Enquete Vinzenz Gruppe: Werte auch in Zukunft wichtig

Expertenrunde diskutierte zum 15-Jahre-Jubiläum der Vinzenz Gruppe über die Bedeutung von Werten

Wien (OTS) - Ganz im Zeichen von Werten stand die Enquete "Medizin mit Qualität und Seele" der Vinzenz Gruppe am 21. Juni in Wien. Ihr 15-Jahre-Jubiläum nahm die Vinzenz Gruppe zum Anlass, um eine Diskussion über die Bedeutung von Werten in einer modernen Gesellschaft und im Gesundheitswesen ins Leben zu rufen. Vor rund 300 Mitarbeitern, Wegbegleitern und Partnern befasste sich eine hochkarätige Expertenrunde aus Kirche, Gesundheitswirtschaft, Politik und Wissenschaft mit der Zukunft von Werten.

Dr. Michael Heinisch, Geschäftsführer der Vinzenz Gruppe und Gastgeber des Abends, eröffnete die Veranstaltung mit einem Rückblick auf 15 Jahre Vinzenz Gruppe: Aus einzelnen Häusern sei eine starke Gruppe entstanden, die den Herausforderungen der Zukunft gewachsen sei. Dabei setze die Vinzenz Gruppe nicht nur auf hohe Kompetenz bei Medizin und Pflege. "Unser Modell zeigt, dass man christliche Werte, moderne Management-Methoden und kompetente Medizin und Pflege verbinden kann", beschreibt Heinisch den Weg der Vinzenz Gruppe.

Dabei würdigte er besonders die Verdienste der Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul, ihren Mut und ihre Voraussicht bei der Gründung der Vinzenz Gruppe und ihren konsequenten Weg, der schließlich zur Gründung der Sankt Vinzenz Stiftung führte. "Ihrem enormen und persönlichen Engagement und ihrer Weitsicht verdanken wir, dass wir heute 15 Jahre Vinzenz Gruppe feiern können", so Heinisch. Mit einer Grußbotschaft aus dem Vatikan bedankt sich auch Erzbischof Zygmunt Zimowski für das Wirken der Barmherzigen Schwestern und der Mitarbeiter der Sankt Vinzenz Stiftung: "Als Präsident des Päpstlichen Rates für die Pastoral im Krankendienst möchte ich Euch allen für den liebevollen Dienst an Kranken und Behinderten herzlich danken."

Über ihre Verbindung und die gemeinsame Geschichte mit der Vinzenz Gruppe sprachen im Anschluss Sr. Sigharda Leitner, Generaloberin der Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul, sowie langjährige Wegbegleiter wie em. Weihbischof DDr. Helmut Krätzl, Dr. Hans Jörg Schelling, Verbandsvorsitzender des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger, Mag. Richard Gauss, Bereichsleiter für Finanzmanagement in der Geschäftsgruppe Gesundheit und Soziales der Stadt Wien (in Vertretung von Gesundheitsstadträtin Mag.a Sonja Wehsely), und Alois Stöger, Bundesminister für Gesundheit.

Die Wertediskussion wurde vom Hauptredner des Abends, dem Salzburger Theologen, Philosophen und Sozialtheoretiker Univ.-Prof. DDDr. Clemens Sedmak, eröffnet. Der Leiter des Zentrums für Ethik und Armutsforschung an der Universität Salzburg brachte in seiner spannenden Keynote zur Bedeutung und Entwicklung von Werten in einer modernen Gesellschaft seine These auf den Punkt: "In Zeiten der Krise brauchen wir eine robuste Identität - und ohne Werte ist keine robuste Identität möglich."

In der anschließenden Diskussionsrunde mit em. Weihbischof Krätzl, Hans Jörg Schelling, Michael Heinisch, Clemens Sedmak und Gesundheitsminister Alois Stöger wurde das Thema unter der Leitung von Martina Salomon, Kurier, aus den verschiedenen Blickwinkeln der Diskussionsteilnehmer beleuchtet.

Für Weihbischof Krätzl stellen christliche Werte, wenn sie lebensnah gebracht werden, eine Hilfe und Stütze zu einem gelungenen Leben dar: "Die Jugend sollte merken, dass es ein Mehrwert ist, nach diesen Werten zu leben." Als Seele eines Spitals sieht er die Atmosphäre und die ganze Art, wie man miteinander umgeht. Das zeichne besonders die kirchlichen Spitalsträger aus.

Hans Jörg Schelling sieht auch die Ökonomie als einen wichtigen Wert: "Am Schluss müssen wir so verantwortungsvoll sein, mit den uns anvertrauten Mitteln ökonomisch umzugehen." Entscheidend ist in diesem Zusammenhang für Prof. Sedmak vor allem aber das "Wie". Sedmak: "Ich glaube, dass man auch über die Kriterien, nach denen wir ökonomisch entscheiden müssen, vernünftig reden können muss."

Für Gesundheitsminister Stöger geht es im Gesundheitswesen vor allem darum, was die Menschen wirklich brauchen. "Das herauszufinden, ist ein schwieriger Beziehungsprozess. Ich denke, dass sich das österreichische Gesundheitssystem zwar langsam, aber in diese Richtung entwickelt", so Stöger.

Michael Heinisch berichtete, dass es in jedem Krankenhaus der Vinzenz Gruppe neben den Bereichen Pflege, Medizin und Verwaltung einen gleichberechtigten Wertevorstand gibt. Dieser leitet jeweils eine Wertegruppe mit Vertretern der verschiedenen Berufsgruppen. Sie bemühen sich ständig darum, die Bedürfnisse von Patienten aufzuspüren und Projekte wie den OP-Begleitdienst zu initiieren. Dabei begleiten diplomierte Krankenschwestern Patienten, die das möchten, zum Operationssaal. "Das kostet auch was - aber das ist eine Investition, die sich zu hundert Prozent lohnt, denn es ist eine menschliche Investition", so Heinisch.

Zum Ausklang der Enquete, die in Kooperation mit dem Bankhaus Schelhammer & Schattera stattfand, lud die Vinzenz Gruppe ihre Festgäste zu einem Empfang, um gemeinsam auf den Geburtstag anzustoßen.

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Annemarie Kramser
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