15. World Wealth Report empfiehlt integrierten spartenübergreifenden Ansatz in der Vermögensverwaltung für HNWIs nach der Krise

Enterprise Value(1)-Methode als wichtiges Alleinstellungsmerkmal von Vermögensverwaltungsgesellschaften im hart umkämpften Markt

New York/Wien (OTS) - Vermögensverwaltungsgesellschaften und -berater müssen ihr Angebot verbreitern und besser integrieren, um die komplexen Anforderungen der heutigen "High Net Worth Individuals" (HNWIs)(2) erfüllen zu können. Dies geht aus dem 15. World Wealth Report hervor, der heute von Merrill Lynch Global Wealth Management und Capgemini vorgelegt wurde. Ein "Enterprise Value"-Konzept ist im derzeitigen wirtschaftlichen Umfeld besonders wichtig, denn HNW-Kunden erwarten von ihren Beziehungen mit Vermögensverwaltungsgesellschaften und -beratern eine nachhaltigere und umfangreichere Wertschöpfung als in den Jahren vor der Krise, als das Hauptaugenmerk noch auf Gewinnmaximierung lag. Deshalb müssen Vermögensverwaltungs- und -beratungsfirmen ihren HNW-Kunden jetzt helfen, den komplexen Mix aus Zielen, Vorbehalten und Prioritäten kompetent zu handhaben.

(1) Enterprise Value: Die Fähigkeit, spartenübergreifend verschiedene Leistungspotenziale -- auch solche, die in anderen Geschäftseinheiten oder Sparten angesiedelt sind, z. B. in der Geschäftsbank, der Privatkundenbank oder der Investmentbank -- wirtschaftlich zu nutzen oder zu kombinieren.

(2) Als "HNWI" werden Personen bezeichnet, die über ein anlagefähiges Vermögen von über 1 Million US$ verfügen, selbst genutzte Immobilien sowie Sammlungen wertvoller Objekte und Verbrauchsgüter nicht mitgerechnet.

"Zwar stellt sich auf den globalen Finanzmärkten allmählich wieder ein gewisses Gefühl von Normalität ein, doch wurden die HNWIs von den Folgen der Krise erheblich in Mitleidenschaft gezogen", meint Dr. Peter Schmid, General Manager & CEO Merrill Lynch Bank (Suisse) S.A. "Ohne Zweifel haben zahlreiche HNW-Kunden ihre Anlage- und Lebensziele überdacht und wägen jetzt sehr bewusst die Risiken ab, die sie zu akzeptieren gewillt sind, um diese Ziele zu erreichen. Die Beratungsfirmen müssen ihre ganzes Können einsetzen, um integrierte Lösungen für die komplexen Anforderungen der HNWIs nach der Krise bereitzustellen."

HNWIs vertrauen ihren Vermögensverwaltern und Beratern wieder, bleiben aber vorsichtig

Im Jahr 2010, als sich die Finanzmärkte und Volkswirtschaften rund um den Globus zu erholen begannen, bekundete eine deutliche Mehrheit der HNW-Kunden Vertrauen zu ihren Vermögensverwaltungsgesellschaften und -beratern. Diese positive Bewertung stand in deutlichem Gegensatz zum Jahr 2008, als fast die Hälfte der HNW-Kunden fehlendes Vertrauen äußerte.

Rein psychologisch betrachtet, zeigt die Krise jedoch nach wie vor Auswirkungen auf die Anleger, wie das leicht zögerliche Verhalten der HNWIs bei der Zuweisung von Kapital beweist. "Zwar nahmen HNWIs gegen Ende 2010 durchaus kalkulierte Risiken auf sich, um höhere Gewinne zu erzielen, doch herrschte weltweit immer noch die Tendenz vor, das Vermögen in erheblichem Umfang in eher konservativen Anlageformen wie festverzinslichen Wertpapieren, Barmitteln und äquivalenten Anlagen zu sichern", berichtet Mag. Gregor Erasim, Vice President bei Capgemini. "In diesem Spannungsfeld zwischen Vertrauen und Zurückhaltung bei den HNWI-Anlegern müssen Vermögensverwalter und -berater immer wieder den Wert und die Relevanz ihrer Dienstleistungen im Hinblick auf die veränderlichen, komplexen Anforderungen der Kunden unter Beweis stellen."

