JANK: 6-PUNKTE-PROGRAMM FÜR MEHR SICHERHEIT BEI VERANLAGUNGEN

Wirtschaftskammer Wien schnürt 6-Punkte-Maßnahmenpaket nach den Prämissen Sicherheit - Transparenz - Kontrolle

Wien (OTS) - Heute präsentierte Wirtschaftskammer Wien-Präsidentin Brigitte Jank ein 6-Punkte-Programm, das mehr Sicherheit, mehr Transparenz und mehr Kontrolle bei Veranlagungen sichern soll. Damit reagiert Jank auf den durch die Insolvenz der Rquadrat Gruppe ausgelösten Abschreibungsbedarf. Dieser schmälert das positive Finanzergebnis 2010 um zwei Millionen Euro.

"Der verantwortungsvolle Umgang mit den Beiträgen der Mitglieder ist seit jeher Maxime der Wirtschaftskammerorganisation" sagt Jank. Um auch weiterhin die höchsten Sicherheitsansprüche bei den Veranlagungen zu erfüllen, wurde im Auftrag Janks ein umfassendes Maßnahmenpaket geschnürt.

Übernahme der neuen Anlageleitlinien der WKÖ
Im Mai 2011 verabschiedete das Präsidium der Wirtschaftskammer Österreich neue und strengere Richtlinien zur Veranlagung mit Detailbestimmungen wonach die Risikovermeidung als höheres Ziel gegenüber der Rentabilität zu gelten hat. Diese Bestimmungen werden auch dem Präsidium der Wirtschaftskammer Wien vorgelegt und zur Umsetzung empfohlen.

Überprüfung der Haushaltsordnung
Beim Wirtschaftsparlament der WKÖ am 30. Juni 2011 wird auf Initiative Janks ein Antrag eingebracht, wonach die Bestimmungen der Haushaltsordnung zur Veranlagung liquider Mittel der Wirtschaftskammerorganisation unter Einbeziehung der Landeskammern zu analysieren und zu evaluieren sind. Eine Überarbeitung soll sicherstellen, dass die Werthaltigkeit der Veranlagungen als vorrangiges Ziel, stabile und sichere Erträge, Risikominimierung, eindeutige Begriffsbestimmungen und die Festlegung von Bonitätskriterien österreichweit gelten.

Veranlagungsbeirat
Nachdem die Haushaltsordnung die Durchführung der Veranlagungen durch das Geschäftssystem vorsieht soll der Veranlagungsbeirat als zusätzliches Informationsgremium dienen. Der Beirat soll aktiv in der Ausarbeitung und Implementierung der strengeren Veranlagungsbestimmungen mitwirken. Er soll weiters als zusätzliche Sicherheitskontrolle bei Veranlagungsentscheidungen dienen.

Einbindung aller Fraktionen
Um eine bestmögliche Information an alle im Wirtschaftsparlament vertretenen Fraktionen sicherzustellen, sollen diese Vertreter ihres Vertrauens in den Veranlagungsbeirat entsenden können.

Begleitende Kontrolle durch externen Veranlagungsexperten
Zur ständigen Begleitung der Veranlagungsaktivitäten des Geschäftsstellensystems und des Veranlagungsbeirats wird auf einen externen Veranlagungsexperten zurückgegriffen. So wird nach den strengeren Bestimmungen der Haushaltsordnung, der laufenden Kontrolle durch den Veranlagungsbeirat noch eine dritte Sicherheitsstufe hinzugefügt.

Einrichtung eines neuen Berichtswesens
Künftig sollen nicht nur halbjährige Berichte zu Veranlagungen ergehen sondern ein quartalsweises und anschaffungsbezogenes Berichtssystem eingeführt werden. Diese Berichte sollen auch Aufschluss über die Portfolio- und Einzeltitelperformances geben.

Der Finanzreferent der Wirtschaftskammer Wien, Generaldirektor Josef Schmidinger, betonte, dass die Kammer konservativ und den strengen Regeln der Haushaltsordnung entsprechend veranlagt. Diese Anlagestrategie wird auch in einem Gutachten des gerichtlich beeideten und zertifizierten Gerichtssachverständigen, Dr. Erich Pitak, bestätigt. Dieser kommt darin zu dem Schluss: "Das von mir untersuchte Vermögen der Wirtschaftskammer Wien ist daher unter einer Portefeuille-Betrachtung insgesamt konservativer und risikoärmer angelegt als das Vermögen einer typischen österreichischen Pensionskasse."

Betreibung der Ansprüche der Wirtschaftskammer Wien
Zur Betreibung der Ansprüche der Wirtschaftskammer Wien wurde eine Wiener Rechtsanwaltskanzlei beauftragt. Sie wird insbesondere das Vorliegen von Beratungsfehlern, die persönliche Haftung der bei R-Quadrat und IMB involvierten Personen sowie die strafrechtliche Haftung der Genannten prüfen. Der derzeitige Stand der Prüfungen ergibt den Verdacht strafrechtlichen Verhaltens ("Anlegerbetrug"). Es wird an einer Sachverhaltsdarstellung gearbeitet, in die auch die Erkenntnisse des Sanierungsverfahrens einfließen werden.

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