• 29.06.2011, 11:58:23
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VP-Aigner: Jugendwohlfahrt vor dem Kollaps - mehr Personal für Jugendämter statt teurem Fahrradkoordinator

Wien (OTS) - Heftige Kritik übte heute ÖVP Gemeinderat Wolfgang
Aigner an den Missständen in der Wiener Jugendwohlfahrt. "Obwohl die
Jugendwohlfahrt personell und infrastrukturell am Limit ist, gibt es
auf Seiten der Stadt Wien keine Strategie, den Personalmangel
nachhaltig zu beseitigen. Statt hier endlich gegenzusteuern, nimmt
man den bevorstehenden Kollaps des Systems offenkundig in Kauf und
lässt die Hilferufe des Personals ungehört verhallen."

Aigner zeigte sich umso mehr verwundert, als die Stadt Wien sonst
überaus erfinderisch bei der Schaffung von Dienstposten ist. "Wien
braucht keinen gut bezahlten Fahrradbeauftragten, sondern mehr
Sozialarbeiter. Es könnte im Jahr der Freiwilligkeit auch den Grünen
einmal in den Sinn kommen, dass es ehrenamtliche Arbeit gibt.
Vielleicht findet sich in der Radfahrercommunity jemand, der diese
Aufgabe ehrenamtlich erfüllt."

Prävention kaum noch möglich

"Der aktuelle Bericht der Volksanwaltschaft ist nur die Fortsetzung
der Kritik der vergangenen Jahre. Statt 80 Millionen Euro in die
teuerste Schule Österreichs zu investieren, sollte man lieber die
Wiener Jugendwohlfahr auf einen aktuellen Stand bringen. Wie
zahlreiche Studien belegen, ist jeder in die Jugendwohlfahrt
investierte Euro mehr als gut angelegt, werden doch spätere
Fehlentwicklungen wie das Abgleiten in die Kriminalität verhindert.
Eigentlich müsste man die Krisenzentren für traumatisierte Kinder,
die vor ihrer eigenen Familie in Sicherheit gebracht werden müssen,
so ausgestalten, wie das beim Campus Hauptbahnhof geplant ist:
Einheiten mit Dorfcharakter und andere architektonische Features, die
eine Wohlfühlatmosphäre schaffen anstelle von Gangbetten und
Matratzenlagern", so Aigner abschließend.

Rückfragehinweis:
ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: T:(+43-1) 4000/81 916, F:(+43-1) 4000/99 819 60
mailto:[email protected]

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