• 28.06.2011, 13:20:01
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SP-Peschek: Welches Problem hat die Wiener ÖVP mit Lehrlingen?

Wien (OTS/SPW-K) - Die Rechnungsabschluss-Debatte im Gemeinderat
gestern machte deutlich, was die Wiener ÖVP will: offenbar sollen
Lehrlinge keine Information über arbeitsrechtliche- sowie
kollektivvertragliche Bestimmungen erhalten. Gleichzeitig vertritt
die ÖVP die Auffassung, dass Lehrlinge die billigsten Arbeitskräfte
im Betrieb sind. Bezeichnend ist ebenso die ÖVP-Ablehnung der neuen
Wiener Berufsschule für Verwaltungsberufe sowie des Kultur- und
Sportvereins der Wiener Berufsschulen.

"Im Gegensatz dazu kämpft die Wiener Sozialdemokratie gemeinsam
mit der Gewerkschaftsbewegung für eine qualitativ hochwertige
Ausbildung der Jugendlichen und leistet mit der Wiener
Ausbildungsgarantie einen wichtigen Beitrag dazu. Wir stehen
eindeutig auf der Seite der Wiener Lehrlinge", stellt Gemeinderat und
SPÖ Wien-Lehrlingssprecher Christoph Peschek klar, stellt aber
zugleich die Frage, welches Problem die Wiener ÖVP mit den Lehrlingen
hat: "Ist es eine Retourkutsche wegen der Wahlniederlage? Weil nur 2
Prozent der Lehrlinge für die ÖVP gestimmt haben?"

"Selbstverständlich bemühen wir uns laufend um Bildungsreformen,
auch wenn wir immer wieder auf Widerstände der ÖVP stoßen. Dennoch
dürfen sich Betriebe nicht vor ihrer Ausbildungsverantwortung drücken
und müssen gleichzeitig auch auf eine entsprechende Qualität achten.
Wenn rund 60 Prozent der Maler und Anstreicher die
Lehrabschlussprüfung nicht schaffen und rund 65 Prozent der
Handelslehrlinge regelmäßig Überstunden leisten müssen, dann dürfen
wir nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Wir werden besonderes
Augenmerk auf eine qualitativ hochwertige Ausbildung legen, denn
qualifizierte Fachkräfte brauchen wir in Wien und diese fallen nicht
vom Himmel", so Peschek.

"Scheinbar legt ÖVP-Bildungssprecher Aigner keinen Wert auf
Errungenschaften der österreichischen ArbeiterInnenbewegung, wie zum
Beispiel Mitbestimmung durch BetriebsrätInnen und Gewerkschaften. Er
wird glücklicherweise mit Sicherheit nicht darüber bestimmen, wann
und wo Gewerkschaften im Rahmen der Demokratie für die Interessen der
ArbeitnehmerInnen kämpfen! Statt gewählte ArbeitnehmervertreterInnen
als Lobbyisten zu bezeichnen, sollte er sich lieber mit seinen
Strassers & Co auseinandersetzen", so Peschek abschließend.

(Schluss)

Rückfragehinweis:
SPÖ Klub Rathaus, Presse
Mag. Martin Schipany
Tel.: (01) 4000-81923
Mail: [email protected]
http://www.rathausklub.spoe.at

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