuungsplätzen wird also
überwiegend von nicht erwerbstätigen Müttern in Anspruch ge-nommen.
Dieser Trend ist schon länger zu beobachten. Von 1972 bis 2009 wurden
4.996 neue Krippenplätze in Wien geschaffen, wobei nur 986 dieser
Plätze von berufstätigen Müt-tern in Anspruch genommen wurden. 80,3%
des Zuwachses kam damit nicht erwerbstätigen Müttern zu Gute. In
Anbetracht dessen, dass das "Österreichische Institut für
Familienfor-schung an der Universität Wien erhoben hat, dass ein
Wiener Krippenplatz durchschnittlich Kosten in Höhe von 12.630,- Euro
pro Kind und Jahr verursacht, ist diese Politik zu hinterfra-gen.

Diese Zahlen machen aber klar, wo der familienpolitische Zug in
Zukunft hinfährt. Die Be-dürfnisse von Familien und die Entwicklung
unserer Kinder werden ausschließlich wirt-schaftspolitischen
Zielsetzungen geopfert. Das Erreichen des sogenannte Barcelona-Ziels
(33% der unter Dreijährigen in Fremdbetreuung) beabsichtigt einzig
und allein die Erreichung europäischer Wirtschaftskennzahlen.

Dieser unhaltbare Zustand gefährdet die Entwicklung unserer Kinder!
Anstatt eine Fremd-betreuung von Kindern unter drei Jahren weiter zu
forcieren, wäre es besser den Eltern durch eine echte finanzielle
Absicherung für die ersten drei Lebensjahre ihrer Kinder die freie
Wahl der Betreuung zu überlassen. Auch eine sofortige
Inflationsanpassung aller Familien-leistungen, eine adäquate
Berücksichtigung der häuslichen Kindererziehungszeiten im
Pen-sionsrecht sowie ein attraktives und familiengerechtes
Steuersystem durch die Einführung des Familiensteuersplittings seien
Maßnahmen für eine echte Entlastung der Familien und insbesondere der
Mütter, schließt Nachtmann und Ossberger. (Schluss)paw

Rückfragehinweis:
Klub der Freiheitlichen, Pressestelle

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NFW

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel