• 28.06.2011, 17:17:14
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Rechnungsabschluss 2010 - SP-Troch: "Menschen für "Grundnahrungsmittel" Kultur gewinnen"

Wien (OTS/SPW-K) - In seinem Redebeitrag zum Tagesordnungspunkt
Kultur und Wissenschaft in der Debatte zum Rechnungsabschluss 2010
zählte der Simmeringer SP-Gemeinderat Harald Troch eine Reihe
kulturpolitischer Projekten und Initiativen auf, die belegen, dass es
in Wien - entgegen der oppositionellen Behauptungen - keinen
Stillstand des Kulturlebens gibt: "Studien der Wirtschaftskammer und
des Tourismusverbandes zeigen, dass es die Kultur ist, weswegen die
Menschen nach Wien kommen und zunehmend auch wegen der
zeitgenössischen Kultur."

Einfacher Zugang zu Kunst und Kultur

Eine zentrale Frage, der sich Wien widme, sei vor allem, wie man
möglichst vielen Wienerinnen und Wienern einen einfachen Zugang zur
Kultur ermöglichen könne. "Unsere Kulturpolitik ist daran zu messen,
wie erreichbar sie für den durchschnittlichen Steuerzahler ist, aber
auch für jene die nur wenig oder keine Steuern zahlen, nämlich für
sozial Schwache. Das breite Angebot Wiens gewährleistet den
niederschwelligen Zugang zur und weckt das Interesse an der Kultur,
die von manchen auch als Grundnahrungsmittel bezeichnet wird." Dazu
zählte er insbesondere den Kulturpass, der von Menschen unter der
Armutsgrenze beantragt werden kann und ihnen die finanzielle Barriere
zur Teilhabe an kulturellen Veranstaltungen nimmt. "25.000 Karten
werden pro Jahr ausgegeben. Das zeigt, dass wir Sozialpolitik und
Kulturpolitik auf einen Nenner gebracht haben", so Troch.

Der SP-Gemeinderat verwies weiters auf die Kunst im Öffentlichen
Raum, als niederschwelligste Form des Kulturerlebens oder auf die
Weiterentwicklung der Bezirksfestwochen zum Festival der Bezirke, die
nicht nur das passive Kulturerlebnis, sondern vor allem die aktive,
unmittelbar erlebbare Teilhabe an Kultur fördern. Eine
Herangehensweise, die auch im Bildungszentrum am ehemaligen
Simmeringer Markt praktiziert wird, in das Bezirksinitiativen im
Kulturbereich mit einbezogen werden.

KulturlotsInnen-Projekt höchst erfolgreich

Als besonders innovatives Projekt bezeichnete Troch die
"KulturlotsInnen". Diese sollen durch die Unterstützung
betriebsrätlicher und gewerkschaftlicher Strukturen, Lust auf Kunst
und Kultur machen und die Hemmschwellen abbauen. "In den ersten 23
Monaten haben 8.348 Menschen an 387 Veranstaltungen teilgenommen.
Diese Gruppe hat Eintrittsgelder in der Höhe von 100.984 EUR gezahlt,
die direkt in die besuchten Kulturinstitutionen flossen. Das ist eine
bemerkenswert hohe Umwegrentabilität, die dadurch erzielt wird",
betonte der SP-Gemeinderat.

"Trotz der Förderung zeitgenössischer Kunst vergessen wir auch
nicht auf unser historisches Erbe an Wiener Baukultur. Über Mittel
des Altstadterhaltungsfonds konnte das traditionelle Bauerbe dieser
Stadt, von Denkmälern, über Fassaden bis hin zu Ehrengräbern erneuert
werden. Auch das Bezirksmuseum in Simmering wird generalsaniert",
führte Gemeinderat Troch an.

Abschließend betonte er, dass die Sozialdemokratie die
Kulturpolitik nicht vom Profitdenken abhängig macht und es in Wien
ein lebendiges Klima der Kultur gibt, das von Freiheit, Kreativität
und Offenheit gesteuert wird: "Ich danke allen Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern in der Stadt, die sich für diese offene Form der Kultur
einsetzen".

(Schluss)

Rückfragehinweis:
SPÖ Klub Rathaus, Presse
Mag. Martin Schipany
Tel.: (01) 4000-81923
Mail: [email protected]
http://www.rathausklub.spoe.at

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