Nach der Krise: Besorgnisse und Erwartungen von HNW-Kunden sind komplexer

Unter dem Eindruck der starken Marktfluktuationen während der Krise bezeichneten 42 % der HNWIs die Kapitalerhaltung als "extrem wichtig", und weiteren 46 % war diese Zielsetzung zumindest "wichtig". Zudem wird ein effektives Portfoliomanagement von 49 % der HNWIs als "wichtig" und von 30 % als "extrem wichtig" erachtet. Im Zeichen der Krise sind diese Anforderungen in den Vordergrund getreten, und die Prioritäten haben sich verlagert oder wurden neu gesetzt; großer Wert wird jetzt auf spezialisierte Beratung (für 48 % "wichtig, für 25 % "extrem wichtig") sowie auf die Transparenz von Rechnungen und Gebühren gelegt (für 42 % "wichtig", für 34 % "extrem wichtig").

Enterprise-Value-Konzept erschließt relevante, umfassende Lösungen für Kunden

Im Wirtschaftsumfeld nach der Krise kommt es darauf an, noch stärker und flexibler auf die Kunden einzugehen und spartenübergreifend verschiedene Leistungspotenziale - auch solche, die in anderen Geschäftseinheiten oder Sparten angesiedelt sind, z. B. in der Geschäftsbank, der Privatkundenbank oder der Investmentbank - wirtschaftlich zu nutzen bzw. zu kombinieren. Vermögensverwaltungsgesellschaften können wesentlich zur Zufriedenheit ihrer HNW-Kunden beitragen, indem sie unter Anwendung des Enterprise-Value-Konzepts integrierte Lösungen für die komplexen Bedürfnisse von HNWIs bereitstellen, insbesondere in Bereichen, in denen HNWIs erhebliches Wertpotenzial sehen, ohne dort bisher zufriedenstellend bedient worden zu sein.

HNWIs verlangen bereits spartenübergreifende Leistungen, die derzeit nicht im gewünschten Umfang angeboten werden, beispielsweise Beratungsteams aus Experten verschiedener Sparten, spezielle Anlageoptionen über die Investmentbank, bevorzugte Finanzierung für Unternehmer sowie Beratung und Fachkompetenz von Seiten der Privatkunden- und der Investmentbank im Zuge des Vermögensaufbaus. Das Enterprise-Value-Konzept bietet die Möglichkeit, diese Erwartungen zu erfüllen, und kann sich in einem wettbewerbsintensiven Umfeld, in dem es auf flexible Anpassung an die Kundenwünsche ankommt, als wichtiges Alleinstellungsmerkmal erweisen.

Das aktuelle Enterprise-Value-Konzept unterscheidet sich stark von der Suche nach Synergien, die in der Vergangenheit das Patentrezept der Vermögensverwalter war. Zukunftsorientierte Vermögensverwaltungs-und -beratungsunternehmen müssen daher Enterprise-Value-Strategien und Investmentprogramme aus der Perspektive des Kundennutzens heraus entwickeln und zugleich die damit verbundenen internen Herausforderungen überwinden - von der Unterstützung der Strategien durch Verwaltungsrat und Geschäftsleitung bis hin zum Management von Leistungsanreizen und zum Aufbau von Unterstützungsstrukturen.

"Substanzielle Nutzenvorteile für HNW-Kunden wie eine bessere Harmonisierung und konsequente Strukturierung von Dienstleistungsangeboten, Zugang zu einer breiteren Auswahl an Ressourcen und Leistungen sowie neue Anlageoptionen sind wichtige Differenzierungsmerkmale am Markt", resümiert Schmid. "Das erfordert eine Flexibilität und Reaktionsfähigkeit, die vielen Vermögensberatern erhebliches Umdenken abverlangt. Für vorausschauende Vermögensverwaltungs- und -beratungsfirmen können sich jedoch große Chancen auftun, wenn sie ihre Professionalität und den Wert ihrer Dienstleistung unter Beweis stellen, indem sie ihren HNW-Kunden einen klar erkennbaren Mehrwert bieten."

