ARGE Selbsthilfe Österreich fordert ungehinderte Fortsetzung des Pilotbetriebs e-Medikation

Vor allem chronisch kranke Menschen, die mehrere Medikamente gleichzeitig einnehmen, profitieren von der Aufdeckung von Wechselwirkungen

Wien (OTS) - Die ARGE Selbsthilfe Österreich - der Dachverband von österreichweit tätigen Selbsthilfegruppen - fordert alle am Pilotprojekt e-Medikation beteiligten Partner auf, sachlich und konstruktiv an diesem für die Patientensicherheit entscheidenden Projekt weiterzuarbeiten.

"Aus Sicht der betroffenen Patienten, die wir vertreten, sind die Querschüsse aus den Reihen der Projektbetreiber völlig unverständlich und nicht länger hinzunehmen. Noch dazu, wenn diese Querschüsse über Presseaussendungen und Medienartikel erfolgen, die ausschliesslich der Verunsicherung der PatientInnen dienen", erklärt Monika Maier von der ARGE Selbsthilfe Österreich.

Scheinbar geht es einzelnen Gruppen, die sich hier jetzt lautstark zu Wort melden, mehr um Eigeninteressen als um das Wohl der Patienten. Die ARGE Selbsthilfe Österreich steht dem Projekt e-Medikation positiv gegenüber, da hier unerwünschte Wechselwirkungen bei Einnahme von mehreren Medikamenten noch sicherer als bisher entdeckt und vermieden werden können. Gerade Patienten mit komplexen Krankheitsbildern bzw. chronischen Erkrankungen nehmen oft mehrere Medikamente gleichzeitig ein und profitieren daher von der Aufdeckung solcher Wechselwirkungen in besonderem Maße. Die ARGE Selbsthilfe Österreich vertritt rund 1.600 Selbsthilfegruppen, die rund 250.000 chronisch kranke Menschen betreuen.

"Angesichts der Tatsache, dass alle Beteiligten in die Vorbereitung eingebunden waren und alle Details kannten, ist es umso fragwürdiger, wenn sich jetzt etwa Teile der Ärzteschaft plötzlich gegen das Projekt wenden und allen Ernstes die Patienten aufrufen, sich nicht daran zu beteiligen", so Maier. "Ich kann es keinem jener Patienten erklären, die oft zehn oder mehr Medikamente nehmen müssen, was dagegen spricht, diese - anders als bisher - nun systematisch auf Wechselwirkungen zu prüfen. Wir fordern daher die ungehinderte Fortsetzung des laufenden Pilotbetriebs zur e-Medikation, an den notwendigen elektronischen Adaptierungen zu feilen, um dann möglichst rasch zu einem österreichweiten Regelbetrieb zu kommen."

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