Berlakovich macht gegen Kürzungen des EU-Agrarbudgets mobil

Gespräch mit EVP-Vorsitzenden Daul über Barrosos Pläne

Wien (OTS) - Gegen Kürzungen des EU-Agrarbudgets mobil macht Österreichs Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich, der gestern Abend auf europäischer Ebene Gespräche geführt hat, um weitere Allianzen im Sinne unserer Bäuerinnen und Bauern zu schmieden. Er traf mit Joseph Daul, dem Vorsitzenden der EVP, der größten Fraktion im Europäischen Parlament, in Brüssel zusammen, "um mit ihm etwas gegen die völlig unverständlichen Pläne von EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso zu unternehmen".

Kürzung der Ländlichen Entwicklung würde unsere Landwirtschaft im Markt treffen

"Die Ankündigung Barrosos, das Budget in der zweiten Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik, der Ländlichen Entwicklung, kürzen zu wollen, ist für mich in keinster Weise nachvollziehbar. Es würde unsere Landwirtschaft, die gerade in der Ländlichen Entwicklung einen Schwerpunkt hat und von Barroso für ihre Nachhaltigkeit auch gelobt worden ist, empfindlich im Mark treffen. Das werde ich mit Sicherheit nicht zulassen. Ich setze mich daher mit Nachdruck auf allen Ebenen für unsere flächendeckende, bäuerliche Landwirtschaft ein", unterstreicht der Landwirtschaftsminister im Vorfeld der Finanziellen Vorausschau auf die Finanzperiode ab 2014, die nächste Woche von der EU-Kommission präsentiert werden soll und heute auch ein wichtiges Thema beim Agrarausschuss im österreichischen Parlament ist.

Bergbauernförderung und Agrarumweltprogramm im Interesse aller

"Gerade die von Barroso anvisierte zweite Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik umfasst für Österreich wichtige Bereiche wie die Bergbauernförderung und das Agrarumweltprogramm. Diese Programme sorgen nicht nur für eine flächendeckende Landwirtschaft - auch in benachteiligten Gebieten -, sondern auch für Umweltleistungen, die dem gesamten ländlichen Raum und der gesamten österreichischen Bevölkerung zu Gute kommen", so Berlakovich.

Die Landwirtschaft ist ein Zukunftssektor mit vielen Antworten

Daul sei mit ihm in all diesen Punkten einer Meinung und habe dies gestern im Gespräch bekräftigt, betont der Landwirtschaftsminister. "Ich will nicht, dass unsere Bäuerinnen und Bauern auf nur einen Cent verlieren. Unsere Landwirtschaft ist ein Zukunftssektor, der Antworten in den verschiedensten Bereichen geben kann, etwa punkto Energie und im Klimaschutz. Deswegen will ich, dass unser Agrar- und Forstbereich zu den Gewinnern zählen, nicht zu den Verlierern. Aus diesem Grund ist es mir wichtig, auch auf europäischer Ebene eine schlagkräftige Front zu bilden", so Berlakovich.

Rückfragen & Kontakt:

Lebensministerium, Pressestelle
Tel.: (+43-1) 71100 DW 6703, 6963

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MLA0002