"Zwar ist die Entwicklung von Enterprise-Value-Kundenberatungsmodellen keine einfache Aufgabe, aber sie erschließt Beratungsfirmen neue finanzielle Nutzeneffekte, etwa in Form niedriger Fondskosten, höherer Handelsvolumina und internalisierter Handelsspannen, sowie sekundäre Synergien wie Kosteneinsparungen", erläutert Erasim.

Letztlich ist Enterprise-Value ein langfristiger evolutionärer Prozess und zugleich eine Einstellungsfrage, kein schnell wirkendes Rezept. Es setzt die Bereitschaft voraus, auf Maßnahmen mit eher langfristiger Investitionsrendite zu bauen. Kontinuität ist entscheidend, denn HNW-Kunden erwarten, dass ihr Dienstleistungskonzept durch alle Konjunktur- und Anlagezyklen hindurch erhalten bleibt.

Merrill Lynch Global Wealth Management

Merrill Lynch Global Wealth Management ist ein führender Anbieter umfassender Vermögensverwaltungs- und Investment-Dienstleistungen für Privatanleger und Unternehmen weltweit. Mit nahezu 15.700 Finanzberatern und über 1,5 Billionen US$ an Kunden-Depotbeständen (Stand: 31. März 2011) gehört Merrill Lynch Global Wealth Management zu den weltgrößten Unternehmen seiner Art. Mehr als zwei Drittel der Kunden von Merrill Lynch Global Wealth Management haben ein Vermögen von über 1 Million US$.

Die Privatkunden- und Investmentsparte (Private Banking & Investment Group) von Merrill Lynch Global Wealth Management bietet maßgeschneiderte Lösungen für Ultra-High-Net-Worth-Kunden an - im diskreten Ambiente einer Boutique, aber mit den Ressourcen eines weltweit führenden Finanzdienstleisters. Für diesen Kundenkreis stehen mehr als 160 Beraterteams sowie ausgewiesene Experten in Fachgebieten wie Investment-Management, Management großer Aktienbestände oder Generationentransfer-Strategien zur Verfügung. Merrill Lynch Global Wealth Management ist Teil der Bank of America Corporation.

Quelle: Bank of America. Merrill Lynch Global Wealth Management (MLGWM) ist innerhalb des Geschäftsbereiches Vermögensverwaltung und Investment-Management der Bank of America mit mehreren Sparten vertreten: Merrill Lynch Wealth Management (Nordamerika sowie international), Merrill Lynch Trust Company und Private Banking & Investment Group. Der Gesamtwert der Kundendepots bei MLGWM betrug am 31. März 2011 etwa 1,5 Billionen US$. Die Kundendepots setzen sich aus folgenden Vermögensarten auf MLGWM-Konten zusammen: Verwaltete Fonds (Assets Under Management, AUM) der MLGWM-Sparten, Kundenvermögen unter Broker-Vertrag, von den MLGWM-Sparten verwaltetes Treuhandvermögen sowie Darlehen und Guthaben von MLGWM-Kunden bei Bank of America, N.A. und verbundenen Finanzinstituten. Diese Aufstellung ist das Resultat einer veränderten Berechnungsmethode, die seit 31.3.2011 gilt.

Über Capgemini

Capgemini, einer der weltweit führenden Dienstleister für Management- und IT-Beratung, Technologie-Services sowie Outsourcing, ermöglicht seinen Kunden den unternehmerischen Wandel durch den Einsatz von Technologien. Als Dienstleister stellt Capgemini Wissen und Fähigkeiten zur Verfügung, um seinen Kunden die notwendigen Freiräume für Wachstum und geschäftlichen Erfolg zu schaffen. Ein wesentliches Element dafür ist die besondere Form der Zusammenarbeit, genannt Collaborative Business ExperienceTM. Über das globale Liefermodell Rightshore(R) arbeiten bei Capgemini die kompetentesten Mitarbeiter aus den unterschiedlichen Niederlassungen weltweit als ein Team zusammen, um für die Kunden die optimale Lösung zu erzielen.

Capgemini beschäftigt in 40 Ländern mehr als 112.000 Mitarbeiter und erzielte 2010 einen Umsatz von 8,7 Milliarden Euro. Mehr Informationen finden Sie unter http://www.at.capgemini.com

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