- 28.06.2011, 01:49:18
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10. Wiener Gemeinderat (16)
Rechnungsabschluss für das Jahr 2010 - Spezialdebatte für Stadtentwicklung, Verkehr, Klimaschutz, Energieplanung und BürgerInnenbeteiligung
Wien (OTS) - GR Mag. Christoph Chorherr (Grüne) meinte zu den
Planungsfragen, dass die Frage essentiell sei, wie man eine "Stadt in
der Stadt" bauen könne. Mit der Seestadt Aspern sei in Wien eine
Antwort gefunden worden. Der Entwicklung in den "Speckgürteln Wiens"
könne man nur entgegen treten, wenn man Qualität in der Stadt
schaffe. Der Radverkehr könne einiges abfedern - sowohl ökologisch
als auch was die "Fitness der Gesellschaft" betreffe. Immerhin seien
60 bis 70 Prozent Steigerung des Radverkehrs am "Ring-Rund Radweg"
innerhalb eines halben Jahres gelungen.
GR Wolfgang Irschik (FPÖ) schlug vor, das Parkpickerl für WienerInnen
kostenfrei abzugeben bzw. abzuschaffen und nur bei Pendlern Gebühren
einzuheben. Der Idee von "Schnellstraßenbahnen" könne er nichts
abgewinnen, nur der Ausbau der U-Bahnen sei sinnvoll. KFZ-FahrerInnen
seien besonders belastet. Er schlage weiters die Verschmälerung von
Gehwegen bei mangelnder Fahrbahnbreite vor. Auch er sei für die
U-Bahn Verlängerung ins Umland, gekürzt werde an der falschen Stelle.
GR DI Omar Al-Rawi (SPÖ) war der Meinung, dass die Stadtplanung der
"Motor dieser Stadt" sei. Unter anderem sei Wien mittlerweile das
Herz der Region Centrope geworden. Wien wachse geordnet, die
Lebensqualität hätte sich verbessert und der Entwicklungsplan Step05
habe sich damit bewährt. Al-Rawi lobte die zahlreichen
Stadtentwicklungsprojekte, unter anderem die Seestadt Aspern.
GR Karl Baron (FPÖ) fände es gut, beim Stadtverkehr auch Vergleiche
zu anderen europäischen Städten zu ziehen. Als lobende Beispiele
nannte er Rom, wo die Stadtzubringer gut funktionieren würden, sowie
skandinavische Städte bei denen die Ampelschaltung besser gelöst
wäre. Kritik übte Baron u.a. an der Lösung von Zufahrten in
Industriegebiete.
Vbgmin Mag. Maria Vassilakou (Grüne) meinte in ihrem Schlusswort,
dass die zentrale Frage wie und wo die Stadt wachsen solle
kontroversiell diskutiert werden müsse. Bis 2019 sei die Entwicklung
innerhalb der Stadt ausgereizt, es gelte neue Entwicklungsgebiete zu
erschließen. Die Kritik an den unterschiedlichen Zielgebieten finde
sehr undifferenziert statt, dass "nichts weiter gegangen sei", wies
Vassilakou zurück. Weder Wien noch NÖ würden derzeit über die Mittel
verfügen, die U-Bahn ins Umland zu erweitern. Ihr gehe es um
Lösungen, die rasch umsetzbar sind. Eine praktikable Lösung könne
eine S-Bahn mit U-Bahn ähnlichen Intervallen sein. Vassilakou sprach
sich weiters für eine Ausdehnung der Parkraumbewirtschaftung und
einen sinnvollen Ausbau der Radwege aus. forts. (kad/lit)
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