VP-Aigner: Jugendwohlfahrt vor dem Kollaps - mehr Personal für Jugendämter statt teurem Fahrradkoordinator

Wien (OTS) - Heftige Kritik übte heute ÖVP Gemeinderat Wolfgang Aigner an den Missständen in der Wiener Jugendwohlfahrt. "Obwohl die Jugendwohlfahrt personell und infrastrukturell am Limit ist, gibt es auf Seiten der Stadt Wien keine Strategie, den Personalmangel nachhaltig zu beseitigen. Statt hier endlich gegenzusteuern, nimmt man den bevorstehenden Kollaps des Systems offenkundig in Kauf und lässt die Hilferufe des Personals ungehört verhallen."

Aigner zeigte sich umso mehr verwundert, als die Stadt Wien sonst überaus erfinderisch bei der Schaffung von Dienstposten ist. "Wien braucht keinen gut bezahlten Fahrradbeauftragten, sondern mehr Sozialarbeiter. Es könnte im Jahr der Freiwilligkeit auch den Grünen einmal in den Sinn kommen, dass es ehrenamtliche Arbeit gibt. Vielleicht findet sich in der Radfahrercommunity jemand, der diese Aufgabe ehrenamtlich erfüllt."

Prävention kaum noch möglich

"Der aktuelle Bericht der Volksanwaltschaft ist nur die Fortsetzung der Kritik der vergangenen Jahre. Statt 80 Millionen Euro in die teuerste Schule Österreichs zu investieren, sollte man lieber die Wiener Jugendwohlfahr auf einen aktuellen Stand bringen. Wie zahlreiche Studien belegen, ist jeder in die Jugendwohlfahrt investierte Euro mehr als gut angelegt, werden doch spätere Fehlentwicklungen wie das Abgleiten in die Kriminalität verhindert. Eigentlich müsste man die Krisenzentren für traumatisierte Kinder, die vor ihrer eigenen Familie in Sicherheit gebracht werden müssen, so ausgestalten, wie das beim Campus Hauptbahnhof geplant ist:
Einheiten mit Dorfcharakter und andere architektonische Features, die eine Wohlfühlatmosphäre schaffen anstelle von Gangbetten und Matratzenlagern", so Aigner abschließend.

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