Zeitschrift "Die Aula" verhöhnt Holocaustüberlebende Ruth Klüger und verharmlost den nationalsozialistischen Völkermord

Israelitische Kultusgemeinde erstattet Anzeige bei der Staatsanwaltschaft

Wien (OTS) - In der aktuellen Ausgabe der einschlägigen
Zeitschrift "Die Aula" werden KZ-Überlebende als Kriminelle und nach ihrer Befreiung als Landplage bezeichnet. Die Literatin Ruth Klüger, die für die Holocaustüberlebenden am Gedenktag gegen Rassismus im Parlament sprach, wird auf verabscheuungswürdige Weise verhöhnt. Der Autor zitiert ein Gedicht der berühmten Schriftstellerin, welches von den Geschehnissen im Konzentrationslager Auschwitz, insbesondere von den dortigen Krematorien handelt, bezichtigt sie der Lüge und verharmlost das Schicksal der Literatin. Mittels angeführter zweifelhafter Beweise wird die Existenz von Krematorien geleugnet und Zeitzeugen, die davon berichteten, mehrfach unterstellt, nicht die Wahrheit gesagt zu haben. Der Autor geht schließlich soweit, das Schicksal von Anne Frank dahingehend zu verharmlosen, als sie lediglich als das Opfer einer Typhus-Epidemie dargestellt wird.

Die Israelitische Kultusgemeinde sieht in diesen Äußerungen einen eindeutigen Verstoß gegen das Verbotsgesetz und hat Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erstattet. Abgesehen von rechtlichen Schritten appelliert die IKG an alle politischen, zivilen und behördlichen Kräfte in Österreich gegen diese Form der Wiederbetätigung aufzutreten.

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Israelitische Kultusgemeinde Wien, Tel: 01 53104-105

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